Allgemeine Berichte | 07.08.2018

In Altenahr wurde das traditionelle Burgenfest gefeiert

Ein Weinort „im Wandel der Zeit“

Gäste beim Burgenfest (von links): Nicole Lüdiger (Burgfräulein Sophia von Are), Vorsitzender Förderkreis Burgruine Are und Ehrenbürger Georg Knieps, Vorstandsvorsitzender Kreissparkasse Ahrweiler mit Ehefrau Dieter Zimmermann, Vorsitzende Verkehrsverein Weinort Altenahr Eva Flügge, Weinprinzessin Johanna Thielen, Geschäftsstellenleiter KSK Altenahr Walter Calenborn, Ortsbürgermeister Rüdiger Fuhrmann, ehemaliger Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr Hermann Heiser.UM

Altenahr. Die Burgruine Are hoch über dem Weinort Altenahr ist der ganze Stolz der Ortsgemeinde sowie das Wahrzeichen der Mittelahr. Das gilt es nicht nur aufwendig zu erhalten, zu pflegen und instandzusetzen, sondern ebenso zu schützen. So hatte sich der Arbeitskreis rund um das Burgenfest kurzfristig dazu entschlossen, das spektakuläre Feuerwerk am Samstagabend abzusagen, da die Gefahr eines Wald- oder Flächenbrandes aufgrund der anhaltenden Trockenheit und Dürre einfach zu groß gewesen wäre.

Als die Vorsitzende des Verkehrsvereins „Weinort Altenahr“, Eva Flügge, dies bei der Eröffnung des Burgenfestes bekannt gab, hatten alle Verständnis für die Entscheidung und freuen sich, wenn sie im Oktober bei den Weinfestwochenenden mit einem imposanten Feuerwerk entschädigt werden. Im nächsten Jahr wird es auch wieder ein Feuerwerk mit Blick auf die romantische Burgruine Are geben.

Das Burgenfest, das im nächsten Jahr bereits seit 20 Jahren immer am ersten Wochenende im August gefeiert wird, begann bereits am Freitagabend mit der Präsentation des Burgweins auf der Terrasse am Fuß der Pfarrkirche Maria Verkündigung. Bevor die Altenahrer Weinmajestäten den Burgwein „Theoderich von Are“ vom Weingut Sermann und den Burgwein „Burg Are“ der Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr vorstellten, stimmten die Musiker des Blasorchesters Altenahr unter der Leitung von Dieter Bergmann die zahlreichen Gäste mit einer offenen Probe auf das beginnende Burgenfest ein. Da hatten auch die Gastronomen in der für den Autoverkehr bereits gesperrten Brückenstraße die Tische und Bänke herausgestellt und mit Strohballen aufgelockert, um so die Gäste im urigen Ambiente des Mittelalters zu bewirten.

Die Burgweine erfreuten nicht nur die Kehlen der Festgäste, sondern brachten auch noch so manchen Euro in die Kasse des Förderkreises „Burgruine Are“, da je verkaufter Flasche ein Euro der Pflege und Unterhaltung der bedeutenden Burganlage zugutekommt. Am Samstagmittag um 12 Uhr, mit dem Glockenschlag der Turmuhr an der Pfarrkirche, war es dann soweit: Der Weinort Altenahr präsentierte sich wieder im „Wandel der Zeit“. Da waren es die Edelleute, Knechte, Mägde, Ritter und die jungen Landsleute, die die Treppe an der Pfarrkirche bevölkerten und die bereits wartende Menge mit Jubelschreien begrüßten.

Flügge dankte im stolzen Gewand der Edelfrau den Sponsoren, der Kreissparkasse Ahrweiler sowie der Volksbank RheinAhrEifel, und allen Helfern sowie den Mitgliedern im Arbeitskreis „Burgenfest“, die allesamt für den seit Jahren erfolgreichen Festverlauf stehen. Auch Ortsbürgermeister Rüdiger Fuhrmann erinnerte an das Ehrenamt, das hier in vorbildlicher Weise gelebt wird. Den offiziellen Part der Eröffnung des Burgenfestes übernahm die charmante Weinprinzessin Johanna Thielen, indem sie ihren gefüllten Pokal mit dem Burgenwein erhob.

Nachdem das Blasorchester Altenahr unterhalb der großen Kirchentreppe nochmals aufspielte, waren es die kleinen Landsleute der Kita St. Josef, die mit ihren Erzieherinnen einen mittelalterlichen Tanz aufführten. Auch die mittelalterliche Tanzgruppe Saltamus Gaudio, deren Ruf weit über die Ortsgrenzen reicht, erfreute die Festgäste mit ihren Tänzen. Vor ihrem Lager auf der Mönch-Terrasse waren sie im Lauf des Burgenfestes immer wieder bei ihren Tänzen zu bestaunen.

Im Wandel der Zeit war so auch der Keltenstamm „Sugambrer“ ein Anziehungspunkt auf der Terrasse mit Erbsenspucken, Burgbelagerung oder dem beliebten Stockbrotbacken sowie der Zaubershow. Am Samstagabend war es auf der Festmeile vom Café Caspari bis zur großen Ahrbrücke so richtig voll. Als der bekannte Feuerteufel von Are alias Mathias Görtz die Flammen in die beginnende Dunkelheit spuckte, gab es auf der Terrasse kaum noch Stehplätze.

Aber auch musikalisch bot das Burgenfest das ganze Wochenende viel von der traditionellen Musik: vom Altenahrer Blasorchester über die Ahrhüttener Musikanten bis hin zur mittelalterlichen Lebensfreude der Gruppe Porcae Pallere, den „Sauenscheuchern“. Wobei sich wieder andere am vielfältigen Repertoire des Singer und Songwriters Mathias Nelles (Köln) oder der musikalischen Reise des „Swinging Saxophon“ erfreuten.

