Allgemeine Berichte | 05.10.2017

Junge Retter bei Berufsfeuerwehrtag gefordert

Die meisten Handgriffe sitzen bereits

Die Jugendlichen der „Thurer“ Jugendfeuerwehr. E. Brüning

Weißenthurm. In der Feuerwache am Stierweg ertönte die Alarmmeldung, dass die automatische Brandmeldeanlage auf einem Firmengelände an der Hauptstraße ausgelöst hatte. Die Uniformen wurden hastig übergezogen, die Fahrzeuge besetzt und zur vermeintlichen Einsatzstelle losgefahren. Soweit alles wie immer. In diesem Fall waren die Besatzungen der roten Autos aber mit Jungen und Mädchen der Weißenthurmer Jugendfeuerwehr besetzt. Der stellvertretende Jugendwart Lukas Zeyen hatte den Nachwuchs zum traditionellen „Berufsfeuerwehrtag“ eingeladen. Das Konzept: Von Freitag auf Samstag bezog man das Feuerwehrhaus und arbeitete mehrere Einsatzszenarien ab. Zwischendurch blieb genug Zeit um Fahrzeugkunde zu betreiben und gemeinsam eine DVD im Schulungsraum zu schauen. Jugendwart Nils Klein dazu: ,,Wir führen diese BF-Tage seit mehreren Jahren durch. Für die Kids ist das immer ein Highlight“. Und so wundert es einen nicht, dass bei der ganzen Gruppe von 15 Nachwuchsrettern die Stimmung bestens ist. Gegen 20.30 Uhr ertönt es zum zweiten Einsatz an diesem Tag. Gemeldet wurde ein Gebäudebrand am alten Stierweg. Hier sitzen alle Handgriffe: Löschangriff, Installieren mehrerer Lichtquellen, Befehle und Lagemeldung – das Zusammenspiel passt. Zurück in der Feuerwache lieferte der örtliche Pizzalieferant entsprechend für die hungrigen Mäuler Verpflegung an. Am späten Abend galt es dann schließlich, bei einer Personensuche an der Nette zu agieren. Erfolgreich: Trotz Dunkelheit, aber mit ausreichend LED-Lampen ausgestattet, fand man den Hilfesuchenden. Dieser musste über die Nette gerettet werden. Eine technische Hilfeleistung der besonderen Art. Bis zum Samstagmorgen war es dann ruhig. Um sechs Uhr morgens rief eine brennende Mülltonne die Jugend auf den Plan. Schnell war diese gelöscht und so konnten sich die Jungen und Mädchen gemeinsam mit dem Betreuerteam zum Frühstück zusammensetzen, bevor am Vormittag noch einmal zu einem Verkehrsunfall alarmiert wurde. Dass die Jugendarbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr fasziniert, zeigt auch die große Resonanz in den sozialen Netzwerken. Für den Berufsfeuerwehrtag bot man Interessierten auf dem Feuerwehraccount im Bilderdienst „Instagram“ mit einer Livestory und dem Hashtag „#bftag17“ einen spannenden Einblick in diese Langzeitübung.

Und wie fällt die Bilanz aus? „Positiv“, meinen Jugendwart Nils Klein und Stellvertreter Lukas Zeyen. Für Letzteren war es die Abschiedsübung mit der „Thurer“ Jugendfeuerwehr. Zeyen muss sein Amt schweren Herzens aus beruflichen Gründen abgeben. Natürlich nicht ohne ein schönes Abschiedsgeschenk der Kids in bebilderter Form. Eine ganz tolle Truppe eben.

Hier war handwerklichen Geschick gefragt: Eine vermisste Person musste über die Nette gerettet werden.

Hier war handwerklichen Geschick gefragt: Eine vermisste Person musste über die Nette gerettet werden.

Die Jugendlichen der „Thurer“ Jugendfeuerwehr. Fotos: E. Brüning

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