Allgemeine Berichte | 16.03.2016

Gabriele Dafft (Master of Arts) sprach im Odendorfer Zehnthaus

„Eine Hand wäscht die andere“

Gabriele Dafft (links) und Dr. Maria Burger, Vorsitzende des Zehnthausvereins, üben sich im „Eine Hand wäscht die andere“.privat

Odendorf. Einen amüsanten Abend erlebten die Besucher des Vortrags von Gabriele Dafft (Master of Arts) über das „Klüngeln - Networking auf Rheinisch“ im Odendorfer Zehnthaus. Der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig hatte die Referentin beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) gebeten, über den so häufig und mit so verschiedenen Untertönen gebrauchten Begriff zu sprechen und auch zu fabulieren - was sie dann auch humorig und engagiert tat.

Schon in der Vorankündigung fiel auf, dass sie ganz überwiegend über das Verhältnis von Frauen zum Klüngeln geforscht hatte. Männer nehmen danach das Wort Klüngeln auf jeden Fall seltener in den Mund.

Negative Facetten des Klüngelns sind, dass Regeln umgangen oder gebrochen werden, dass möglicherweise Qualifikationen unter den Tisch fallen, Abhängigkeiten entstehen und ein undurchlässiger Filz entsteht. Viele der von Dafft befragten Frauen konnten dem Klüngeln aber auch positive Seiten abgewinnen. „Wenn keiner zu Schaden kommt, ist es guter Klüngel“ (Bettina Schmidt-Czaia, Leiterin des Kölner historischen Archivs), „Frauen haben beim Klüngeln den längeren Geduldsfaden“ (Meike Gottschalk, Schauspielerin), „Mit Vitamin B ist es oft einfacher“ (Sonja Fuss, Fußball-Nationalspielerin), „Kann ich ein Problem nicht lösen, frage ich einen, der jemand kennt, der es kann“ (Barbara Schock-Werner, Dombaumeisterin).

Diese Aussagen wurden 23 jeweils etwa zweistündigen Interviews entnommen, die Dafft im Rahmen des Forschungsvorhabens mit den Frauen führte und die in eine Ausstellung des LVR einflossen. Teile der Ausstellung waren am Vortragsabend im Zehnthaus zu sehen.

In der anschließenden Diskussion bestätigten mehrere Besucher, dass auch sie schon geklüngelt hätten, „aber immer sauber“. Zuhörer Manfred Liebenau fasste seine Erfahrungen so zusammen: „Ich war beruflich in ganz Deutschland unterwegs und habe festgestellt, dass überall geklüngelt wird. Nun ja, vielleicht im Rheinland besonders viel.“

Gabriele Dafft (links) und Dr. Maria Burger, Vorsitzende des Zehnthausvereins, üben sich im „Eine Hand wäscht die andere“.Foto: privat

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