Allgemeine Berichte | 22.01.2024

Die CCO-Trockensitzung begeisterte wieder die Narren

Nach der entbehrungsreichen Corona-Zeit sind die Aktiven des Carneval Comités Oberlahnstein wieder fast wie in alten Zeiten präsent und haben die Bühnen zurückerobert

Die Tollitäten durften natürlich nicht fehlen. Fotos: CCO Eva Bonn / Wolfgang Nagel

Lahnstein. Bereits im letzten Jahr war zu spüren, dass die Pandemie vorbei war und der Karneval wieder gefeiert werden konnte. Allerdings war der Zuspruch der Bevölkerung teilweise noch etwas verhalten. In diesem Jahr jedoch spürten die Närrinnen und Narren, dass die Zeit der Corona nun vorbei war, auch wenn immer wieder von krankheitsbedingten Ausfällen berichtet wurde, die sich aber um diese Jahreszeit immer häufen. Das CCO hatte beschlossen, zwei Trockensitzungen als Abendveranstaltung und eine Familiensitzung am Nachmittag anzubieten. Die erste Trockensitzung bildete auch wieder den Rahmen für die Inthronisation der Lahnsteiner Tollitäten Prinz und Lahno-Rhenania, aber das fast sechsstündige Sitzungsprogramm war in jeder Hinsicht abwechslungsreich und absolut unterhaltsam. Rund 400 Aktive aller Generationen zeigten beim CCO, was sie können und begeisterten das Publikum in der Stadthalle.

Beeindruckend war bereits die vom Bühnenbauteam um Thomas Back und Gerd Schwan geschaffene Bühne, die mit tollem Licht und passender Musik auf den Einmarsch der großen Gruppe der CCO-Narren, der CCO-Tanzgarde und natürlich des CCO-Elferrates mit seinem Präsidenten Markus Krapf wartete, der in diesem Jahr bereits zum 21. Nicht unerwähnt bleiben soll an dieser Stelle auch das Team hinter der Bühne mit Literat Benedikt Kadenbach, Alexander Hohenbild, Jakob Müller sowie Marwin und Volker Werner. Und für den guten Ton sorgten über viele Stunden die Männer am Mischpult, namentlich Frank Heisterkamp und Julian Kapp mit ihrem Team.

Für Begeisterung sorgten gleich zu Beginn der Sitzung die Kleinsten des CCO, die Kindertanzgarde mit ihrem Showtanz „Hawaii, Mallorca, Ibiza“. Die Kinder nahmen das Publikum mit auf eine Reise zu den schönsten Inseln und beeindruckten mit tollen Kostümen und einer gekonnten tänzerischen Darbietung. Das Trainerteam mit Lisa Fuß, Michaela Dasbach. Isabelle Igel, Kristina Eibel, Melina Sonnak und Johanna Esten konnte stolz auf das Gezeigte sein. Im weiteren Verlauf der Sitzungen erlebte das Publikum auch die tollen Gardetänze der CCO-Juniorentanzgarde und natürlich der großen Tanzgarde.

Auch befreundete Garden und Vereine zeigten ihr Können auf der CCO-Bühne. Die Närrische Turmgarde, die in diesem Jahr ihr viermal elfjähriges Jubiläum feiert, begeisterte mit einem perfekt vorgetragenen Gardetanz.

Die Weltpolitik wurde von „Eule und Spiegel“ wieder heiter-kritisch und musikalisch perfekt verpackt. Hans-Georg und Konstantin Meier nahmen kein Blatt vor den Mund und bezogen auch klar Stellung gegen Rechts und hatten damit das Publikum auf ihrer Seite. Auch die regierende Ampelkoalition bekam ihr Fett weg und ein kleiner Seitenhieb auf die aktuelle Situation vor Ort durfte nicht fehlen.

