Heimatorden „Alt Erpilla“ vergeben
Clarissa Wild ist die neue Trägerin
Nach den Schwestern Angela und Ursula Dung 2017 hatte das Ordenskapitel wieder eine Erpelerin gekürt
Erpel. Als kurz vor der Pause der GEK-Prunksitzung Präsident Jörg Buchmüller die Prinzengardistinnen und die Stadtsoldaten aufforderte, die anwesenden Träger des Heimatordens „Alt Erpilla“ um den Sprecher des Ordenskapitels, Gregor Noll, auf die Bühne zu holen, war allen klar: „Jetzt wird diese hohe Auszeichnung, der GEK und der Ortsgemeinde einem neuen Ordensträger verliehen!“ Gleichzeitig stieg damit auch die Spannung im Erpeler Turnschuh-Gürzenich, war es dem Ordenskapitel doch wieder einmal gelungen, nach der Wahl im Rathaus Mitte voriger Woche auch anschließend beim Pitter om Maat das Mäntelchen der Verschwiegenheit über dem Namen seines zukünftigen Mitglieds auszubreiten.
Der Heimatorden „Alt Erpilla“ würde Erpelern verliehen, die sich mit großem ehrenamtlichen Engagement um unseren Heimatort und seine Bürger in besonderer Weise verdient gemacht hätten. „Dazu bitte ich zu mir auf die Bühne – Frau Clarissa Wilde!“, so der Kapitelsprecher unter dem begeisterten Applaus der Narrenschar.
„Du engagierst dich schon seit Jahrzehnten in den verschiedensten Bereichen für unseren Heimatort, sodass ‚Für Erpel mit Leidenschaft‘ das Motto deines Wirkens sein könnte, das ich jetzt kurz aufzeigen möchte“, leitete Gregor Noll seine Laudatio auf Clarissa Wilde ein. „29 Jahre lang warst du Lehrerin der Sankt Johannes-Grundschule und hast in dieser Zeit innovative und nachhaltige Projekte zur Stärkung der Verbundenheit mit unserer Heimat, ihrer Geschichte und ihres Brauchtums initiiert und begleitet“, hob der Kapitelsprecher hervor.
„Hervorzuheben ist zudem die Einrichtung einer speziell auf Kinderbedürfnisse ausgerichteten Bücherei in der Schule. Bis heute bist du dort jeden Mittwoch als Ansprechpartnerin anwesend und mit den von dir abgeworbenen ‚Buchpatenschaften‘ sorgst du für eine ständige Erweiterung und Aktualisierung des Buchbestandes“, ergänzte Gregor Noll, bevor er Clarissa Wild für ihre Mitarbeit bei der Sichtung und Katalogisierung der Bestände des Ortsarchivs lobte. Verantwortung zu tragen, habe sie nie gescheut. „15 Jahre lang hast du dem Erpeler Ortsgemeinderat angehört und 2005 warst du Gründungsmitglied des Kunst- und Kulturkreises ‚ad erpelle‘. In dessen Vorstand bist du bis heute tätig“, listete er weitere Aktivitäten der jüngsten Alt-Erpillanerin auf. Deren außerordentliches Engagement ließe sich an den Projekten von „Theater, Kunst und Musik im Tunnel ablesen. So sei sie bei über 200 Veranstaltungen dieser Art für das Ambiente im Foyer und für die Bewirtung zuständig gewesen und haben zusammen mit ihrem Team habe ungezählte Stunden aufgewendet, um den mittlerweile über 25.000 Besuchern eine Spielstätte zu präsentieren, die Erpel weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt gemacht habe.
„Außerdem hast du mehr als 30 Jahre lang mit einer Gruppe, dem sogenannten ‚Clübchen‘ mit selbst geschneiderten und phantasievoll gestalteten Kostümen am Karnevalszug teilgenommen“, beendete Gregor Noll seine Laudatio, um der jüngsten, sichtlich bewegten „Alt-Erpillanerin“ im Namen der Bürger große Anerkennung und nachdrücklichen Dank auszusprechen, bevor er Clarissa Wilde den Heimatorden umhängte und in das Ordenskapitel aufnahm. Damit gehört die Ex-Pädagogin automatisch zu den Ehrensenatoren der GEK. DL
