Koblenz startet in die närrische Session
Ein strahlendes Paar herrscht über die Narren an Rhein und Mosel
Prinz und Confluentia wurden auf dem Münzplatz offiziell vorgestellt
Koblenz. Rund 6000 närrische Koblenzer fieberten bei relativ schönem Wetter dem Beginn der fünften Jahreszeit entgegen. Auch in diesem Jahr hatten die Närrinnen und Narren die Möglichkeit, mit gekauften Einlassbändchen auf dem Münzplatz am Elften im Elften die offizielle Eröffnung der närrischen Session zu feiern.
Mit Spannung wartete die Menge auf die neuen Tollitäten, die nach dem Herunterzählen von der Zehn auf der Bühne vorgestellt wurden.
Üblicherweise zählt der Präsident der AKK, Franz-Josef Möhlich, bis 11.11 Uhr die Zeit herunter, doch in diesem Jahr fiel diese Aufgabe dem neuen Oberbürgermeister David Langner zu, der mit etwas Verspätung (vielleicht hatte er die Uhr noch nicht zurückgestellt), den närrischen Countdown herunterzählte. Natürlich warteten die Närrinnen und Narren voller Spannung auf die neuen Tollitäten, die dann auch kurze Zeit später die Bühne betraten.
Seit der Vorstellung des Prinzenpaares vor der Presse war bekannt, dass die Große Koblenzer Karnevalsgesellschaft in diesem Jahr Prinz und Confluentia stellt. Die „Gruuße“, die seit 1936 im Koblenzer Karneval die meisten Tollitäten stellte, hat auch in diesem Jahr mit Prinz Hubertus (Kleppel) von Rhenus und Mosella sowie Confluentia Sabine (Helmes) wieder das große Los gezogen. Beide repräsentieren die rheinische Fröhlichkeit in Reinkultur.
Da Prinz Hubertus gebürtig aus dem Westerwald stammt, hatte er seine mitgereiste Fangruppe stimmgewaltig auf den Kowelenzer Schlachtruf eingestimmt, sodass über die närrische Zeit im Westerwald dann auch der Schlachtruf „Olau“ zu vernehmen sein wird.
Auch Oberbürgermeister Langner ließ es sich nicht nehmen, in seinem närrischen Outfit einige Worte an Prinz und Confluentia zu richten.
Bevor die neuen närrischen Regenten von der Bühne gelassen wurden, stimmte „Torty, de Banana“, alias Torsten Schupp, die lokale Hymne „Dat Kowelenzer Schängelche“, an. Zu Torsten Schupp sei gesagt, dass er auch in diesem Jahr wieder eine CD mit Kowelenzer Karnevalsschlagern herausgebracht hat. Es ist die siebte CD, die mit einem Obolus für den Kinderschutzbund verkauft wird. Laut Schupp hat er mit dieser CD bisher 888,89 Euro eingespielt und damit einen Gesamtbetrag von 12.000 Euro für den Kinderschutzbund erreicht. Diese Spende konnte er im Verlauf des Nachmittags überreichen.
Für Stimmung an diesem Tag sorgten unter anderem neben der „Edel Connection“ die Kölner Gruppen „Cat Ballou“, „Plansche Malör“ (eine junge Gruppe, die seit sechs Monaten existiert), die „Kolibris“ und natürlich die „Paveier“.
Die „Gruuße“ ist ein Garant für traditionelles Brauchtum, was ihr mit diesem Prinzenpaar für die närrische Session wieder einmal gelingen wird. Den Anfang machte die Gesellschaft am Freitagabend mit der Einsegnungsfeier, die vielleicht auch andere Vereine zu solch einer Veranstaltung inspirieren könnte.
Alles in allem werden die Koblenzer Närrinnen und Narren mit diesem Prinzenpaar und dem prinzenstellenden Verein mit Sicherheit eine wunderschöne Session erleben. Ein herzerfrischendes Prinzenpaar hat sich Koblenz präsentiert.
Riesiger Andrang herrschte auf dem Münzplatz, wo Tausende gespannt auf die Vorstellung der neuen Tollitäten warteten.
Im närrischen Outfit wandte sich der Oberbürgermeister an die Tollitäten und das jecke Publikum auf dem Münzplatz.
Die Große Koblenzer Karnevalsgesellschaft hat mit Prinz Hubertus und Confluentia Sabine wieder ein strahlendes närrisches Regentenpaar gefunden.
