LJV Rheinland-Pfalz: Wiesen tierschutzgerecht mähen
Effektive Wildtierrettung beginnt vor der Mahd
Region. Das regnerische Wetter hat in vielen Teilen von Rheinland-Pfalz die Wiesenmahd verzögert. Doch sobald es trocken wird, rasen die Mähmaschinen über die Wiesen - mit manchmal fatalen Folgen für viele Jungtiere. Effektive Wildtierrettung beginnt bereits vor der Mahd. Landwirte sollten - wann immer möglich - von innen nach außen mähen, denn das eröffnet den Wildtieren Fluchtmöglichkeiten. Mit der konventionellen Mähmethode (von außen nach innen) wird den Wildtieren eine Flucht erschwert. Vor allem Kitze fliehen bei herannahender Gefahr nicht - sie drücken sich ins Gras und vertrauen auf ihre Tarnung. Daher werden sie oft von dem Mähwerk erfasst und getötet.
Landwirte sollten Jäger vor der Mahd informieren
Darüber hinaus sollten Landwirte den Jägern den bevorstehenden Mahdtermin mitteilen und vorhandene Wildretter nutzen. Jäger sollten die Wildtiere vor der Mahd von den Wiesen verscheuchen, indem sie mindestens 24 Stunden vorher die Wiesen mit geeigneten Jagdhunden absuchen. Knistertüten, Flatterbänder oder Kofferradios, die an den Wiesen aufgestellt werden, halten die Wildtiere davon ab, die Grünflächen als Rückzugsgebiete zu nutzen. Rehmütter empfinden die Wiesen dann als nicht mehr sicher genug und ziehen mit ihren Kitzen um.
Kostenlose Info-Broschüre
Zusätzlich können Jäger und Landwirte die vom Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. und der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz veröffentlichte Info-Broschüre „Wildtiere schonen – von innen nach außen mähen!“ kostenlos unter www.ljv-rlp.de downloaden. Darin sind einige wildtierfreundliche Mähtechniken erklärt. Pressemitteilung
Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V.
