Allgemeine Berichte | 11.05.2019, 12:18 Uhr

Die Hochschule Koblenz vergibt zum zwölften Mal Deutschlandstipendien

Elf engagierte Studierende erhalten finanzielle Unterstützung

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Senatssaal der Hochschule Koblenz haben die Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Förderurkunden erhalten und dabei auch ihre jeweiligen Stifterinnen und Stifter kennengelernt. Foto: privat
397

Koblenz. Die Hochschule Koblenz hat bereits zum zwölften Mal Deutschlandstipendien vergeben: Elf ausgewählte Studierende erhalten ein Jahr lang eine monatliche finanzielle Unterstützung in Höhe von 300 Euro, die zur Hälfte vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zur anderen Hälfte von Wirtschaftsunternehmen oder Stiftungen getragen werden. Zwei Studierende unterstützt diesmal der Förderkreis der Hochschule Koblenz e.V., zu dessen Zielen die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses gehört. „Wir gehören von Anfang an zum Kreis der Förderer, weil uns das Deutschlandstipendium besonders am Herzen liegt“, so Sven Kasper, Schatzmeister des Förderkreises. Zudem vertrat Kasper die Sparkasse Koblenz, die diesmal ebenfalls zwei Stipendien übernommen hatte. Eines davon erhält Julian Weirich, Student des Bauwirtschaftsingenieurwesens, für den das Stipendium eine „eindeutige Erleichterung“ darstelle: „Nun habe ich mehr Zeit, mich noch intensiver mit manchen Fragestellungen zu befassen und so in einzelne Themen meines Studiums tiefer einzusteigen.“

Jeweils ein weiteres Deutschlandstipendium des aktuellen Sommersemesters stellt zum wiederholten Mal die APROVIS Energy Systems GmbH aus Weidenbach/Bayern sowie die Thomas Magnete GmbH, die bei der feierlichen Verleihung durch den Personalleiter Matthias Hess vertreten wurde. „Wir engagieren uns sehr gerne beim Deutschlandstipendium, weil so hochqualifizierte Studierende unser Unternehmen kenne lernen können, vielleicht ihre Abschlussarbeit bei uns anfertigen und wir sie möglicherweise auch langfristig an uns binden können“, so Hess.

Zu den treuen Stiftern je eines Deutschlandstipendiums gehören auch wieder die durch Bruno Jäger vertretene Bürgerstiftung der Volksbank RheinAhrEifel e.G., die Kimberly-Clark GmbH sowie die Wilhelm Hasenbach Unternehmer Erich Arens GmbH. Deren Geschäftsführerin Dorothea Jungen, die sich selbst als „Wiederholungstäterin aus Überzeugung“ bezeichnet, nahm auch wieder an der Verleihung teil.

Neue Förderer

Zum ersten Mal fördert die ZF Active Savety GmbH, vertreten durch Personalreferentin Alexandra Stein, ein Deutschlandstipendium der Hochschule Koblenz. Neu in der Runde der Förderer ist auch die SCHOTTEL GmbH, für die Christian Kalt, Abteilungsleiter IT, an der Verleihung teilnahm: „Das ist für mich eine schöne Gelegenheit, unseren Stipendiaten persönlich kennenzulernen und ihn einzuladen, sich das Unternehmen anzusehen.“ Damit stieß er bei dem angehenden Elektroingenieur Eduard Thiessen sofort auf offene Ohren: „Die SCHOTTEL GmbH interessiert mich wirklich sehr. Vielleicht ergibt sich dabei ja ein Thema für meine Bachelorarbeit, die nächstes Jahr ansteht.“

Aus dem Fachbereich bauen-kunst-werkstoffe haben die Studierenden Vivan Touma (Architektur), Lukas Leister (Bauingenieurwesen) und Julian Weirich (Bauwirtschaftsingenieurwesen) ein Deutschlandstipendium erhalten. Aus dem Fachbereich Ingenieurwesen haben Eduard Thiessen (Elektrotechnik), Maurice Mies (Mechatronik) und Dominik Martini (Systemtechnik) die Jury überzeugen können. Mies und Martini waren schon zu Beginn ihres Studiums in den Genuss eines Deutschlandstipendiums gekommen und werden nun in ihrem Bachelor- bzw. Masterstudium weiter unterstützt. Gefördert werden außerdem die Studierenden Alexandra Marita Felzen (Soziale Arbeit), Anna-Lena Theisen (Medizintechnik), Sina Isabell Lange (Human Resource Management), Laura Klöckner (Human Resource Management) sowie Ann-Katrin Odenthal (Betriebswirtschaftslehre). Damit sind diesmal alle sechs Fachbereiche der Hochschule Koblenz vertreten.