Neues Gesicht in der Bütt des CCO

Mit Sabine Hohenbild erlebten die Sitzungsbesucher ein neues Gesicht in der Bütt des CCO, das aber im Lahnsteiner Karneval keineswegs unbekannt ist, denn Sabine Hohenbild ist seit einigen Jahren Schatzmeisterin des Vereins und eine echte Bereicherung. In ihrer Bühnenrolle als Stewardess „über den Wolken“ fühlte sie sich wohl und ihr trockener Humor kam beim Publikum besser an als der Tomatensaft in der stickigen Kabine. Viel Applaus war der schönste Lohn für dieses Debüt.

Bereits zum zweiten Mal stand Pfarrer Benjamin Graf beim CCO auf der Bühne. Diesmal berichtete er von seinen Erlebnissen als gefragter Gratulant bei runden Geburtstagen und anderen familiären Anlässen, bei denen es auch schon mal heiß hergehen kann. Dass Benjamin Graf ein Multitalent ist, konnte er einmal mehr unter Beweis stellen.

Die „Kamelle Bon(n) Bons“ mit Karin Karbach und den Schwestern Eva und Vera Bonn bieten immer wieder Clownerie und Parodien der schrägen Art mit Lachgarantie. Diesmal waren sie sportlich unterwegs und hofften auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Paris. Ihre Trainerin im Original-Trainingsanzug von 1972 war mit den Leistungen ihrer Schützlinge nicht ganz zufrieden, doch am Ende überzeugten sie mit ihrer eigenen Form der Rhythmischen Sportgymnastik.

So wird beim CCO auch ein eher trockener Programmpunkt wie das Tellersammeln zum Highlight. Gemeinsam mit Markus Krapf trat Maja Schmidt auf und die beiden stellten nicht nur die Frage „Wer soll das bezahlen“, sondern hatten auch den aktuellen Kölner Hit über „Romeo und Julia“ im Gepäck. Und weil auch dieser Programmpunkt so perfekt dargeboten wurde, muss an dieser Stelle die tolle Leistung der Band „Discover“ mit Benny Breuch, Peer Krahulik und Mario Levin-Schröder erwähnt werden, denn mit ihrer Musik sind Konserveaufnahmen bei den Bühnenakteuren nicht mehr nötig. Und „live“ klingt einfach alles viel besser.

Wenn Sitzungspräsident Markus Krapf seinen Freund Karl Krämer auf der CCO-Bühne ankündigt, geht immer eine Welle der Freude durch den Saal. In diesem Jahr hatte Krämers Karl seinen Vortragsstil zumindest anfangs in Reimform gebracht und strahlte in seiner Rolle als Optimist. Aber auch seine Anekdoten aus dem Alltag und die kleinen Geschichten seiner Eltern Dieter und Inge“ durften nicht fehlen und sein Lied Ich liebe das Leben“ brachte auf den Punkt, was Karl Krämer seit über drei Jahrzehnten auf der CCO-Bühne und im ganzen Land zeigt: Lebensfreude und Heiterkeit.

Dass auch im Himmel die Hölle los sein kann, bewies einmal mehr das Showballett der Traditionsgarde Rot-Weiß. Das Trainerinnenteam Bianka Zapp und Doris Pietzka hatte eine tolle Show auf die Beine gestellt, die das Publikum zu Beifallsstürmen hinriss. Wunderschöne Kostüme und viele originelle Ideen sind immer wieder die Erfolgsgaranten der „Rot Weißen“, die auch in diesem Jahr das Publikum mitreißen und begeistern konnten.

Für Wellen der Begeisterung sorgten die Lahnsteiner Tollitäten Prinz Marco I. von der geselligen 24er Schar in ihrem 100. Jubiläumsjahr“ und Ihre Lieblichkeit Lahno-Rhenania Marie I. mit ihrem Stab und einem tollen und riesigen Gefolge durch die Prinzengarde Funken Blau-Weiß mit ihrem General Dirk Ely. Es war ein tolles Bild, als diese Hundertschaft uniformierter Gardistinnen und Gardisten den Saal eroberte und die beiden Tollitäten dann mit viel Witz und Schlagfertigkeit für eine tolle Stimmung sorgten.