Wer sich trotz der Hitze der geführten Wanderung hinauf zur Burgruine Are anschloss, der wurde mit der erzählten Geschichte und tollen Ausblicken belohnt. So verzückte der Weinort Altenahr „im Wandel der Zeit“ das gesamte Wochenende über wieder all die Festbesucher und Hotelgäste, die sich bestimmt auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr freuen. UM

Klein und Groß feierten das Mittelalter auf der Treppe.

Klein und Groß feierten das Mittelalter auf der Treppe.

Die mittelalterliche Tanzgruppe Saltamus Gaudio, deren Ruf weit über die Ortsgrenzen reicht, erfreute die Festgäste mit ihren Tänzen.

Die mittelalterliche Tanzgruppe Saltamus Gaudio, deren Ruf weit über die Ortsgrenzen reicht, erfreute die Festgäste mit ihren Tänzen.

Der Tanz der kleinen Landsleute kam hervorragend an.

Der Tanz der kleinen Landsleute kam hervorragend an.

Spiele für die jungen Ritter durften nicht fehlen.

Spiele für die jungen Ritter durften nicht fehlen.

Gäste beim Burgenfest (von links): Nicole Lüdiger (Burgfräulein Sophia von Are), Vorsitzender Förderkreis Burgruine Are und Ehrenbürger Georg Knieps, Vorstandsvorsitzender Kreissparkasse Ahrweiler mit Ehefrau Dieter Zimmermann, Vorsitzende Verkehrsverein Weinort Altenahr Eva Flügge, Weinprinzessin Johanna Thielen, Geschäftsstellenleiter KSK Altenahr Walter Calenborn, Ortsbürgermeister Rüdiger Fuhrmann, ehemaliger Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr Hermann Heiser.Fotos: UM

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Lampionfest in Weißenthurm - KW25
Heimat aktiv AW
Grillsaison Filiale Mühlheim-Kärlich
Titelanzeige KW 25 Helene Theis
Innovatives rund um Andernach
Lampionfest Weißenthurm
Peter und Paul Kirmes
Empfohlene Artikel
Der voll besetzte Marktplatz. Fotos: DU
40

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Obwohl er heuer schon in die 5. Runde geht, war der „Musiksommer Ahrweiler“ noch Ende Mai akut in Gefahr. Durch den relativ kurzfristigen Rückzug einer Sponsorenzusage, war dem beliebten Musikevent, das überdies nicht unerheblich zur Innenstadtbelebung beiträgt, eine wichtige Finanzierungssäule von rund 20.000 Euro weggebrochen. Doch dank des Engagements bestehender und neuer...

Weiterlesen

Laura Epstein (Mitte) wird neue Mayschoßer Weinkönigin, Eva Kirsch wird als Weinprinzessin amtieren. Rechts Mirco Burkardt (stellv. Vorsitzender WG Mayschoß-Altenahr). Foto: DU
36

Mayschoß. Zwei Wochen nachdem in Altenahr die zukünftigen Weinmajestäten verkündet wurden, zog mit Mayschoß am vergangenen Wochenende ein weiterer Mittelahr-Ort in Sachen Weinmonarchie nach: kommende Weinkönigin des Jahres 2026/27 wird Laura Epstein! Durch ihren Freund, der aus einer Mayschoßer Winzerfamilie stammt, ist die 25-jährige Musikerin eng mit dem Wein und dessen Anbau vertraut, schon oft packte sie im Weinberg tatkräftig mit an.

Weiterlesen

Noah Bach (links) und Niclas Hauffe besprechen die Flugroute, bevor sie vom Flugplatz Ailertchen aus zur Befliegung der Mittelspannungsleitungen starten
25

Koblenz/Westerwald/Eifel. Wenn Noah Bach und Niclas Hauffe in die Luft gehen, ist das kein Zeichen schlechter Laune, sondern hoch konzentrierte Präzisionsarbeit. Im Auftrag der Energienetze Mittelrhein (enm) inspizieren die beiden aktuell per Helikopter die Mittelspannungsfreileitungen zwischen Eifel und Westerwald. Ihr Ziel: mögliche Schäden frühzeitig erkennen, bevor sie zu Störungen führen. Während...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Aufgrund eines Ladendiebstahls fahndet die Polizei nach dem Verdächtigen.
695

Hochpreisiges Parfüm gestohlen

Bonn: Polizei fahndet nach Ladendieb

Bonn. Fahndung nach einem mutmaßlichen Ladendieb in Bonn: Das Kriminalkommissariat 15 der Bonner Polizei hat eine öffentliche Suche nach einem Verdächtigen eingeleitet, der im Verdacht steht, am 12. März 2026 ein teures Parfüm aus einer Parfümerie in der Bonner Innenstadt gestohlen zu haben.

Weiterlesen

Bei der symbolischen Durchschneidung des „Roten Bandes“.  Foto: WTE
2112

Ahrtal/Marienthal. Groß war der Andrang bei der offiziellen Einweihung des neuen Radweges zwischen Walporzheim und Mayschoß oberhalb von Marienthal auf dem Gelände der Firma Weiss. Stefan Schmitt, Leiter des Projektbüros „Wiederaufbau Ahrtal“ Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz, konnte hierzu - neben zahlreichen Offiziellen - viele Radfahrer/Inen sowie etliche Mandaträger/Innen und Radfahrgruppen,...

Weiterlesen