Allgemeine Berichte | 22.01.2018

Obermöhne der Loreley-Möhnen beim 16. Kreisnarrentreffen geehrt

Daliah Geisel ist die Trägerin der Rhein-Lahn- Kapp 2018

Daliah Geisel (mitte), Obermöhne der Loreley-Möhnen, bei der Überreichung der Rhein-Lahn-Kapp. MFU

Bad Ems. Viele Vertreter der Karnevalsvereine und Möhnenclubs aus dem Rhein-Lahn-Kreis kamen am vergangenen Freitag nach Bad Ems in das historische Kurtheater. Der Grund hierfür war die Einladung zum 16. Kreisnarrentreffen des Rhein-Lahn-Kreises durch den Landrat Frank Puchtler. Dieses Treffen hat sich in all den Jahren zur größten Veranstaltung des Kreises entwickelt.

Vertreter der kommunalen und Landespolitik, der regionalen Wirtschaft mit den Vereinsvertretern trafen sich in dem prunkvollen Gebäude, um gemeinsam ins Gespräch zu kommen und ein abwechslungsreiches närrisches Programm zu erleben.

Den Auftakt dieser Großveranstaltung, zu der Närrinnen und Narren aus über 30 Vereinen aus Nah und Fern, sowie Repräsentantinnen und Repräsentanten angereist sind, machte die Feuerwehrkapelle Dahlheim unter der Leitung von Elmar Mehl, unter anderem mit Liedern wie, „Ach wär ich nur, ein einzig Mal, ein schmucker Prinz im Karneval“.

Manfred Rademacher (Radscha) und Frank Ackermann begrüßten die Narrenschar und führten auch in diesem Jahr wieder souverän durch das Programm.

Der Landrat Frank Puchtler erwähnte in seiner Laudatio: „Erst vor wenigen Tagen haben wir die ausgedienten Weihnachtsbäume an die Straße gestellt und haben uns zu einigen Neujahrsempfängen getroffen. So bekommt auch unser diesjähriges Kreisnarrentreffen ein wenig den Charakter eines Neujahrsempfangs, allerdings mit dem notwendigen närrischen Anstrich. Die fünfte Jahreszeit hat uns alle schon voll im Griff, närrische Sitzungen laufen teils schon seit Wochen und in dreieinhalb Wochen ist schon wieder alles vorbei.

Unser Kreisnarrentreffen ist die einzige kreisweit begangene Karnevalsveranstaltung. Unser Veranstalter-Trio aus RKK, Staatsbad Bad Ems und Rhein-Lahn-Kreis arbeitet seit 16 Jahren hervorragend zusammen.

Ich freue mich, dass wir mit dieser tollen Veranstaltung jetzt schon zum 16. Mal hier sein dürfen und danke Ihnen, lieber Herr Wilhelmi und begrüße Sie mit Ihrer Frau ebenso herzlich.

Für mich ist der heutige Abend die beste Gelegenheit, Ihnen für die tolle ehrenamtliche Arbeit herzlich zu danken. Ein herzlich Willkommen der Vizepräsidentin Gabriele Arnold Dachverband Rheinische Karnevalskorporationen (RKK), Vorstandsmitglied Monika Wingen-Fuhrmann den RKK- Bezirksvorsitzenden und Träger der Rhein-Lahn-Kapp 2013 Jürgen Schmidt aus Nassau und den RKK-Ehrenpräsidenten Peter Schmorleitz. Ohne Sponsoring könnte so eine Veranstaltung aber nicht stattfinden. Ein herzliches Dankeschön an Direktor Guido Biron Nassauische Sparkasse, für diesen tollen Orden. Er ist in diesem Jahr klassisch gehalten. Er zeigt den Vogel der Weisheit und der Narretei, die Eule. Eva Bonn aus Lahnstein, unsere Kappenträgerin 2003, hat auch in diesem Jahr den Orden kreiert. Den Pegasus Orden, der auf die Fußballweltmeisterschaft in diesem Jahr aufmerksam macht, verdanken wir unserem Partner, Herrn Hans Kary, Geschäftsführer der Rhein-Lahn-Zeitung. Vielen Dank an die Volksbank Rhein-Lahn-Limburg für die tolle Unterstützung, für das Sponsoring unserer Sitzungskapelle „Kuh(I) Tow“ und ich begrüße Vorstand Dietmar Basta und Prokurist Günter Groß. Gebietsverkaufsleiterin Heike Backes Krombacher Brauerei, Dirk Wöhner mit Gemahlin Inhaber Victoria-Brunnen. Für die kommunale Familie begrüße ich unsere Kreisbeigeordnete Gisela Bertram, die Bürgermeister Udo Rau, Jens Güllering, Werner Groß, Volker Satony und Adalbert Dornbusch. Danke an die heimischen Medien, die Rhein-Lahn-Zeitung, Blick Aktuell, TV Mittelrhein und die Bad Emser Karnevalsgesellschaft.

