Ein-Spruch: „Grüße, die bleiben“
„Viele Grüße aus dem Urlaub!“ – so beginnen sie oft, die Postkarten, die wir in unserem Briefkasten finden. Manche zeigen Meer und Palmen, andere Berge oder alte Städte. Fast ein wenig aus der Zeit gefallen sind sie, diese Karten.
Heute reicht ja meist ein Foto per WhatsApp, schnell verschickt und ebenso schnell überblättert.
Und doch: Ich schreibe sie noch. Mit Kugelschreiber, manchmal schief, manchmal zu kurz, weil der Platz nicht reicht. Ich wähle ein Bild, das mich berührt, und denke dabei an den Menschen, der sie lesen wird.
Vielleicht kommt sie erst an, wenn ich selbst schon wieder zu Hause bin. Aber sie bleibt – auf dem Kühlschrank, an der Pinnwand, in der Erinnerung.
Eine Postkarte ist für mich mehr als ein Stück Papier. Sie ist ein kleiner Gruß, eine geteilte Erfahrung, eine kurze Auszeit auch für den, der sie liest. Sie sagt: Ich habe an dich gedacht. Du gehörst dazu, auch wenn du gerade nicht dabei bist.
Manchmal denke ich: So ähnlich ist es auch mit dem Glauben. Gottes „Postkarten“ sind nicht immer laut und groß. Oft sind es kleine Botschaften im Alltag – ein unerwartetes Lächeln, ein gutes Wort, ein schöner Sonnenuntergang. Zeichen, die uns sagen: Du bist nicht vergessen.
Vielleicht ist das die Einladung: wieder öfter kleine Grüße zu verschicken. Nicht nur im Urlaub, sondern mitten im Alltag. Ob als Postkarte, als Anruf, als Gebet. Solche Botschaften sind klein im Aufwand – und groß in der Wirkung.
Nadine Kreuser ist zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Pfarrei Bad Neuenahr-Ahrweiler
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