Närrisches Corps Blau-Weiß Niederberg vergibt Orden „Pour le Carneval“ diesmal an gleich vier Auserwählte
Ehrung für verdiente Koblenzer Karnevalisten
Peter Gries, Günter Pauli, Werner Emmerich und Bernd Müller gehören künftig der frohen Gemeinschaft an
Koblenz. Alljährlich zeichnet das NC Blau-Weiß zwei Persönlichkeiten, die sich um Freundschaft und Verständigung im Koblenzer Karneval verdient gemacht haben, mit dem Orden „Pour le Carneval“ aus. Diese Entscheidung wird stets im Verlauf eines festlichen Essens vom NC-Vorstand unter Leitung des Vorsitzenden Otto Fischer gemeinsam mit den bisherigen Ordensträgern gefällt.
Da die Session 2017/2018 durch die Prinzengestellung der Blau-Weißen eine ganz besondere ist, wartet man mit einer besonderen Überraschung auf: Es gibt nicht zwei Auserwählte, denen diese hohe Ehrung zuteilwird, sondern gleich vier. Neben den am Wahlabend Bestimmten und mit Vorfreude in dem illustren Kreise erwarteten beiden neuen Ordensbrüdern Peter Gries und Günter Pauli gibt es noch zwei weitere, und diese kommen aus der NC-Vorstandsreihe: Werner Emmerich und Bernd Müller. Beide waren völlig ahnungslos, dass sie auf Initiative des Vorsitzenden Otto Fischer durch eine Briefwahl bei regster Beteiligung der angeschriebenen Ordensschwestern und -brüder auserkoren wurden, künftig dieser frohen Gemeinschaft mit anzugehören.
Schon als Kind mit der Carnevalitis infiziert
Begonnen wird mit der Vorstellung der Erstgenannten: Peter Gries wurde 1969 in Koblenz geboren, wuchs in Kobern-Gondorf auf und kam dort bereits in Kindertagen mit dem Bazillus Carnevalitis in Berührung. In den Internatsjahren in Baden-Baden lernte er dann auch den dortigen Fasching kennen. Internationale kaufmännische Lehr- und Wanderjahre schlossen sich der Schulzeit an, bevor er ins elterliche Unternehmen Griesson-de Beukelaer heimkehrte, mit Fleiß und Erfolg alle Stufen erklomm bis hin zur heutigen verantwortlichen unternehmerischen Führung der Firma. Der verheiratete stolze Vater zweier Töchter nennt als Hobbies das Reisen, oft in die Staaten, das Fotografieren und ein schon immer vorhandenes großes Interesse an Neuen Medien, Kommunikation, Computer und Musik. Wie groß sein Interesse aber auch an der heimischen Fastnacht ist, das beweisen nicht nur die im überreichen Maße als Wurfmaterial beglückenden köstlichen Produkte der Firma Griesson-de Beukelaer, die er als einer der Hauptsponsoren den AKK-Vereinen nur zu gerne zur Verfügung stellt, sondern sein stets spürbarer Spaß an der Freud.
Von der Narrenszene vielfach ausgezeichnet
Man fühlt sich wohl in seiner Gesellschaft. Kein Wunder, dass es ihm die Narrenszene mit persönlichen Auszeichnungen lohnte: Träger des großen Verdienstordens der AKK, Ehrensenator und Träger des goldenen Posthorns der Narrenzunft Gelb Rot, Mitglied des Elferrates und Preisträger „Großer Ehrenpreis“ der Großen Koblenzer KG, der Goldene Schängel der KG Kowelenzer Schängelcher, die Große Verdienstmedaille der RKK und Ehrensenator der „Fidele Zunftbrüder“ Köln. Nun kommt am 4. November eine in dem Reigen noch fehlende Ehrung dazu: der Orden „Pour le Carneval“. Da ist Mitfreude angesagt. Ehre, wem Ehre gebührt.
Dies gilt ebenso für Günter Pauli. 1962 wurde er als waschechter Schängel in Koblenz geboren und ist mit Gattin Andrea und den Kindern Sina und Nick wohnhaft in seinem geliebten Güls. Sein beruflicher Werdegang ging vom Maschinenschlosser über den Maschinenbautechniker bis hin zum Metallbaumeister. Heute ist Günter Pauli Inhaber der Firma Steinlein & Kunze, einem Maschinenbauunternehmen mit zehn Mitarbeitern, das im Bereich Metallrecycling tätig ist.
Neben Familie und Beruf ist er seit 2007 ehrenamtlicher Mitarbeiter der Sozialeinrichtung „Koblenzer Tafel e.V.“ (tägliche Sammlung von Lebensmitteln und Verteilung an Bedürftige). Ebenso ganz große Herzenssache für ihn: Die „versteckten Engel“, deren Initiator er ist und deren Leitung bis heute in seinen Händen liegt. Diese helfen Kindern mit Geldspenden, die von Dritten in Ware wie Bekleidung, Kindergartengeld und Ähnliches umgesetzt werden müssen.
Einsatz für das heimatliche Brauchtum
Viel zu wenig Zeit bleibt dabei fürs Wandern mit den beiden treuen Hunden und noch weniger für seine Hobbies Motorradfahren und das Paddeln mit dem Boot auf der Mosel. Umso anerkennenswerter, dass er sich für das heimatliche Brauchtum, die Fastnacht immer dann gerne und großzügig einbringt, wenn man auf seine Unterstützung baut.
