Schülerinnen und Schüler der Vischeltalschule freuten sich an uraltem österlichen Brauch
Das schönste Osterfeuer der Welt
Krälingen. Der letzte Schultag vor den Osterferien stand für die Kinder der Vischeltalschule wieder einmal ganz im Zeichen eines kleinen Osterfeuers, welches die Organisatoren am frühen Morgen auf dem Sportplatz entzündet hatten. Der Brauch des Osterfeuers ist seit 1559 offiziell belegt, hat aber seine Wurzeln vermutlich schon viel früher in der vorchristlichen Tradition. Dabei steht das Osterfeuer symbolisch für die Sonne als Mittelpunkt des menschlichen Lebens. Im Frühjahr wurde mit diesen Frühlingsfeuern die Sonne (als Sieger über den langen Winter) begrüßt. Außerdem galten sie als Kult zur Sicherung der Fruchtbarkeit, des Wachstums sowie der Ernte. Im Frankenreich (um 750) wurde die Bedeutung der Frühlingsfeuer auf Gott bzw. Jesus Christus übertragen. Seit dem 11. Jahrhundert sind die Osterfeuer auch in Deutschland nachgewiesen.
Das Osterfeuer steht aber auch für Liebe, Menschlichkeit und Frieden. Auch ein kleines Osterfeuer kann viel Freude machen, wie in Krälingen zu sehen und zu hören war. Eine Feier ohne Musik oder Gesang ist nämlich für die Schülerinnen und Schüler der Vischeltalschule einfach undenkbar. Über den Höhen von Krälingen klangen so, begleitet durch die Blockflötengruppe der Musiklehrerin Frau Happe, fröhliche Frühlingslieder. Für viele Kinder war es zudem das schönste Osterfeuer der Welt, konnte doch hier das Stockbrot, das die Betreuerinnen der Nachmittagsbetreuung vorbereitet hatten, auf der Glut gegart und anschließend verspeist werden. Auf dem Gelände rund um das Sportlerheim galt es obendrein, verborgene Ostereier und –hasen zu suchen. Mit strahlenden Augen wurde jedes gefundene Ei lautstark begrüßt. Es war bereits das fünfte Mal in Folge, dass die Aktion auf dem Sportplatzgelände gestartet wurde.
