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Ian Jory tritt bei der RTL-Show „Das Supertalent“ auf

Ein Westumer stellt sich Dieter Bohlen

Ausstrahlungstermin ist am Samstag, 23. November um 20.15 Uhr

19.11.2019 - 09:06

Sinzig-Westum. In Sinzig und Umgebung ist er bekannt wie der sprichwörtliche „bunte Hund“: Die Rede ist von Ian Jory, dem großen Mann mit der sanften Stimme. Seine Gesangsauftritte gemeinsam mit Winfried Schuld als „Dreamteam“ gehören beim Sinziger Weinsommer genauso dazu wie die Glocke zur Pfarrkirche, zu deren Füßen der Vollblut-Sänger jährlich seine Songs präsentiert. Da ist Gänsehaut pur angesagt und die Besucher schätzen die soulige Stimme des 51-jährigen aus dem Stadtteil Westum. Nun bricht für Jory ein neues Kapitel an: Der Sänger mit Gefühl in der Stimme stellt sich keinem Geringeren als dem Pop-Titan persönlich. Dieter Bohlen ist einer der drei Juroren, die bei der RTL-Show „Das Supertalent“ angehende Sänger auf Herz, Nieren und Stimme prüfen. Mit dabei sind auch die TV-Größen Bruce Darnell und Sarah Lombardi.

Dass Jory den Weg zum Casting in die Hansestadt Bremen antrat, geschah nicht ganz freiwillig. „Ich wurde regelrecht gezwungen!“, lacht Jory. Hinter der Aktion stecken nämlich Jorys Freunde Jan Kattenbusch und Marcel Kurz, die den Westumer geradezu nötigten bei der Casting-Show mitzumischen. Denn die beiden sind begeistert von Jorys Stimme und attestieren seinen Interpretationen der Songs von Popgrößen wie Seal, Robbie Williams und Michael Bublé absolute Fernsehtauglichkeit.


Unterwegs als Weltenbummler


Bis Jory in Sinzig landete war es ein sehr weiter Weg. Jory ist Brite und in Hongkong geboren. Dieser exotische Umstand rührt daher, dass seine Eltern Frank und Sam Jory Militärangehörige in der britischen Armee und in der fernöstlichen Metropole stationiert waren. Dort erblickte Jory das Licht der Welt und schließlich ging es nach Deutschland – aber zunächst nicht nach Sinzig. Innerhalb der Bundesrepublik standen berufsbedingt zahlreiche Umzüge an und der junge Brite besuchte verschiedene Schulen in diversen Städten. Diese Unbeständigkeit zog sich durch seine ganze Jugend und nach der Schulausbildung verschlug es Jory wieder nach „Great Britain“. In Gloucester absolvierte er eine Ausbildung zum Grafikdesigner und schloss anschließend eine Ausbildung als Toningenieur in Manchester an. Dann wurde es kurios: In einem Zeitungsinserat eines Szenemagazins wurden Tontechniker gesucht – und zwar im beschaulichen Oberwinter. „Ich dachte, dass mach´ich einfach mal“, begründet Jory den weitreichenden Schritt. Das war im Jahre 1988 und nach dem Umzug zurück nach Deutschland fand der Sänger schließlich in Sinzig eine lebhafte Musikszene, in der sich wohlfühlte und entfalten konnte. Im Alten Kino in der Koblenzer Straße arbeitete er später bei der Musikproduktionsfirma „Sunset Records“. Obwohl Jory damals schon die Stadt am Rhein als seine Heimat bezeichnete, zog es ihn immer in die Fremde. Tokyo, New York und London waren Stationen in seinem bewegten Leben. In den Weltmetropolen arbeitete er als Techniker oder Studiomusiker. Dort sang er für mehr oder weniger bekannte Künstler den Backgroundgesang ein.

Ein weiterer Meilenstein war sein Engagement im Musical-Bereich: So mimte er in Oberhausen zwei Jahre lang den bösen Schneemann Arktos in Peter Maffays Musical „Tabaluga und Lilly“. „Das war eine großartige Zeit“, blickt der Weltenbummler zurück.