Gern gesehene Gäste sind die Eheleute Pauli in der Szene. Zu den Auszeichnungen zählen neben der Ernennung zum Ehrenhusar der Gülser Husaren die Ehrensenatoren-Titel bei den Rheinfreunden 1845 e.V. Koblenz-Neuendorf sowie bei Gelb-Rot, und die Auszeichnung mit dem Orden „Pour le Carneval“ genau im Prinzenjahr des NC wird nun eine weitere mehr als verdiente. Der von Günter Paulis Firma Steinlein & Kunze 2015 gesponserte tolle blau-weiße Orden mit dem Slogan: „Recycling, ja das ist der Hit. Da machen auch wir Narren mit!“ ist zudem noch in bester Erinnerung.
Weiter geht es mit den beiden NC-Vorstandsnarren: Werner Emmerich, 1949 in Misselberg geboren, führte sein beruflicher Werdegang vom Industriekaufmann zum gehobenen Dienst, zuletzt von 1981 bis 2009 bei der Stadt Koblenz-Sozialamt.
Nun Rentner, widmet er sich noch intensiver seinem NC Blau-Weiß, und dies bereits seit gut 20 Jahren als deren verlässlicher Zweiter Vorsitzender, wie sich der Erste Vorsitzende Otto Fischer und die gesamte Vereinsfamilie keinen Besseren wünschen könnten.
Als Mundschenk zur Uniform gekommen
Ehefrau Marita trägt dieses Amt mit, hielt ihm vom ersten Tag an den Rücken frei. Sohn Oliver wie Tochter Yvonne sind und waren auch stets da, wenn der Papa rief.
Mit Schmunzeln erinnert sich Werner Emmerich daran, dass er nie eine Uniform anziehen wollte. Da aber seine Blau-Weißen 1994/95 die Koblenzer Tollitäten stellten, wurde er zum Mundschenk auserkoren und kam an der Uniform nicht vorbei. Mit Stolz trägt er sie seitdem. Wie gut er seine Sache machte, beweist die weitere Prinzengestellung 2007/2008, wo er wieder in dieser Rolle glänzte und zudem noch als Terminverwalter sowie „gerechter Ordensverteiler“ im Gefolge seine Sache prima meisterte. Ist es da noch eine Frage, dass diese Dreier-Aufgabenstellung 2017/2018 wieder in seine bewährten Hände gelegt wird?
Werner Emmerich ist ein ganz Treuer, genau wie seine Schäferhunde. Erfolgreiche Zucht, Ausstellung sowie Ausbildung nehmen einen wesentlichen Teil seines Rentnerlebens ein, sind mehr als ein Hobby.
Mit Leib und Seele Karnevalist
Mehr als ein Hobby, das ist auch für NC-Präsident Bernd Müller die Kowelenzer Fasenacht, der er sich mit ganzer Seele verschrieb. 1958 in Vallendar geboren, lebte und lebt er noch heute im geliebten Niederberg. An seiner Seite Ehefrau Gaby, ebenso ein Glücksfall wie Tochter Isabell und Sohn Marcel.
Sein beruflicher Werdegang ist rasch abgehandelt, begann 1975 mit der Ausbildung zum Industriekaufmann bei der KEVAG. Er blieb diesem Unternehmen ein Leben lang treu: Sachbearbeiterbereiche in Auftragsabrechnung und Finanzbuchhaltung bis hin zum Fachbereichsleiter Bilanzierung, Anlagenbuchhaltung und Auftragsabrechnung bei der evm. Im August 2015 feierte man dort sein 40-jähriges Berufsjubiläum.
Fit hält sich Bernd Müller bei Radfahrten mit seiner Frau Gaby, gemeinsamen Skifreizeiten und Segel-Urlauben. Weitere Hobbies: Motorradfahren, aktiver Sänger im MGV Loreley Niederberg, nicht zu vergessen die 32 Vorstandsjahre im TUS Niederberg, wo er bis zum 44. Lebensjahr in der Ersten Mannschaft Fußball spielte.
Hier und heute aber von größtem Interesse: Bernd Müllers karnevalistischer Werdegang, der zu der ihm nun zugedachten Auszeichnung mit dem Orden „Pour le Carneval“ führte: Mitglied im Närrischen Corps ist er seit 1997 und seit dem runden Jahr 2000 nicht wegzudenkender Präsident seiner Blau-Weißen.
Mit der gleichen Seele, mit der er dieses Amt ausübt, erfreute er als Prinz Bernd der närrischen Niederberger an der Seite seiner Confluentia Renate sein närrisches Volk, ja gewann auf Anhieb dessen Sympathien. Dem NC-Vorsitzenden war und ist er ein stets loyaler Partner.
Viele Freunde, und dies nicht nur in der Familie der Blau-Weißen, gewann er sich durch seinen unermüdlichen Dienst zum Wohle der Fastnacht, ist ein vertrautes Gesicht in ihrer Szene. So wählten ihn die Koblenzer Exprinzen auch nur zu gerne in ihr Dreier-Leitungsteam.
Verleihung am 4. November
Auch den bisherigen Pour-le-Carneval-Ordensträgern fiel es, wie das Wahlergebnis zeigt, nicht schwer, ihn in ihren Kreis zu berufen, dem Halsorden der AKK und der Goldenen Ehrennadel der RKK nun ihr so besonderes Schmuckstück an dem so besonderen Abend des 4. Novembers im Hause HANKO folgen zu lassen. Was den Abend für Papa Bernd zudem zu einem noch Ereignisreicheren macht: Er darf als NC-Präsident seinen Sohn Marcel als designierten Prinzen der Vaterstadt Koblenz begrüßen.
Dass dies überhaupt ein Abend der Superlative wird, dafür hat das NC seit Monaten alle Weichen gestellt, wird seine Freunde mit einem Feuerwerk an Ideen überraschen. Doch außer den vier neuen Pour-le-Carneval-Trägern wird noch nicht mehr verraten.
Foto: Dietmar Schäfer | UNITEDMOMENTS
