Allgemeine Berichte | 24.04.2025

Gibt es eine Zukunft für den bedrohten Träger sozialer Projekte „PAuL e.V.“ im Kannenbäckerland?

Ende oder Wende? Entscheidung am 13. Mai!

Ransbach-Baumbach/Höhr-Grenzhausen. In der Region fest verankert! Das war bis vor einem Jahr das Projekt Arbeit und Lernen (PAuL) e.V. im Kannenbäckerland. Vor fast drei Jahrzehnten aus einer Arbeitsloseninitiative heraus gegründet, sollte es dessen Aufgabe sein, Menschen zu helfen, deren Integration in Arbeit und Gesellschaft nicht so richtig gelingen will oder gar zu scheitern droht. Nun droht nach vielen erfolgreichen Jahren auch „PAuL“ zu scheitern – doch es besteht noch Hoffnung auf einen Neuanfang.

Jeder und jede, die ihren Platz auf dem ersten Arbeitsmarkt finden können, sollen das auch packen! Also war jahrelang genug zu tun für die Aktiven bei PAuL, deren Ehrenamtliche bald von hauptamtlichen Fachkräften unterstützt wurden. Es war nachhaltig viel Einsatz gefragt, um Menschen mit persönlichem Unterstützungsbedarf dabei zu helfen, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Daraus sind mit den Jahren erfolgreiche arbeitsmarktrelevante Wiedereingliederungsmaßnahmen wie ein Bürgerservice oder der Kleiderladen „Oase“ als Plattform zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt entstanden. Erfolgreich wirkten auch die Fachstellen für die Demokratieförderung und das Familiencoaching.

Aus verschiedenen Gründen war der Verein mit seinem hauptamtlich besetzten Geschäftsbetrieb immer weniger handlungsfähig, alle Maßnahmen mussten nach und nach abgewickelt und aktuell überwiegend in anderer Trägerschaft fortgesetzt werden. Dies ist auch dringend notwendig, da die Zielgruppe nicht kleiner geworden ist und der Bedarf an Unterstützung in diesen Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs eher zunimmt!

Fakt ist, dass der lange erfolgreiche Betrieb des PAuL-Vereins nach und nach die wirtschaftliche Grundlage für die Projektarbeit entzogen wurde. Auch das ehrenamtlich gezeigte Engagement ging zurück. Vor einem Jahr wurde dann von der geschäftsführenden Vorsitzenden ein ehrenamtlicher Beirat mit Andreas Erdmann (Höhr-Grenzhausen), Ria Sprenger (Welschneudorf) und Uli Schmidt (Horbach) berufen, der aber nur noch eine geordnete Abwicklung von Geschäftsbetrieb und gemeinnützigem Verein voranbringen konnte. Dazu wurde ein Interimsgeschäftsführer beauftragt, der gut vorangekommen ist.

Allerdings gibt es noch Hoffnung, dass sich der weiterhin bestehende gemeinnützige Verein neu aufstellt und er sich mit einem ehrenamtlichen neuen Vorstand und einigen Aktiven neue realistische Ziele setzt. Bei zwei Mitgliederversammlungen wurden alle in die Entwicklungen einbezogen und einige Mitglieder zeigten Interesse daran, sich künftig zu engagieren und den Verein mit neuer Satzung weiterzuführen.

Ob die Hoffnung auf einen Neuanfang begründet ist, wird sich bei einer weiteren Mitgliederversammlung am Dienstag, 13. Mai um 19 Uhr im Jugend-, Kultur- und Bürgerzentrum „Zweite Heimat“ in Höhr-Grenzhausen zeigen. Dabei wird sich final entscheiden, ob sich PAuL als gemeinnütziger Verein neu „erfinden“ und mit neuer Zielsetzung fortgeführt werden kann. Alle die daran interessiert sind, dass dieser über viele Jahre wichtige Träger sozialer Projekte im Kannenbäckerland nicht ganz von der sozialen Landkarte im Westerwald verschwindet, sollten unbedingt dabei sein. Info gerne vorher bei den Beiratsmitgliedern Andreas Erdmann, Tel. (0 26 24) 78 67 oder Uli Schmidt per Email uli@kleinkunst-mons-tabor.de.

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