Allgemeine Berichte | 18.08.2020

Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr-Eifel e.V.

Ella und Ruby wünschen sich sehnlichst ein gemeinsames Zuhause

Ruby und Ella sind noch etwas scheu. Foto: privat

Kreis Ahrweiler. Die beiden ca. 10 Monate alten Geschwister Ella (Tiger) und Ruby (schildpatt) stammen aus einer großen Fangaktion und sind im Alter von ca. sieben Monaten als völlige Wildlinge zu denKatzenschutzfreunden gekommen. Ella war trächtig, Ruby zum Glück noch nicht.

In den ersten Wochen waren beide völlig verängstigt. Sobald ein Mensch in ihre Nähe kam, versteckten sie sich und starrten ihre Pflegemama nur mit riesengroßen Angstaugen an. Als Ella dann ihre Babys bekam, wurde sie zutraulicher. In der Wurfkiste ließ sie sich das erste Mal anfassen, und schon bald merkte sie, wie toll schmusen ist. Nun ist sie soweit, dass sie sich von Menschen, die sie kennt und die sich ihr ruhig nähern, sehr gern streicheln lässt. Laute Geräusche, unbekannte Menschen und schnelle Bewegungen machen ihr aber nach wie vor große Angst.

Ella ist eine Seele von einer Katze. Sie fordert Aufmerksamkeit nicht ein, braucht sie aber sehr dringend. Wird sie nicht, oder zu spät, beachtet, verzieht sie sich traurig in ein Versteck. Auch beim Spielen muss man sich immer wieder auf sie konzentrieren, damit sie nicht ständig den anderen Katzen den Vortritt lässt. Einzig, wenn es um Leckerlies geht, schubst Ella ihre Schwester schon mal beiseite und klaut ihr die Leckerei vor der Nase weg.

Ella wird, nachdem sie Vertrauen zu ihren Menschen gefasst hat und in ihrer Familie angekommen ist, mit absoluter Sicherheit eine tolle Schmusekatze.

Ganz anders ist ihre Schwester Ruby. Sie war vom ersten Moment im Katzenzimmer ein fauchendes kleines Monster. Nähe duldet sie absolut nicht. Ihre Körpersprache ist dann eindeutig und ihre „Fass mich nicht an! Lass mich in Ruhe“ - Signale sollte man auf jeden Fall akzeptieren; sonst schlägt sie schnell und fest zu. Wenn man ihr jedoch die Möglichkeit zur Flucht lässt, wird sie in jedem Fall immer flüchten, statt zu kratzen. Denn Ruby ist nicht bösartig oder aggressiv; sie taut mit Sicherheit auf. Erste Anzeichen gibt es jetzt schon: Sie entspannt sich schon immer mehr und spielt inzwischen aktiv mit der Angel. Und auch wenn sie noch Abstand zu ihren Pflegemenschen hält, so versteckt sie sich doch nicht mehr, wenn diese das Zimmer betreten.

Auch Ruby wird zahm werden. Sie braucht dafür nur verständnisvolle Menschen, die ihr einfach die Zeit geben, die sie benötigt und die sich auch von kleinen Rückschlägen nicht entmutigen lassen. Ruby hat besonders Angst vor Geräuschen, die sie nicht identifizieren kann. Hört man zum Beispiel eine Sprachnachricht in ihrer Nähe ab, läuft sie laut knurrend davon. Das sollte man auf jeden Fall bei der Eingewöhnung berücksichtigen.

Ella und Ruby suchen ein ruhiges, gemeinsames Zuhause

Ella und Ruby sind von ihrem Wesen her sehr unterschiedlich, hängen aber sehr aneinander und möchte gern zusammenbleiben. Daher werden die Katzenmädchen auch nur gemeinsam vermittelt. Die beiden suchen ein ruhiges Zuhause - keine Kinder, keine weiteren Artgenossen, keine Hunde - mit sehr geduldigen, katzenerfahrenen Menschen. Sie werden eine Weile benötigen, um sich an die neue Situation zu gewöhnen; es wird Zeit brauchen, bis sie sich sicher fühlen – das sollte man sich vor Augen führen. Aber auch, wie schön es ist, wenn das Eis erst einmal gebrochen ist und man das Vertrauen und die Zuneigung der beiden gewinnen konnte.