Narretei und Politik haben viel gemeinsam, die Grenzen sind oft fließend. Hauptsache Politiker haben Humor, unsere haben ihn – an vorderster Stelle unser Minister des Innern und für Sport, Roger Lewentz, flankiert von unseren Landtagsabgeordneten Matthias Lammert und Jörg Denninghoff, stellvertretend für alle Mitglieder des Kreistags.

Ohne Gründer kein Kreisnarrentreffen. Herzlich willkommen dem Vater des Treffens, Kurt Schmidt und seinen damaligen Stellvertreter Helmut Klöckner.“

Nach den Grußworten durch den Geschäftsführer der Staatsbad Bad Ems GmbH, Thomas Wilhelmi, der sich freute, auch in diesem Jahr wieder Gastgeber dieser karnevalistischen Veranstaltung zu sein, die quasi im Herzen des Narrentums zwischen den Karnevalshochburgen Köln und der Fassenacht in Mainz stattfindet, startete ein buntes Programm voller Höhepunkte.

Kelly Carey tanzte sich in die Herzen der Zuschauer

Deutsche Vizemeisterin im Solo Gardetanz, Kelly Carey vom CCO Lahnstein, tanzte sich als erste in die Herzen der Zuschauer. Trainiert wird sie von Jennifer Brücher. Vollendete Körperbeherrschung paarte sich mit Rhythmik und Charme und sorgte für die erste Rakete.

„Der Bote vom Kreistag“, Werner Sorg aus Nastätten, lies das alte Jahr in Reimform Revue passieren. „Begrüßen, so ist es des Protokollers Pflicht, muss man alle, ob sie sind prominent oder nicht. Zu allererst grüß ich den Innenminister, da unten der schicke aus Kamp das ist er, gerade gekommen von wichtigen Terminen, irgendwie muss man sich ja die Diäten verdienen, muss für die „GROKO“ der Basis die Stimmen abgeben. Dann stellte er noch fest, dass der Rhein-Lahn-Kreis der Kreis mit den meisten Umleitungen ist.“

Obermöhn Desiree Teitge mit ihren Möhnen „Immerfroh“ aus Lahnstein, zeigten tänzerisch parodisch, dass es ein Funkenmariechen nicht einfach hat. Das erste bunte Bühnenbild entstand an diesem Abend bei der Ordensverleihung der Vereine. Der TV Hahnstätten präsentierte seinen Gardetanz (Trainerin ist Silvia Hofmann). Das Publikum gehörig in Fahrt brachten musikalisch die „Lokalpatrioten“, die sechsköpfige Band um Michael Güls. Hits zum Mitsingen interpretierten sie aufs Beste. Tänzerisch gab es weitere Highlights: Das 28-köpfige „Showballett“ (Trainerin: Doris Pietzka und Bianca Zapp) der Traditionsgarde Rot-Weiß Lahnstein, begeisterte mit eigener Kulisse für ihren Beitrag „Nachts im Museum“.

