Allgemeine Berichte | 17.05.2023

Ehrenamtstag 2023: Stadt Weißenthurm vergibt erstmals Bürgermeister-Hubaleck-Medaille

Ehrung in Erinnerung an einstigen Bürgermeister geht an die Freiwillige Feuerwehr

V.li. Erster Kreisbeigeordneter Pascal Badziong, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm, Thomas Przybylla, Ehrenamtspreisträger Wolfgang Brüning, Reinhard Amstad und Leo Pickel, Landtagsabgeordneter und Kettiger Ortsbürgermeister Peter Moskopp, Norbert Jentzig mit Ehrenmedaille, Bürgermeister der Stadt Weißenthurm, Gerd Heim. Foto: Stadt Weißenthurm / Manuela Staufenbiel

Weißenthurm. Mit einer Premiere der besonderen Art beging die Stadt Weißenthurm ihren diesjährigen Ehrenamtstag. Zum ersten Mal vergab die Stadt die Bürgermeister-Hubaleck-Medaille. Für ihren besonderen Einsatz erhielt der Löschzug Weißenthurm die neu aufgelegte Auszeichnung. Drei weitere Ehrenamtler, die sich in besonderer Weise um die Stadt verdient gemacht haben, bekamen einen Ehrenamtspreis. Der Einladung zur Verleihung von Stadtbürgermeister Gerd Heim waren auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm, Thomas Przybylla, der Oberbürgermeister der Stadt Andernach, Christian Greiner, der Erste Kreisbeigeordnete Pascal Badziong und der Landtagsabgeordnete Peter Moskopp gefolgt.

Hubert Hubaleck war der erste Weißenthurmer Bürgermeister überhaupt. Als der preußische König und spätere Kaiser Wilhelm I. 1866 Weißenthurm zur selbständigen Gemeinde erklärte, übernahm Hubaleck die Aufgabe des Bürgermeisters. Gleichzeitig stand er dem damaligen Amt Bassenheim vor, war jedoch eifriger Befürworter der Thurer Selbständigkeit und erreichte, dass bereits 1867 die Amtsverwaltung an den Weißen Thurm verlegt wurde und legte gewissermaßen den Grundstein für die heutige Verbandsgemeinde Weißenthurm. Außerdem förderte der Inhaber eines Bimsabbaubetriebes die Einrichtung einer eigenständigen Pfarrgemeinde und setzte sich für einen Bahnanschluss ein. Sein soziales Engagement zeigte sich unter anderem im Bau von Werkswohnungen für die Belegschaft seines Betriebes. „Mit der Ehrenmedaille würdigen wir also nicht nur die Ausgezeichneten selbst, sondern auch das Werk von Bürgermeister Hubert Hubaleck“, betonte der heutige Stadtbürgermeister Gerd Heim beim Ehrenamtstag. Die Medaille soll zukünftig in unregelmäßigen Abständen an Personen, Gruppen und Institutionen gehen, die sich in besonderem Maße und mit herausragendem Einsatz um die Stadt Weißenthurm und ihre Bürgerinnen und Bürger verdient gemacht haben. „Entstanden ist die Idee zu der Medaille, als eine Weißenthurmerin eine Person aus dem Rhein gezogen und damit Leben gerettet hat“, schilderte Heim. Um solch herausragenden Einsatz auch seitens der Stadt ehren zu können, entstand die Idee der Medaille, die mit 500 Euro dotiert ist.

Stellvertretend für die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Weißenthurm erhielt der Löschzug Weißenthurm die erste Bürgermeister-Hubaleck-Medaille überhaupt. „Die Findungskommission hat sich einstimmig dazu entschieden, den unermüdlichen, ehrenamtlichen Einsatz rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr unter dem ständigen Risiko für Leib und Leben zu würdigen“, sagte Heim bei der Premiere der Verleihung.