Nach einer sehr langen Eingewöhnungszeit – mindestens vier Monate - brauchen Ella und Ruby auf jeden Fall Freigang in einer verkehrsberuhigten Gegend. Die Länge der Eingewöhnungszeit richtet sich danach, wann sie Vertrauen zu ihren Menschen aufgebaut haben und ihr Zuhause auch wirklich als Zuhause ansehen. Erst dann sollte sie hinaus dürfen.

Ella und Ruby haben ihr ganzes Katzenleben noch vor sich, und dieses sollte sorgenfrei und wohlbehütet sein. Das wünschen sich die Katzenschutzfreunde sehr für die hübschen Katzenmädchen. Als Wildlinge hätten sie „draußen“ ein Leben voller Entbehrungen geführt, aber nun haben sie die Chance ihres Lebens: die Chance auf ein liebevolles Zuhause.

Auf ihrer Pflegestelle in Polch warten sie auf die Menschen, die ihnen dieses Zuhause schenken möchten. Wer die beiden Süßen kennenlernen möchten, meldt sich bitte unter Tel. (0 26 46) 91 59 28 oder info@katzenschutzfreunde.de.

Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr-Eifel e.V., www.katzenschutzfreunde.de

Das Spendenkonto:

IBAN DE61 5776 1591 0416 1258 00 - Volksbank RheinAhrEifel eG

Ruby und Ella sind noch etwas scheu. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Rund ums Haus
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Innovatives rund um Andernach
Doppelseite PR/Anzeigen
Stellenanzeige mehrere Stellen
Ostergrußanzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Anzeige KW 15
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Empfohlene Artikel
Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Foto: Stadt Rheinbach
8

Rheinbach. Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Der 17 Meter lange und 26 Tonnen schwere Promotion-Truck tourt jährlich durch rund 60 Städte in ganz Deutschland. Ziel ist es, die Arbeit des Parlaments anschaulich zu vermitteln. Im Laufe von zwei Wahlperioden sollen so alle 299 Wahlkreise besucht werden.

Weiterlesen

Mit dem Tod des Schauspielers Mario Adorf trauert die Stadt um einen ihrer Ehrenbürger.
236

Mayen. Mit seinem Tod verliert unsere Stadt eine der bedeutendsten Persönlichkeiten, die Mayen hervorgebracht hat. Mario Adorf, geboren 1930 in Zürich und aufgewachsen in Mayen, hat von hier aus seinen Weg in eine außergewöhnliche internationale Karriere als Schauspieler gefunden. Trotz seines weltweiten Erfolges ist er seiner Heimatstadt stets eng verbunden geblieben.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf.
24

Im Foyer des Rathauses in der Rosengasse liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich Bürgerinnen und Bürger eintragen können

Stadt Mayen trauert um Mario Adorf

Mayen. Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf, der am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer. Foto: privat
6

Sie ist gerade nicht besonders verlässlich. Kriege, Krisen, harte Worte in der Politik. Vieles ist in Bewegung, manches gerät aus den Fugen. Für uns Erwachsene ist es schon nicht einfach, alles zu verfolgen – und erst recht nicht, alles zu verstehen. Und zu begreifen, warum die Mächtigen ihre Gewalt- und Kriegsspiele treiben. Wie machen Kinder das?

Weiterlesen

Dauerauftrag 2025
Dienstleistungen
Wir helfen im Trauerfall
Kleinanzeigen
Innovatives rund um Andernach
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
PR-Anzeige
Dauerauftrag 2026
Anzeige Lange Samstage
125-jähriges Jubiläum der Rosenkranzkirche Bad Neuenahr und offizielle Wiedereröffnung am 12.04.26
Stellenanzeige Personalreferent/in
Stellenanzeige
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Blütenfest