Allgemeine Berichte | 29.04.2025

Großangelegte Kommunikationskampagne zum Wiederaufbau

„Das wird“: Neue Maßnahmen für den Flut-Wiederaufbau in Altenahr

Vor dem provisorischen Altenahrer Rathaus: Akteure des Wiederaufbaus geben mit Staatssekretärin Simone Schneider (5. Von rechts) den Startschuss für die großanlegte Kommunikationskampagne.  Foto: GS

Altenahr. Ahrtalschule, Warten auf Baugenehmigung, Volumen 38 Millionen Euro, Fertigstellung in 2027. Grundschule Dernau und Sporthalle, Förderantrag gestellt, Volumen 12,5 Millionen Euro, Fertigstellung 2028, Sporthalle Altenahr, Start im Simmer, Volumen 14,4 Millionen Euro, Fertigstellung 2027. Dernau, 123 Maßnahmen, Volumen 109 Millionen Euro, Rech, 68 Maßnahmen, Volumen 56 Millionen Euro, Mayschoß, 93 Maßnahmen, Volumen 90 Millionen Euro. Zahlen, Daten, Fakten. Nach der Flutkatastrophe im Jahr 2021 hat die Verbandsgemeinde Altenahr mit ihren zwölf Ortsgemeinden im Rahmen des Maßnahmenplanverfahrens 798 Aufbaumaßnahmen mit einem Schadensvolumen von rund 1,3 Milliarden Euro an öffentlicher Infrastruktur gemeldet. Der geplante Sanierungszeitraum erstreckt sich voraussichtlich bis zum Jahr 2031.

Die Verbandsgemeinde Altenahr möchte die Menschen in den Ortsgemeinden zukünftig noch besser zu den lokalen Aufbaumaßnahmen informieren. Unter dem Motto „Das wird.“ hat sie deshalb eine Kampagne ins Leben gerufen, die verschiedene neue Kommunikationskanäle mit einer gezielten Strategie und einer gemeinsamen Visualität verbindet. Der Startschuss erfolgte bei einer Auftaktveranstaltung mit Innen-Staatssekretärin Simone Schneider .

Zuversicht, Tatkraft und Entschlossenheit stehen im Mittelpunkt der neuen Kommunikationskampagne, welche die Verbandsgemeinde Altenahr der Presse sowie politischen Vertreterinnen und Vertretern am Montag im Rathaus am Roßberg vorstellte. Das Motto: Der Wiederaufbau erfordert Zeit und Sorgfalt, doch auf dem Weg zu einer sicheren, lebenswerten und zukunftsfähigen Heimat geht es voran.

Dominik Gieler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde, stellte die Eckpunkte der Kampagne vor. „Der Wiederaufbau ist bei uns in vollem Gange: Wir wollen, dass unsere Bürgerinnen und Bürger sehen, dass es vorangeht“, erklärte er. „Dabei geht es auch darum, zu zeigen, welche Erfolge und Fortschritte wir bereits gemeinsam erreicht haben und worauf wir stolz sein können.“ Darüber hinaus möchte die Verbandsgemeinde die Menschen stärker involvieren und den gegenseitigen Austausch zu den Aufbaumaßnahmen fördern.

Und Staatssekretärin Simone Schneider unterstrich: „Der Wiederaufbau ist kein kurzfristiger Prozess, sondern vor allem eine langfristige, gemeinsame Kraftanstrengung, die Zuversicht und Dialog braucht. Mit der neuen Kommunikationskampagne wird noch mehr Transparenz geschaffen, Fortschritte werden sichtbarer gemacht und die Menschen vor Ort werden aktiv informiert.“ Und so ganz nebenbei: „Dass die Aufbauhilfen fortgeführt werden, steht auch im Koalitionsvertrag.“

Zentrale Info-Plattform

Als zentrale Informationsplattform dient die neue Wiederaufbau-Website der Verbandsgemeinde, die sich derzeit im Aufbau befindet: www.altenahr-daswird.de. In einem Blog und auf Unterseiten für die einzelnen Ortsgemeinden können sich Interessierte in Zukunft über Fortschritte und Meilensteine bei den Aufbaumaßnahmen informieren. Unter dem Menüpunkt „Geschafft!“ werden zudem alle fertiggestellten Maßnahmen einsehbar sein. Außerdem hat die Verbandsgemeinde den neuen WhatsApp-Kanal „Wiederaufbau VG Altenahr“ eingerichtet, der Abonnentinnen und Abonnenten regelmäßig mit aktuellen Meldungen versorgt. Weiterhin sind ein E-Mail-Newsletter, ein Social-Media-Kanal, Podcasts und diverse Veranstaltungsformate geplant. Die Kreativität der Kinder- und Jugendlichen wird zudem bei Ideenwettbewerben gefragt sein. Der erste ist schon gestartet: Bis zum 31.Mai wird das Maskottchen für ein geplantes Malbuch zum Wiederaufbau gesucht.

Bereits vor dem Kampagnenstart hat die Verbandsgemeinde eine öffentliche Umfrage zum Informationsbedarf durchgeführt. „Allein die Tatsache, dass wir knapp 600 Rückmeldungen erhalten haben, zeigt uns, dass an dem Thema sehr hohes Interesse besteht. Die zahlreichen Antworten helfen uns dabei, nun noch gezielter auf die Informationsbedarfe unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger einzugehen“, so Gieler. Viele Umfrageteilnehmende sprachen sich für eine zentrale Informationsplattform und einen WhatsApp-Kanal der Verbandsgemeinde aus. Andere legen Wert auf mehr Transparenz sowie auf verständliche und frühzeitige Information. Für die Kampagne hat sich die Verbandsgemeinde professionelle Unterstützung durch die Agentur ifok GmbH geholt.

50 Baustellen in 2025

Im Zuge der Auftaktveranstaltung gaben Frank Heuser, Leiter der Wiederaufbauabteilung in der Verbandsgemeinde, sowie die Projektsteuerer von Zukunft Mittelahr AöR und Julius Berger International einen Überblick über den weiteren Zeitplan bei den Aufbaumaßnahmen: Bis Ende des Jahres wird es in der Verbandsgemeinde Altenahr auf über 50 Baustellen im Hoch- und Tiefbau sowie an Brücken Bauaktivitäten geben.

Mehr Informationen auch zum Kreativwettbewerb „Malbuch-Maskottchen“ unter: www.altenahr-daswird.de. GS

Vor dem provisorischen Altenahrer Rathaus: Akteure des Wiederaufbaus geben mit Staatssekretärin Simone Schneider (5. Von rechts) den Startschuss für die großanlegte Kommunikationskampagne. Foto: GS

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