„Back to Sinzig“


Und doch zog es Jory immer wieder nach Sinzig und vertiefte sich immer wieder in musikalische Projekte, die ihm Spaß machten. Für einige Berühmtheit sorgte in der Region „Dee-Phunk“, ein deutschsprachiges Hip Hop/Soul-Projekt, das von Jory produziert wurde.

Und nun stand Jory selbst einem der größten Musikproduzenten in Deutschland gegenüber. „Dieter Bohlen ist ein klasse Kerl“, sagt Jory mit einem Schmunzeln und fügt hinzu: „Aber man muss mit seinen Sprüchen eben umgehen können!“ Bei dem „Supertalent“ wird er übrigens einen Song von Joe Cocker auf seine ureigene, soulige Art interpretieren. Laut dem Sänger hat sich die Tour nach Bremen zum Casting allein schon wegen dem Drumherum gelohnt. „Jede Menge Künstler, jede Menge Interviews, überall Kameras – und das alles völlig stressfrei“, sagt Jory mit Begeisterung.


Daumen drücken am Samstag


Bei dem Show-Format ist Abwechslung eben das Kernthema. „Mitmachen können alle bis 16 Jahren und dann wieder ab 30 Jahren“, erklärt Udo Rothstein, RTL-Produzent, das Konzept. Die Altersklassen dazwischen seien eher für „Deutschland sucht den Superstar“ geeignet. Außerdem sind nicht nur Gesangstalente gesucht; auch Tänzer, Turner oder Breakdancer können sich der Jury stellen. Eben alles das, was besonders ist. Und zu dieser Gruppe gehört auch definitiv Ian Jory. Nun freuen sich die Fans des kultigen Sängers aus Westum schon auf den kommenden Samstag, 23. November. Denn dann wird Ian Jorys Auftritt um 20.15 auf RTL ausgestrahlt. Und der ist schon Feuer und Flamme. „Vielleicht machen wir ja ein kleines Public Viewing“, lacht der sympathische Sänger. ROB

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21.11.2019 21:33 Uhr
Thomas Selbach

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S. Schmidt:
Was macht ihr denn wenn sich die AfD eurem Antrag anschließt?
Andrea Müller:
Die Probleme der "Party Szene" in Frankfurt, Stuttgart und anderen Städten wie Koblenz sind Hausgemacht. Die Polizeiberichte sprechen eine deutliche Sprache. Auch nach Corona werden unsere Städte leider nicht friedlicher werden. Ganz im Gegenteil. Diese wirklichen Hintergründe will Altmaier und Co. nicht benennen.
Herbert Kaufmann:
Diese Haltung der Stadtspitze in dieser Frage ist ignorant und in der Sache fehlerhaft. Nachdem der OB Langner ja bereits bei der Frage des Tragens von AntiFa Symbolen im Stadtrat Führungsschwäche gezeigt hat und seine Haltung durch den Brief von Bundestgasvizepräsident Kubicki ad absurdum geführt wurde kann man dieses neueerliche Versagen auch als Opportunismus gegenüber der "Partyszene" bezeichnen. Es geht ja nicht nur um Corona sondern auch seit Jahren schon um das Einhalten von Immissionsvorgaben. Der möglichen Handlungsweisen gibt es viele, von der Veränderung der seit der BuGa verkürzten Sperrzeiten ( diese wurden nicht mehr zurückgenommen! ) aufgrund des Immissionsgesetzes bis hin zum Verbot von Mitbringen von Alkohol, denn das ist ganz bestimmt kein Grundrecht.
Jürgen Müller:
Der Bitte/Forderung von Anwohnern/Herrn Altmaier ist seitens der STADT zu folgen, die bisher KEINE Weitsicht und Kompetenz gezeigt hat - im Gegenteil.Die Reaktion von Herrn Langner ist mehr als bedenklich und kindergartenmässig.Die Auswüchse von alkohol- und feierwütigen Unbelehrbaren in Coronazeiten hat er NICHT im Griff - auch NICHT seine offensichtliche Eitelkeit und Reaktion auf berechtigte Kritik.

Lkw vollkommen ausgebrannt

Gabriele Friedrich:
Woher kam das Fahrzeug? Es sieht jedenfalls aus wie eine alte Schüssel aus Rumänien oder sonst etwas. Ein paar mehr Informationen hätte man als Leser schon gerne.
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