Allgemeine Berichte | 07.05.2025

Vortrag von Bundesverdienstkreuzträger Prof. Fouquet bei der Kaiser Ruprecht Bruderschaft

Der rechnerische König Ruprecht

Prof. Dr. Gerhard Fouquet (li.) und Kanzler Alexander Thon M. A. Foto: Alexander Thon M. A.

Rhens. Mehr als 35 Damen und Herren waren es, die sich zu einem ganz besonderen Dämmerschoppen im Restaurant „Zur Kripp“ eingefunden hatten. Mit Prof. Dr. Gerhard Fouquet aus Kiel konnten sie einen der herausragenden deutschen Historiker begrüßen, der über den Namenspatron der Bruderschaft, den nach der Absetzung König Wenzels bei Oberlahnstein im Jahr 1400 zum König gewählten Pfalzgrafen Ruprecht (1400-1410) referierte. Im Mittelpunkt von Fouquets Ausführungen standen die finanziellen Rahmenbedingungen seiner Herrschaft und letztlich die Frage, ob der König sich tatsächlich von der Nachwelt nurmehr als „Bankrotteur“ bewerten lassen muss.

In seinem fundierten, rhetorisch geschliffenen Vortrag ging der Referent dabei ausführlich auf die zur Verfügung stehenden Schriftquellen ein, die – für den Historiker und seine zahlreichen Fragen in ihrer Menge natürlich unzureichend – dennoch aussagekräftige Einblicke in das Finanzgebaren seiner Zeit erlauben. So konnte der Herrscher Steuern erheben, doch ob er sie tatsächlich auch erhielt, war eine ganz andere Frage. Wie sich zeigt, lieferten nicht so sehr die Reichsstädte das nötige Geld, sondern vor allem der Adel. Und das verbreitete Kreditwesen brachte sogar noch einen Vorteil: Verschuldung war eine persönliche Angelegenheit, und es verband Schuldner und Geldgeber auf eine keineswegs ehrenrührige Weise miteinander. Bei insgesamt äußerst angespannter Finanzlage gelang dem Herrscher erstaunlicherweise dennoch eine vergleichsweise moderate Konsolidierung, so dass Fouquet bilanzieren konnte: Ruprecht war keineswegs ein „Staatsbankrotteur“, sondern vielmehr ein „rechnerischer König“, der vor seinem Ableben sogar Sorge dafür trug, dass auch sein Apotheker finanziell entschädigt wurde. Im Anschluss beantwortete der mit großem Applaus bedachte Referent geduldig und intensiv die zahlreichen Nachfragen der Zuhörerschaft, die das Thema noch längere Zeit beim Abendessen diskutierte.

Am Sonnabend, den 17. Mai 2025, lädt die Bruderschaft zu einer Exkursion in den Rhenser Stadtwald unter der Leitung von Mitbruder Dieter Kaul (ehemaliger Forstrevierleiter). Auf einer angenehmen, leichten Wanderung wird den Lebensbedingungen der Menschen in den letzten 300 Jahren nachgespürt. Den Abschluss bildet der gemütliche Aufenthalt in einer Grillhütte bei Bratwürsten und Getränken. Die Exkursion beginnt um 10 Uhr am Rettungspunkt 5711 421 an der L208 zwischen Rhens und Waldesch, die Teilnahme ist kostenlos (um eine Spende wird gebeten). Auch ein Fahrdienst ist eingerichtet. Informationen und Anmeldung bei Dieter Kaul: Tel. 02628/987211 – e-mail: dieter.kaul@wald-rlp.de.

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