Allgemeine Berichte | 18.06.2021, 12:09 Uhr

Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr-Eifel e.V.

Das Leid der Straßenkatzen bleibt unsichtbar

Straßenkatze mit Kätzchen.Foto: privat
127

Kreis Ahrweiler. Die Zahl der Straßenkatzen in Deutschland wird auf rund zwei Millionen geschätzt. Die Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr-Eifel, möchten gemeinsam mit anderen Vereinen und dem Deutschen Tierschutzbund, der die Kampagne „Tierheime helfen. Helft Tierheimen!“ ins Leben gerufen hat, auf die Situation von Straßenkatzen und das Leid der Tiere aufmerksam machen.

Etwa 32 bis 40 dieser Straßenkatzen betreut der Katzenschutzverein gemeinsam mit tierlieben Menschen an sieben Futterstellen. Im Katzenhaus und auf den Pflegestellen versorgen die Katzenschutzfreunde derzeit 42 Katzen, darunter 22 Kitten. Regelmäßig nehmen sie viele Katzen auf, die als unerwünschter Nachwuchs zur Welt kamen oder ausgesetzt wurden, wie die zuletzt in einem Müllsack entsorgten zwei Katzenbabys, die dank aufmerksamer Menschen überlebt haben. Die Unterbringung und Versorgung der Jungkatzen stellt den Verein Jahr für Jahr vor große Herausforderungen, was die räumlichen und finanziellen Kapazitäten angeht. Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten Straßenkatzen nicht in ein Zuhause vermittelt werden können, wenn sie in ihren ersten Lebenswochen keinen engeren Kontakt zu Menschen hatten.

Kastration ist die einzige, langfristige Lösung

Die Situation ist problematisch, denn Straßenkatzen sind häufig krank und unterernährt – zudem sehr scheu. An kontrollierten Futterstellen lassen sich die Tiere jedoch mit etwas Glück einfangen, damit der Verein sie medizinisch versorgen und kastrieren lassen kann. So lässt sich eine weitere unkontrollierte Vermehrung eindämmen.

Die Katzen werden zudem gekennzeichnet und beim Haustierregister TASSO registriert. Anschließend lassen sie die Tiere meist wieder in ihrem angestammten Revier frei und die Katzengruppe wird vor Ort weiter überwacht. Der zeitliche und finanzielle Aufwand für diese Aktionen ist enorm und wäre ohne Spenden unmöglich. Denn die Vereine erhalten dafür keine kostendeckenden Zuschüsse vom Land oder der Kommune.

Am Ende kann langfristig nur die flächendeckende Kastration der Straßenkatzen – in Kombination mit der konsequenten Kastration von Freigänger Katzen – zu sinkenden Populationen führen. Vielen Katzenbesitzern ist diese Problematik oft gar nicht bekannt, daher versuchen die Katzenschutzfreunde weiterhin durch Öffentlichkeitsarbeit zu informieren und aufzuklären sowie auf die Notwendigkeit hinzuweisen, Freigänger Katzen kastrieren zu lassen. Ebenfalls brauchen sie dringend die Unterstützung der Kommunen, die bisher noch keine Katzenschutzverordnung eingeführt haben – gemeinsam kann so proaktiv Tierleid verhindert werden.

Sollte jemandem eine Katze auffallen, die augenscheinlich Hilfe benötigt, bitte bei den Katzenschutzfreunden m,elden. Die Hotline (0 26 46) 91 59 28 ist montags bis samstags von 9 bis 18 Uhr erreichbar oder man schreibt eine E-Mail an info@katzenschutzfreunde.de.

Mehr Informationen zur Kampagne finden Interessierte unter: www.tierheimehelfen.de/katzenschutz.

Straßenkatze mit Kätzchen. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto: privat
9

Sie gehören zum Straßenbild: schlichte Holzkreuze, manchmal mit Blumen und kleinen Stofftieren geschmückt, die an einen tödlich verunglückten Menschen erinnern. Denjenigen, die daran vorbeifahren, bleibt ein flüchtiger Blick; andere halten vielleicht einen Augenblick inne, werden nachdenklich und still, auch wenn sie die Person nicht kannten. Wem fällt in einer solchen Situation nicht der Spruch ein,...

Weiterlesen

Autor Hans-Georg Klein (vorne, Dritter von links) mit Ehrengästen bei der Vorstellung seines neusten Buchs zur Geschichte von Ahrweiler. Fotos: DU
27

Ahrweiler. Dass eine Stadt wie Ahrweiler, deren erste urkundliche Erwähnung mittlerweile 1.133 Jahre zurückliegt und die überaus reich an Traditionen und Brauchtum ist, ganz viel Geschichte und noch mehr Geschichten hat, ergibt sich allein schon aus eben jenen Tatsachen. Und wenn hier von „viel“ und „noch mehr“ die Rede ist, dann ist das durchaus wörtlich zu nehmen, reicht doch das historische Ahrweiler-Spektrum...

Weiterlesen

Geliebt und unvergessen!
640

Region. Ein Kind zu verlieren ist für Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde ein einschneidendes Erlebnis, welches das ganze Leben verändert. Am 2. Sonntag im Dezember, dem 13. Dezember 2026, gedenken die Menschen weltweit der verstorbenen Kinder. Seit 1996 tun dies verwaiste Eltern und Geschwister zusammen mit ihren Angehörigen, indem sie um 19.00 Uhr brennende Kerzen in die Fenster stellen....

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag Imageanzeige
Rund um´s Haus
Brautmodenschau am 8. November 2026
Titelanzeige Remagen
Imageanzeige Spezialisten für Ihr Lächeln
Weitere Artikel
Weihnachtsstimmung beim VHB (mit KI erstellt)
1257

Neuwied-Heddesdorf. Eine Feuerschale, warme Lichter, der Duft von Glühwein und frisch gebackenen Reibekuchen – manchmal braucht es gar nicht viel, um für ein paar Stunden den Alltag hinter sich zu lassen und gemeinsam die Adventszeit zu genießen.

Von DRP Events & More Claudia Wischmann aus Neuwied

Weiterlesen