Aufklärungskampagne vom Soroptimist International Club Koblenz
Ein deutliches Zeichen gegen Sex-Sklaverei und Zwangsprostitution
Plakataktion soll auf das Thema aufmerksam machen
Koblenz. Soroptimist International Club Koblenz setzt ein deutliches Zeichen gegen Sex-Sklaverei und Zwangsprostitution in Deutschland. Anlass sind der internationale Tag gegen Prostitution am 5. Oktober und der europäische Tag gegen Menschenhandel und Sex-Sklaverei am 18. Oktober. Mit einer groß angelegten Plakataktion im Stadtgebiet von Koblenz sagen die Soroptimistinnen „Nein“ zu Menschenhandel und Sex-Sklaverei.
Prostitution, das älteste Gewerbe der Welt, ist zum Milliardengeschäft mit der „Ware Frau“ geworden. Tausende jugendliche Mädchen und mittellose Frauen, meist aus Rumänien, Bulgarien und der Ukraine, werden nach Deutschland mit verheißungsvollen Versprechungen gelockt, hier ein gutes Leben und einen Job zum Beispiel in der Pflege zu finden. Die Realität sieht anders aus: Der Markt wird bestimmt von organisierter Kriminalität, Zuhältern und Bordellbetreibern. Deutschland hat auch nach der Reform des Prostituiertenschutzgesetzes im Jahr 2017 eines der liberalsten Gesetze dieser Art weltweit. „Sexarbeit“ wird darin als ein normales Gewerbe betrachtet. Neben Waffen- und Drogenhandel ist Menschenhandel hierzulande inzwischen das größte Feld der organisierten Kriminalität.
Deutschlandweite Aktion
Soroptimist International Club Koblenz will Bewusstsein schaffen dafür, dass Menschenhandel und Sex-Sklaverei nicht weiter verharmlost und toleriert werden. Bei dieser Aufklärungskampagne engagieren sich zeitgleich Soroptimistinnen aus ganz Deutschland in nahezu jeder großen Stadt in Deutschland. Parallel werden aus ganz Deutschland Protestpostkarten als Unterschriftenaktion an die Bundesministerin für Familie, Dr. Franziska Giffey gesendet, um dem Anliegen Nachdruck zu verleihen.
Die Initiative geht auf den Soroptimisten Club Aalen/Ostwürttemberg zurück. Von dort aus wurden zusammen mit dem Kriminalbeamten Manfred Paulus bereits über 20 Schulen in Rumänien besucht, um die dortigen Jugendlichen über die Anwerbe-Methoden der Schleuser zu informieren. Die Mädchen wurden ausführlich aufgeklärt, dass Versprechungen von sogenannten „Arbeitsvermittlern“ fast immer eine Zukunft in Bordellen bedeutet und somit Zwangsprostitution zur Folge haben.
Pressemitteilung Soroptimist
International Club Koblenz