Ann-Katrin Odenthal, deren Stipendium die Wilhelm Hasenbach Unternehmer Erich Arens GmbH gestiftet hatte, studiert im zweiten Semester im Masterstudiengang Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Gesundheits- und Sozialwirtschaft am Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Remagen. „Für mich bedeutet dieses Stipendium eine große finanzielle Unterstützung“, betont Odenthal, die vorher mit ihrem Studium, ihrem Nebenjob, dem Pendeln aus Köln und der Pflege von Angehörigen sehr stark beansprucht war: „Nun kann ich mich mehr auf die vielen Projektarbeiten und Präsentationen konzentrieren, die derzeit in meinem Studium anfallen.“

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat zum Sommersemester 2011 das „Deutschlandstipendium“ ins Leben gerufen, um leistungsstarke und sozial engagierte Studierende zu unterstützen. Die Hochschule Koblenz beteiligt sich an diesem Projekt und vergibt Deutschlandstipendien an ausgewählte Studierende. „Von den bisher geförderten Studierenden bekommen wir sehr positive Rückmeldungen, wie sehr das Stipendium ihr Studium erleichtert hat. Das motiviert uns, weitere starke Partner zu finden, die uns bei dieser Fachkräftesicherung unterstützen“, betont Prof. Dr. Kristian Bosselmann-Cyran, Präsident der Hochschule Koblenz.

Das Deutschlandstipendium

Unternehmen und Vereine können einen oder mehrere Studierende ein Jahr lang unterstützen. Diese erhalten monatlich jeweils 300 Euro – zur Hälfte finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zur Hälfte von den sich engagierenden Unternehmen. Das Deutschlandstipendium fördert leistungsstarke, engagierte und begabte Studierende und wird für ein Jahr (Bewilligungszeitraum) bewilligt, maximal jedoch für die Dauer der Regelstudienzeit in dem jeweiligen Studiengang bzw. für den Zeitraum, für den der Förderer finanzielle Mittel zur Verfügung stellt. Die Teilnahme am Deutschlandstipendium bietet viele Vorteile und Chancen, sowohl für die Förderer als auch für die Studierenden.

Die Hochschule Koblenz sucht weitere Unternehmen und Institutionen, die bereit sind, sich finanziell an einem oder mehreren Deutschlandstipendien zu beteiligen und so zur Fachkräftesicherung beitragen. Weitere Informationen sind unter www.hs-koblenz.de/deutschlandstipendium abrufbar.

Pressemitteilung der

Hochschule Koblenz

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Senatssaal der Hochschule Koblenz haben die Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Förderurkunden erhalten und dabei auch ihre jeweiligen Stifterinnen und Stifter kennengelernt. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Die neue Brücke in der Beckenkampstraße, die über die darunterliegende Bahnstrecke führt, ist seit wenigen Tagen für den Fuß- und Radverkehr freigegeben.
35

Die Fuß- und Radwegebrücke in der Beckenkampstraße im Koblenzer Stadtteil Horchheim wurde kürzlich nach einem umfangreichen Neubauprojekt wiedereröffnet. Die ursprüngliche Bogenbrücke aus dem Jahr 1914 war im Herbst 2022 abgerissen worden, um Platz für den modernen Ersatzbau zu schaffen. Während der Bauphase mussten technische Anpassungen vorgenommen werden, die den Zeitplan beeinflussten und die Nutzung der Bahnsperrpausen veränderten.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Dauerauftrag 2026
"Harald Schweiss"
Imageanzeige
Imageanzeige Dauerauftrag 11/2025
Herbstaktion KW 45
Anzeige Jubiläumsaktionen
Weitere Artikel
Links: Straßenschild Rheinstraße, Mitte: Nostalgisches Bild der Rheinstraße/Vater Rhein (vom Stadtmuseum Andernach), Rechts: Frau Grafen heute
862

Andernach. Wenn Christina Grafen von ihrer Zeit in der Andernacher Rheinstraße erzählt, klingt es fast so, als würde man für einen Moment die Musik von damals wieder hören. Tanzflächen voller Menschen, mehrere Theken, an denen die Getränke ausgeschenkt wurden, ausgelassene Stimmung und mittendrin sie – meistens hinter dem Tresen, wo es selten ruhig zuging.

Von Dilara Köksal aus Andernach

Weiterlesen

v.l.n.r.: Daniel Phiesel, Christel Engeland, Stefan Raetz, Marcel Richter, Martin Warkentin
318

Rheinbach. Die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ hat auch für 2027 wieder einen Rheinbach-Kalender herausgebracht. Die Vorstände Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und Marcel Richter: „Der Bildkalender erfreut sich auch in der 13. Auflage großer Beliebtheit und zeigt wieder interessante Rheinbacher Motive.“ Mit Martin Warkentin hat die Bürgerstiftung erneut einen jungen Fotografen aus Rheinbach gefunden, der mit einem eigenen Blick auf die Rheinbacher Motive schaut.

Von Stefan Raetz aus Rheinbach

Weiterlesen

Karate Dojo Kitai Dieblich
206

Dieblich. Am 25. Oktober 2026 stand beim Karate Dojo Kitai aus Dieblich nicht nur der Sport im Mittelpunkt, sondern vor allem der gute Zweck. Unter dem Motto „100 Kata“ stellten sich rund 50 bis 60 Kinder, Jugendliche und Erwachsene einer besonderen sportlichen Herausforderung. Gleichzeitig wurden Spenden für einen guten Zweck gesammelt.

Von Jens Mentges aus Koblenz

Weiterlesen