Feierlicher Jägerschlag auf der Burg Arras mit Hörnerklang und Urkunden
Elf Jungjäger bestanden das „Grüne Abitur“
Alf. Nur strahlende Gesichter gab es am vergangenen Samstag, als 11 Jungjäger feierlich im Rahmen des traditionellen Jägerschlags durch die Kreisjagdgruppe Cochem-Zell ihren Jägerbrief ausgehändigt bekamen. Vorsitzender Franz-Josef „Josi“ Becker freute sich, auch die Angehörigen der zwei Jungjägerinnen und neun Jungjäger in den historischen Mauern der Burg Arras begrüßen zu können. Gleich zu Beginn der Zeremonie bliesen die Jagdmusikfreunde „Wilde Endert“ bekannte Jagdsignale, die weithin in das herrliche Tal am Zusammenfluss von Üß und Alfbach schallten.
Kreisjagdmeister Heiko Mades betonte in seiner Ansprache die hohe Wertigkeit von Tradition und Brauchtum am Beispiel der Jagd. Er ermunterte die Absolventen des „Grünen Abiturs“ nach dem monatelangen Büffel in Wildbiologie, Waffenkunde, Naturschutz, Wildbret-Hygiene und Jagdrecht ausdrücklich dazu, Freude an der Jagd zu haben und neben dem Erleben der Natur auch Beute zu machen. „Wir freuen uns, sie alle durch den Jägerschlag in die Gemeinschaft der Jäger aufzunehmen. Sie tragen jetzt besondere Verantwortung für die Natur und die nachhaltige Nutzung des Wildes“, sagte der Kreisjagdmeister. „Die Regulierung der Bestände, die Verhütung von Seuchen und Wildschäden sind wichtige Facetten der Jagd.“
Josi Becker rief anschließend die Jungjäger einzeln auf, um ihnen den Jägerschlag mit dem so genannten Hirschfänger zu erteilen. Das übergroße Messer ist auch heute noch in der Jagdpraxis als Schnitt- und Stichwaffe im Einsatz. Auf Burg Arras diente sie jedoch nur dafür, den Männern und Frauen dreimal auf die Schulter gelegt zu werden mit dem Spruch: „Der erste Schlag soll Dich zum Jäger weih’n, der zweite Schlage soll dir die Kraft verleih’n, zu üben stets das Rechte, der dritte Schlag soll Dich verpflichten, nie auf die Jägerehre zu verzichten!“ Stolze Jungjäger sind in diesem Jahr: Stefan Niessner, Ernst; Rebekka Tamman-Welter, Lutzerath; Ralf Max, Bad Bertrich: Fabian Butzen, Pünderich; Oliver Maringer, Kennfus; Mia-Sophie Tapken, Lutzerath; Markus Müller, Cochem; Oliver Ulke, Cochem; Daniel Schunk, Alken; Günter Bröhl, Treis-Karden und schließlich Thomas Kaczmarek, Cochem. Das anschließende Zusammensein auf Burg Arras nutzten alle zum Gespräch und zum Austausch erster jagdlicher Erfahrungen, wobei das schmackhafte Essen und Trinken - so wie bei Jägern üblich - nicht zu kurz kamen. TT
Die Jagdmusikfreunde „Wilde Endert“ bliesen auf ihren Parforcehörnern bekannte Jagdsignale. Foto: Picasa
Mit einem „Hirschfänger“ erteilte Kreisgruppen-Vorsitzender Josi Becker den Jägerschlag. Foto: Picasa