Zwei Einbrecher erweckten die Exponate zum Leben. Daraufhin ging es tänzerisch von den Pharaonen bis zu den Mayas rund um die Welt. Abwechslungsreiche Kostümen (wurden selbst genäht) sowie eine tolle Tanzdarbietung mit ideenreiche Choreografie, eigener Interpretation des gleichnamigen Films, sorgten für tolle Bilder, riesigen Applaus und Zugabe.

Dann war es soweit. Zur fort geschrittener Stunde steigerte sich die Spannung um Frage: Wer kriegt dies Johr die Kapp?“

„Wer wird Kappenträger Nummer 16, wer wird gleich hier oben jubeln oder im Saal erst mal einen Riesenschreck bekommen? Bevor es soweit ist, bevor der Trommelwirbel erklingt, die Flitter-Bombe platzt und der Name fällt, bevor die schwere Trophäe in Form der Keramik-Narrenkappe aus dem Hause Ebinger, ein Unikat von künstlerischem Wert, die Urkunde und alle Weihen überreicht werden, blicke ich auf bisherige Auszeichnungen zurück. Alleine das Wort Würdenträger ist in diesem Jahr falsch, denn wir haben eine Würdenträgerin! Das gab‘s schon lange nicht mehr, denn nach der allerersten Trägerin der Rhein-Lahn-Kapp, Eva Bonn aus Lahnstein gab es nur mit Karin Karbach aus Osterspai noch eine weitere Frau, die mit der Rhein-Lahn-Kapp ausgezeichnet wurde. Letztes Jahr kam der Kappenträger von der Lahn. In diesem Jahr ist es Eine aus dem Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal. Aus welchem Ort kommt unsere diesjährige Kappenträgerin? Ein Hinweis: der Verein, in dem sie aktiv ist, trägt den Namen der wichtigsten Sehenswürdigkeit aus diesem Ort im Namen. Fragt sich jetzt mancher, ich weiß nicht, was soll es bedeuten? Die Trägerin der Rhein-Lahn- Kapp 2018 ist Daliah Geisel, Obermöhne der Loreley-Möhnen!!“

Standing ovations, lang anhaltender Applaus und eine große Überraschung für Daliah Geisel

Daliah Geisel freute sich sehr, bedankte sich, wies aber auch daraufhin, dass es nicht ihr alleiniger Verdienst ist, dass sie jetzt hier oben stünde. Ohne ihre Frauen, die immer zu ihrer Seite stehen, wäre dies nicht möglich.

Weiter ging es mit einer tänzerischen Zeitreise des Showballets des CCO Lahnstein. Dominik Vogt und seine 12 Jungs vom KKC Kamp-Bornhofen „Crazy Dudes“ gingen tänzerisch auf den Karnevalistischen Kriegspfad der Apachen. Karl Krämer der „Lohnschdener Jung“ sorgte vor dem Einzug der anwesenden Tollitäten und Repräsentantinnen, nochmal für Bewegung der Lachmuskeln. „Er hatte sich vorgenommen, mit Yoga die Pfunde los zu werden. Seine Frau fragte ihn: „Warum liegst du denn da so auf dem Boden?“ Ich mache Yoga und das ist eine Kerze! Bah, Schatz, du hast gerade gepupst. Noja, dann war es eine Duftkerze“.

Mit einem tollen, bunten Bühnenbild ging ein großartiger Abend zu Ende.

Mit allen Gästen auf der Bühne und einem tollen, bunten Bühnenbild ging ein großartiger Abend zu Ende.

Mit allen Gästen auf der Bühne und einem tollen, bunten Bühnenbild ging ein großartiger Abend zu Ende.

Kelly Carey vom CCO Lahnstein tanzte sich in die Herzen der Zuschauer.

Kelly Carey vom CCO Lahnstein tanzte sich in die Herzen der Zuschauer.

Die Tanzgruppen zeigten tolle Darbietungen.

Die Tanzgruppen zeigten tolle Darbietungen.

Daliah Geisel (mitte), Obermöhne der Loreley-Möhnen, bei der Überreichung der Rhein-Lahn-Kapp. Fotos: MFU

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