Allgemeine Berichte | 23.11.2020

EINE-WELT Linz e.V.

Das Interesse an fair gehandelten Produkten wird immer größer

Das Konzept von Fair Trade bringt es mit sich, dass die Kunden des Weltladens im Vergleich zu konventionell produzierten Waren meist etwas mehr zahlen muss. Dafür bekommen sie gute Qualität und ein gutes Gewissen obendrauf. Fair-Trade-Siegel auf Produkten versprechen, dass ökologische, ökonomische und soziale Standards bei der Herstellung eingehalten werden. Und dass den Herstellern Mindestpreise dafür gezahlt werden und dass keine Kinderarbeit dahintersteckt.Foto: Weltladen Linz

Linz. Trotz oder vielleicht gerade wegen Corona läuft es ganz gut im „kleinen Fair-Trade-Kaufhaus“, dem Weltladen Linz. Jetzt, in der Vorweihnachtszeit, haben die Mitarbeiter*innen ein besonderes Augenmerk auf die Ladendekoration und die vielen neuen Geschenkartikel.

Das Interesse der Menschen an fair gehandelten Produkten wird immer größer; der Umsatz auch. Was der Weltladen Linz erlebt, dass lässt sich auf ganz Deutschland übertragen. Kaum eine Branche wächst so rasant wie das Geschäft mit den Produkten für eine bessere Welt. Wer es denn möchte, kann seinen Haushalt, seine Liebsten und sich selbst mit vielen Fair-Trade-Produkten ausstatten und so die Kleinbauern in Afrika, Lateinamerika und Asien unterstützen.

Viele adventliche und weihnachtliche Leckereien warten auf Kund*innen

Immer mehr Deutsche interessieren sich für die Herkunft ihrer Einkäufe. Sie greifen verstärkt zu Produkten aus fairem Handel – auch als Geschenk zu Weihnachten. Dabei geht es schon lange nicht mehr nur um Kaffee und Schokolade. Mittlerweile werden Pralinen, Wein, Olivenöl, Schals, kuschelige Wolldecken und Pantoffeln bis hin zu schicken Taschen, Geschenkkörben und ungewöhnlichem Silberschmuck verkauft. Den Kunden werden darüber hinaus hochwertige fair gehandelte Seifen, Shampoos, Duschgels, Cremes, Schönes und Praktisches für die Küche, den Tisch und das Bad sowie weihnachtliche Dekoartikel, Christbaumanhänger, Krippen aus verschiedenen Materialien und vieles mehr angeboten.

Ob Adventskalender mit leckeren Überraschungen, faire Spekulatius oder der „wahre“ Nikolaus, originalgetreu mit Mitra und Bischofsstab. Der Weltladen hat viele adventliche und weihnachtliche Artikel, die auf die Kund*innen warten. Das Motiv des Adventskalenders wurde in diesem Jahr auf die Bitte von MISEREOR vom südafrikanischen Künstler Toby Newsome gezeichnet, einem bekannten Illustrator von Kinderbüchern, der in der Millionenstadt Johannesburg zu Hause ist.

Fairer Handel immer noch ein „Nischenmarkt“

Inzwischen gibt es in den deutschlandweit rund 800 Weltläden sowie Supermärkten und weiteren Geschäften tausende von Produkten aus Fairem Handel. Das klingt zunächst beeindruckend. Doch leider handelt es sich in Deutschland beim Fairem Handel immer noch um einen „Nischenmarkt“ mit geringem Marktanteil. Verglichen zum Beispiel mit der Schweiz oder Großbritannien, wo einzelne Fair-Trade-Produktsparten Marktanteile von bis zu 30 Prozent erreichen, ist das wenig.

Glaubt man den Experten, besitzt der Faire Handel ein enormes Wachstumspotential: Je mehr fair gehandelte Artikel sich in den Regalen tummeln, desto mehr werden verkauft. Irgendwie logisch. Allerdings ist der Boom der Fair-Trade-Branche auch auf eine „Sensibilisierung der Verbraucher“ zurückzuführen. Die Konsumenten berücksichtigen beim Einkauf zunehmend Faktoren wie Herkunft und Qualität.

Zuschüsse für soziale Projekte oder den Aufbau der Infrastruktur

Um eine faire Teilnahme am Geschäft und eine gerechte Verteilung des Gewinns geht es bei Fair Trade - aber auch um Verantwortung. Neben den existenzsichernden Preisen gibt es Zuschüsse für soziale Projekte oder den Aufbau der Infrastruktur. In einigen Regionen errichten sie Schulen, Kindergärten oder Sozialstationen, woanders investieren sie in klimafreundlichere Anlagen. Wichtig dabei auch, dass die Produzenten bei der Verwendung der Mehreinnahmen „freien Spielraum“ haben. Mehr als eine Million Kleinbauern und Arbeiter in rund 60 Ländern können ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen so nachhaltig verbessern und Hunger und Armut langfristig bekämpfen.

Das Konzept von Fair Trade bringt es mit sich, dass die Kunden des Weltladens im Vergleich zu konventionell produzierten Waren meist etwas mehr zahlen muss. Dafür bekommen sie gute Qualität und ein gutes Gewissen obendrauf. Fair-Trade-Siegel auf Produkten versprechen, dass ökologische, ökonomische und soziale Standards bei der Herstellung eingehalten werden. Und dass den Herstellern Mindestpreise dafür gezahlt werden und dass keine Kinderarbeit dahintersteckt.Foto: Weltladen Linz

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