Allgemeine Berichte | 21.09.2023

Geschichte rund um die St. Cyriakus-Kirche in Niedermendig

Ein Blick in die Historie

Mit dieser Maurerkelle wurde vor 171 Jahren im unteren Stadtteil der Grundstein für die St. Cyriakus-Kirche gelegt, deren Einweihung dann bereits nach nur 5 Jahren erfolgte.  Foto: Kurt Wicha

Mendig. Es müssen harte Zeiten gewesen sein, denn es wird in einen alten Presseartikel berichtet, dass sich Pfarrer Nörtershäuser gegen die preußische Staatsregierung durchsetzen musste und ihm Bischof Arnoldi nach der von ihm vorgenommenen Grundsteinlegung wörtlich schrieb: „ Mein lieber Nörtershäuser ich habe jetzt mehr getan , als ich eigentlich tun durfte, sehen Sie jetzt weiter zu, wie sie durchkommen“. Vor allen Dingen werden in den Akten die Natursteinfirmen Michels, 1812 in Andernach gegründet und 1918 nach Niedermendig umgezogen, und Von Brewer genannt. Aber auch Amtsbürgermeister Bidgenbach war, so heißt es, neben dem damaligen Landrat , eindeutige Unterstützer im Gegensatz zur Regierung in Koblenz wegen der nicht eindeutigen Finanzierung.

Der Erfolg mit der Einweihung am 22.9.1857 bildete künftig den Termin der alljährlichen Kirmes. Als Trost für das ausgefallene Feiern in diesem Jahr lud Stadtbürgermeister Ammel zum Umtrunk nach dem Hochamt ein und die Kulturgemeinschaft Albertinum übergab die Original-Kelle aus 1852 aus der Sammlung Michels an Pastor Dr. Schmitt fürs Pfarrarchiv. Die Singgemeinschaft Georg Schlich und die „Kinderkirche „ unter der Leitung Hiltrud Surges waren ein grossartiger Trost für die leider, so Kurator Heinz Lempertz, „eingeschlafene Niedermendiger Kirmes in alter Form“.

Mit dieser Maurerkelle wurde vor 171 Jahren im unteren Stadtteil der Grundstein für die St. Cyriakus-Kirche gelegt, deren Einweihung dann bereits nach nur 5 Jahren erfolgte. Foto: Kurt Wicha

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