6. Mosel Firefighter Combat Challenge in Ediger-Eller
Einsatzparcours für Typen, Teams und starke Frauen
International besetztes Wettbewerbsspektakel konnte erneut begeistern
Ediger-Eller. Mit der Austragung der mittlerweile 6. Mosel Firefighter Combat Challenge mit internationalem Teilnehmerfeld, gelang den Organisatoren um Daniela Follmann (Ediger) einmal mehr ein von spannender Abwechslung geprägtes und großem Besucherinteresse begleitetes Vorzeige-Event, das in dieser perfekt inszenierten Form wohl lange seinesgleichen sucht. Hier waren bezüglich Organisation, Vorbereitung, Ausstattung und Realisierung offensichtlich nur Profis am Werk, was auch einem unbedarften Laien als Zaungast nicht verborgen blieb. „Die härtesten zwei Minuten der Welt“ als Übungseinheit bzw. Wettkampf für Feuerwehrleute weltweit, konnten dann viele Hundert Zuschauer gleich an drei Wettbewerbstagen in unterschiedlichen Wertungsläufen verfolgen. Und dies taten sie erkennbar mit Begeisterung, wobei sie nicht damit sparten die rund 350 Teilnehmer aus insgesamt 15 Ländern frenetisch anzufeuern. Die traten in besagten Wertungsläufen als Einzelstarter, als Duo, sowie in unterschiedlichen Gruppierungen bis hin zum Mixed-Team ins Rampenlicht und zeigten einmal mehr hervorragende Leistungen. Dies fiel ihnen heuer etwas leichter, denn das Thermometer zeigte gut 10 Grad Celsius weniger als im vergangenen Jahr an. Trotzdem forderte der Wettkampfparcours den Akteuren wieder alles ab.
Anspannung vor dem Start. Gleich geht es mit Ausrüstung den 12 m-Turm im Laufschritt hinauf.
Zunächst galt es den 12 m-Turm in voller Einsatzmontur nebst geschultertem B-Schlauch-Paket zu erklimmen und nach dessen korrekter Ablage von dort oben ein gewichtiges Paket am Seil nach oben zu ziehen. Im Laufschritt ging es alsdann wieder nach unten, wo zunächst der Einsatzschlitten mit einem Rollgewicht von 72,5 Kilo wartete. Dieses musste mit schnellen Hammerschlägen in seine Endposition befördert werden, bevor es über einen 42,5 m-Slalomparcours zum wasserführenden C-Schlauch mit Strahlrohr ging. Selbige mussten in der Folge aufgenommen und über 23 m bis zum schnellen Brandangriff auf das Zielschild bewegt werden. Hatte man diese anstrengenden Aufgaben erfolgreich absolviert, galt es mit der Streckenbergung der 80 Kilo schweren Rettungspuppe im Laufschritt den abschließenden, jedoch schwersten Part erfolgreich bis ins Ziel zu bewältigen. Dabei erreichte der beste Einzelstarter eine Klasse-Durchlaufzeit von 01:21 Minuten.
Die Staffel der heimischen Kaifenheimer Firefighters überzeugte erneut mit einer tollen Leistung.
In der Gruppe mit fünf Startern ging es dann mit erstaunlichen 01:13 Minuten noch deutlich schneller zur Sache, und in der Viererstaffel wussten einmal mehr die heimischen Firefighter aus Kaifenheim um Teamleiter Frank Martini in der Superzeit von nur 01:17 Minuten eine tolle Leistung abzurufen. Von allen deutschen Startern erreichten sie damit, nach dem Team Lions Den. (Göttingen/Berlin), die zweitschnellste Durchlaufzeit. In der internationalen Gesamtwertung errangen sie einen beachtlichen 6. Platz, dicht gefolgt von den Kameraden aus Bremm, die sich über den 8. Platz von über 50 Staffelteilnehmern freuen konnten. War es in der Vergangenheit noch eine Veranstaltung die von Typen, Teams und Testosteron geprägt und somit eine Domäne der Männer war, so musste man dieses Jahr neidlos anerkennen, dass auch die weiblichen Firefighter ebenfalls international vertreten und heuer mittendrin statt nur dabei waren. Zum Teil herausragende Wettkampf-Leistungen unterstrichen deren beispielhaftes Engagement, das auch in Zukunft weiterhin Schule machen dürfte. Eine kurzweilige Unterhaltung am Rande der Wettbewerbe kam für Aktive wie Besucher ebenfalls nicht zu kurz. Diesbezüglich warteten die agilen Gastgeber mit einer gut bestückten Marktmeile, einem tollen Open-Air-Konzert mit „The wild Bobbin`Baboons“ sowie einem sehenswerten Galafeuerwerk auf.
Wettkampfteam FireSports Dortmund im Interview mit BLICK aktuell
•Das Dortmunder Wettkampfteam war schon zum zweiten Mal in Ediger-Eller mit dabei. Fotos: TE
BLICK aktuell sprach vor Ort mit dem Abteilungsleiter André Dupont vom Team FireSports Dortmund. Er war mit vier seiner Jungs und einem Mädel zum zweiten Mal bei der Challenge in Ediger-Eller mit von der Partie. Sein Team gehört zu einer Wettkampfabteilung, die sich aus Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr sowie des Stadtfeuerwehrverbandes Dortmund zusammensetzt. André Dupont: „Uns hat die gesamte Atmosphäre hier schon das letzte Mal so gut gefallen, dass wir auch in 2019 auf jeden Fall wiederkommen wollten.“ “ Auch künftig möchten wir nach Möglichkeit an dieser tollen Veranstaltung teilnehmen.“ „Wir sind mittlerweile seit vier Jahren im Wettkampf aktiv und haben schon an diversen Veranstaltungen erfolgreich teilgenommen.“ „ Unter anderem bei der Firefighter Combat Challenge in Berlin, den Firefit-Championchips in Rodgau, sowie ähnlichen Wettbewerben in Köln, Düsseldorf und Mönchengladbach.“
Abteilungsleiter André Dupont vom Team FireSports Dortmund sprach mit Blick aktuell.
„Aktuell sind wir amtierender Nordrhein-Westfalen-Meister im Einsatztreppenlauf der Feuerwehr.“ „Das tolle bei den Veranstaltungen ist das Zusammentreffen mit den Kameraden/Innen aus aller Welt, die allesamt Gleichgesinnte sind und sich stets als eine große Familie betrachten.“ „Hier tauscht man im Gespräch nicht nur Erfahrungen aus und kann sich gegenseitig mit Tipps und guten Ratschlägen weiterhelfen, sondern bespricht und analysiert auch diverse Einsätze aus dem Feuerwehralltag.“ „ Natürlich werden auch Träume und Wünsche bezüglich einer modernen Ausrüstung geäußert und man zeigt ebenso Mängel und Defizite auf.“ „Aber das Allerbeste ist, man gewinnt viele neue Freunde!“ TE
Auf dem Wettkampfparcours kam unter anderem ein C-Schlauch mit Strahlrohr zum Einsatz.
Verletztenbergung auf Augenhöhe. Die 80 Kilo schwere Rettungspuppe galt es im Laufschritt zu bergen.
Mit kräftigen Hammerschlägen war der schwere Einsatzschlitten in seine Endposition zu bringen.
Die Firefighter Challenge ist längst keine Männerdomäne mehr. Auch die Frauen mischen kräftig mit.
Auch der Spaß kam bei der Challenge nicht zu kurz. Typen und Teams sorgten für gute Laune.
