Neustart der Gesundheitsversorgung in der Region Neuwied
DRK Krankenhaus Neuwied: Übernahme erfolgreich vollzogen
Der Neustart für die Gesundheitsversorgung der Region Neuwied ist erfolgreich gelungen. Die für den Betrieb des neuen Versorgungskonzepts notwendige Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ehemaligen DRK Krankenhaus Neuwied haben ihre Überleitungsverträge fristgerecht unterzeichnet und bilden Anfang April – gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der Marienhaus-Gruppe – ein Team für Neuwied.
Nach herausfordernden Wochen der Unsicherheit und vielen Überstunden von allen für das Gelingen des Übernahmeprozesses eingebundenen Personen wurde mit der Unterzeichnung der notwendigen Anzahl an Überleitungsverträgen durch die ehemaligen Mitarbeitenden des DRK Krankenhaus Neuwied ein großer Schritt in die gemeinsame, sichere Zukunft gegangen. Rund 2.300 Kolleginnen und Kollegen bilden nun gemeinsam das Team des Marienhaus Klinikum Neuwied-Waldbreitbach mit den beiden Häusern Elisabeth und DRK.
Damit wird langfristig eine herausragende Gesundheitsversorgung im nördlichen Rheinland-Pfalz sichergestellt.
Das neue Versorgungskonzept
Im neuen Versorgungskonzept stellen beide Häuser jeweils eine wesentliche Säule dar: Im Haus DRK werden alle Sprechstunden, alle ambulanten Behandlungen und alle geplanten Eingriffe vorgenommen. Auch die MVZ-Leistungen sollen zusammengeführt und als breites Fachärzteangebot im Haus DRK gebündelt werden. Für alle elektiven und ambulanten Eingriffe im Haus DRK werden auch weiterhin die dafür notwendige Anästhesie, Radiologie und weitere diagnostisch notwendige Leistungen im Tagesdienst angeboten.
Zudem sollen die Belegabteilungen wie Augenheilkunde sowie HNO und die externen Partner mit Onkologie und Strahlentherapie weiter im Haus DRK verbleiben. Der Fachbereich Allgemeine Innere Medizin wird aufgrund des damit verbundenen meist breiten Spektrums an ambulanten Leistungen im Haus DRK gebündelt. Die psychiatrische Tagesklinik einschließlich Institutsambulanz wird ebenfalls im Haus DRK angesiedelt.
Haus Elisabeth und Notfallversorgung
Im Haus Elisabeth ist die Zentrale Notaufnahme einschließlich der Bereitschaftsdienstzentrale der niedergelassenen Ärzte angesiedelt und wird in den kommenden Monaten zu einem integrierten Notfallzentrum ausgebaut.
Dementsprechend wird sich das Haus Elisabeth auf die Notfall- und intensivmedizinische stationäre Versorgung der Menschen rund um die Uhr fokussieren. Zu diesem Zweck wird zukünftig eine Intensivstation mit 22 Betten sowie ein sogenannter Intermediate Care Bereich (Monitorüberwachungsbereich) mit weiteren 10-12 Betten bereitstehen. Analog dazu werden alle für die intensivmedizinische Versorgung relevanten Fachbereiche im Haus Elisabeth vorgehalten. Weiterhin werden auch die Gynäkologie und Geburtshilfe (Perinatalzentrum Level 1, in dem auch Frühgeborene sicher versorgt werden dürfen) und die sich daran anschließende Pädiatrie mit ihren kindgerecht ausgebauten Räumlichkeiten im Haus Elisabeth sein.
Psychiatrische Versorgung und weitere Einrichtungen
Die stationäre psychiatrische Versorgung erfolgt – wie bisher – in der Marienhaus Fachklinik St. Antonius in Waldbreitbach, wo zudem auch ein Wohnheim für seelisch beeinträchtigte Menschen betrieben wird. Beide gehören, wie auch die Reha Rhein-Wied, das Zentrum für ambulante Rehabilitation und Prävention in der Region, ebenfalls zum Marienhaus Klinikum Neuwied-Waldbreitbach.
Zukunftsaussichten und Fazit
Sebastian Spottke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Marienhaus-Gruppe, äußerte sich dazu: „Wir freuen uns sehr, in so kurzer Zeit nach der Insolvenz des DRK Krankenhaus Neuwied ein Versorgungskonzept anbieten zu können, welches den Menschen der Region Sicherheit gibt und so vielen ehemaligen DRKlern eine neue berufliche Heimat bietet. Wir werden in den kommenden Wochen und Monaten alles daransetzen, dass hier in Neuwied ein Team zusammenwächst, und freuen uns sehr über die Bereicherung unserer vielfältigen Marienhaus-Familie.“
Die Betriebsübernahme ist vorbehaltlich der kartellrechtlichen Zustimmung sowie der Zustimmung des Neuwieder Stadtrates zum Mietvertrag.
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