Drei weitere Auszeichnungen konnte der Stadtbürgermeister überreichen. Einer der Ehrenamtspreise der Stadt Weißenthurm blieb sozusagen in der Feuerwehr-Familie: Das langjährige Mitglied des Löschzugs Weißenthurm, Wolfgang Brüning, erhielt die Auszeichnung für seinen Dienst, den er „mit vollem Einsatzwillen und großer Bereitschaft“ absolviert, wie Gerd Heim ausführte. Als Gerätewart ist der Wahl-Weißenthurmer, der aus Mecklenburg-Vorpommern stammt, für Ausrüstung und Material der ehrenamtlichen Feuerwehrleute zuständig. „Der Einsatz von Wolfgang Brüning verdient Respekt“, sagte Heim, der ausdrücklich allen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Weißenthurm dankte. „Ihr macht eine super Arbeit rund um Rettung und Sicherheit und steht immer auch für städtische Belange zur Verfügung“, lobte er.

Weitere Thurer ausgezeichnet

In einem ganz anderen Bereich ist an Reinhard Amstad aktiv, der einen weiteren Ehrenamtspreis erhielt. Der nach wie vor karnevalistisch aktive Ex-Prinz, der vielen als Stadthallenwirt bekannt ist, war lange Zeit als ehrenamtlicher Schiedsmann tätig. In Weißenthurm und Kettig stand er bei Problemen unterschiedlichster Art zur Seite und trug mit dazu bei, im Vorfeld von Gerichtsprozessen eine Einigung zu erzielen. „Ein solches Amt ist nur mit guter Menschenkenntnis und geschickter Diplomatie und natürlich Kenntnis der rechtlichen Voraussetzungen zum Erfolg zu bringen“, betonte Gerd Heim. Für die langjährige „friedensstiftende“ Tätigkeit dankte der Stadtbürgermeister ausdrücklich und sprach von einer verdienten Auszeichnung für den engagierten Ehrenamtler.

Ein weiteres Thurer Urgestein erhielt den Ehrenamtspreis seiner Heimatstadt. Leo Pickler ist seit langen Jahren Vorsitzender des Männergesangvereins Eintracht 1874 Weißenthurm. Der Chor zählt zu den ältesten Vereinen in Weißenthurm und trägt seit fast 150 Jahren dazu bei, Singen und Brauchtum in der Stadt zu fördern und zu erhalten. „Gerade für Traditionsvereine ist es heute schwer, Mitglieder zu halten und zu gewinnen“, sagte Heim mit Verweis auf die zusätzlichen Hindernisse im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Dabei sei das Engagement und die Beteiligung der Vereine gerade für das gesellschaftliche Leben in der Stadt unabdingbar: „Wir alle erfreuen uns über die Darbietungen und die Mitgestaltung diverser Feierlichkeiten“, betonte der Stadtbürgermeister. Leo Pickel setze sich in vorbildlicher Weise für den einzigen am Thur verbliebenen Männergesangverein ein, „aber er ist auch in seinem persönlichen Umfeld als stets helfende Hand bekannt und sehr geschätzt“, führte Heim aus. Mit „großer Berechtigung“ erhielt Pickel den diesjährigen Ehrenamtspreis – auch stellvertretend für das Engagement aller Weißenthurmer Vereinsmitglieder.

In ihren Grußworten wiesen Przybylla und Badziong auf die Bedeutung des Ehrenamtes für das Miteinander in der Verbandsgemeinde Weißenthurm und dem Kreis Mayen-Koblenz hin. Beide bezeichneten die neu geschaffene Bürgermeister-Hubaleck-Medaille als ansprechende, geeignete Auszeichnung, die den Bezug zur Stadt Weißenthurm deutlich macht und für die Geehrten eine stimmige Wertschätzung bedeuten.

Pressemitteilung der

Stadt Weißenthurm

V.li. Erster Kreisbeigeordneter Pascal Badziong, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm, Thomas Przybylla, Ehrenamtspreisträger Wolfgang Brüning, Reinhard Amstad und Leo Pickel, Landtagsabgeordneter und Kettiger Ortsbürgermeister Peter Moskopp, Norbert Jentzig mit Ehrenmedaille, Bürgermeister der Stadt Weißenthurm, Gerd Heim. Foto: Stadt Weißenthurm / Manuela Staufenbiel

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