Denkmalverein: Änderungen im Vorstand und neue Satzung verabschiedet
Sinzig. Gut aufgestellt im Rückblick auf das alte Jahr wie auch für 2026 sieht sich der Förderverein Denkmalpflege und Heimatmuseum in Sinzig. Das wurde auf der jährlichen Mitgliederversammlung im Schloss deutlich. Die Vorstandswahlen brachten Änderungen in der Besetzung.
Der Vorsitzende Hardy Rehmann berichtet über die umfangreichen Tätigkeiten des Vereins im abgelaufenen Jahr und der Schatzmeister Achim Habbel gab einen transparenten Überblick über die stabile Finanzlage des Vereins. Erneut konnten 2025 zehn Vorträge und Exkursionen angeboten werden. Die Mitgliederzahl ist stabil und erneut wurden umfangreiche Mittel zur Förderung des Heimatmuseums investiert.
Die anwesenden Mitglieder folgten der Empfehlung der Rechnungsprüfer Florian Ritterath und Bernd Ziegler und entlasteten den Vorstand auf Antrag. Bei den turnusgemäßen Vorstandswahlen wurde Hardy Rehmann als Vorsitzender und Achim Habbel als Schatzmeister bestätigt, Habbel wurde zudem als stellvertretender Vorsitzender gewählt. . Neu im Vorstand ist Gabriel Heeren, Leiter des Museums der Stadt Sinzig, als zweiter stellvertretender Vorsitzender. Friederike Gros-Koschinski, Sarah Kasper-Britz und Renate Ruck wurden als Beisitzerinnen bestätigt.
Agens Menacher und Matthias Röcke schieden aus persönlichen Gründen aus dem Vorstand aus und wurden unter Anerkennung ihres langjährigen sehr erfolgreichen und außergewöhnlichen Engagements für den Verein und das Heimatmuseum ehrenvoll verabschiedet.
In einer längeren sehr konstruktiven und konzentrierten Diskussion wurden Veränderungen der Vereinssatzung verabschiedet. Kern der Veränderungen sind Verwaltungsvereinfachungen, Erfahrungen aus den Corona-Lockdowns und Konkretisierungen zu dem Vereinszweck und der Vorstandsarbeit.
Besonders erwähnt wurde die Initiative des Vereinsmitgliedes Bernd Retterath. Auf seine Initiativewurde die Denkmalwürdigkeit der Schießbergschule in 2025 durch das Landesenkmalamt geprüft und als Ergebnis das Umfeld von Rathaus, St. Peter, Zehnthof und Elsa Brandström Ring als Denkmalzone unter Schutz gestellt. Die Schießbergschule selbst, wurde nicht unter Denkmalschutz gestellt. Ein wichtiger Schritt, der dem Sinziger Stadtbild und der historischen Bedeutung der betroffenen Gebäude Rechnung trägt. Dies bedeutet nicht, dass es in dem betroffenen Bereich keine Veränderungen möglich sind, jede Veränderung wird aber daraufhin geprüft, wie sie sich auf die Wirkung des oben genannten Ensembles auswirkt. Die bisherigen Erfahrungen in der Sinziger Innenstadt zeigen, dass sich der Denkmalschutz positiv auf das Stadtbild und das Lebensgefühl sowie den Tourismus auswirkt. Die denkmalgeschützten historischen Gebäude in Sinzig sind in der Regel in einem sehr gepflegten Zustand und setzen sich wohltuend von den Bausünden der 70er Jahre und den unschönen und verwahrlosten „Ruinen“, die es derzeit an zu vielen Stellen im Stadtbild gibt, ab.
Die Mitgliederversammlung endete bei einem Glas Wein und einem regen Austausch der Anwesenden, nachdem sich zum Ende des offiziellen Teils Hardy Rehmann im Namen des Vorstandes bei verdienten Mitgliedern für ihr ehrenamtliches Engagement in 2025 bedankt hatte.
Auch 2026 bietet der Verein zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig e.V. ein abwechslungsreiches Programm von Vorträgen und Exkursionen an. Informationen hierzu erhalten Interessierte unter https://denkmalverein-sinzig.de.
Abschied von der Vorstandsarbeit im Denkmalverein: Matthias Röcke und Agnes Menacher (von links, hier zusammen mit Hildegard Ginzler) wurden von Hardy Rehmann (rechts) gewürdigt . Foto: Denkmalverein