In der zweiten Trockensitzung überraschte die Kinderlahno-Rhenania Lotta I. als Solotanzmariechen das begeisterte Publikum.

In Zeiten von Fake-News und schlechten Nachrichten allerorten war es natürlich auch wieder Zeit für den Clown aus der Kist“. Der Elfte Kanal mit Manfred Radermacher begeisterte auch in seinem 40. Jahr in dieser Rolle das Sitzungspublikum mit unglaublichen Geschichten und Zusammenhängen von lokalen Ereignissen im globalen Durcheinander. Der verkehrte Verkehr und die geplante Bundesgartenschau waren nur einige Themen aus dem Lahnsteiner Mikrokosmos. Gemeinsam mit Hans-Georg Meier besang er auch den Klimawandel und zeigte den Verkehrsteilnehmern, wie man „links eromm und rechts eromm“ durch die Stadt kommt.

Spätestens seit den CCO-Trockensitzungen weiß in Lahnstein jeder, was sich hinter dem Wort „Kabelbrand“ verbirgt: eine elfköpfige Band aus jungen Lahnsteiner Musikerinnen und Musikern, die mit aktuellen Hits und Evergreens aus dem breiten Spektrum der Karnevalsszene das Publikum mitriss, das diese neue Band gar nicht mehr von der Bühne lassen wollte. Mal rockig, mal etwas ruhiger und immer mit einem satten Bläsersatz ausgestattet, sind die Musiker von „Kabelbrand“ der neue Stern am Lahnsteiner Narrenhimmel.

Sitzungspräsident Markus Krapf musste das Publikum im Saal erst einmal beruhigen, denn der Auftritt des CCO-Showballetts verlangte volle Konzentration. Ein ganzes Jahr lang hatten die fast 40 jungen Damen und ein Herr tänzerische Höchstleistungen gepaart mit akrobatischen Hebefiguren und Würfen trainiert. Die Reise in den Dschungel“ riss das Publikum auch zu später Stunde zu Beifallsstürmen hin. Athina Butto, Jasmin Kalb und Michaela Dasbach hatten viel Herzblut und Arbeit in diese Darbietung gesteckt und waren sichtlich stolz auf den großen Erfolg.

Das große Finale

Bevor das große Finale zu den Klängen von „Ole ole Fiesta“ die Sitzung beendete, eroberte der CCO-Elferrat mit seiner Piratenshow die Bühne. Captain Hurley (Ehrenelferratspräsident Wilfried Röllig) trat gegen seinen Konkurrenten Jack Sparrow (Markus Krapf) an, wobei die Frau, um die es ging (Armin „Sturzi“ Schramm), nicht gerade ein Hauptgewinn war. Der Auftritt, die Show an sich aber schon. Welcher Karnevalsverein im Land hat schon einen Elferrat, der nicht nur singen, sondern auch tanzen kann. Trainerin Yvonne Jäger unterstützte „ihre Jungs“ auch tänzerisch und hatte die Truppe stets im Griff.

Zum großen Finale auf der Bühne versammelten sich noch einmal alle Aktiven des Abends, ergänzt durch CCO-Elferratsmitglied Jannik Bersch, der als Mainzer Hofsänger eine tolle Karriere hingelegt hat und nun viel in der Landeshauptstadt unterwegs ist. Mit Genehmigung der Hofsänger durfte er sein Bühnenkostüm auch im CCO tragen und seinen Heimatverein gesanglich unterstützen.

Wer das Programm der CCO-Sitzung noch sehen möchte, hat dazu am 4. Februar ab 14 Uhr in der Stadthalle Gelegenheit. Dort gibt es dann die CCO-Familiensitzung mit einem etwas kürzeren Programm, aber mit allen Aktiven des CCO. Karten gibt es noch bei der Wäscherei Glatt+Sauber, Adolfstraße 70. BA

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