FC Wollendorf ging auf Chorreise
Erfurt und Umgebung boten viel Abwechslung und Unterhaltung
Neuwied-Feldkirchen. Endlich hatte das Warten ein Ende, und die Sängerinnen des Frauenchors Wollendorf starteten zu ihrer Viertagesreise nach Thüringen. 35 Damen trafen sich am frühen Sonntagmorgen am Bus des Vestischen Reisedienstes und starteten gutgelaunt und erwartungsvoll in Richtung Erfurt. Mit vielen Infos über die Landeshauptstadt und dem unverzichtbaren Rennsteiglied auf den Lippen passierte man die Landesgrenze nach Thüringen, wo man auf einem überfüllten Parkplatz eine wenig befahrene Durchgangstraße zum Picknickplatz umfunktionierte. Auch die Kehle wurde kräftig gespült; schließlich war das Ziel der Erfurter Dom, in dem der Chor zu einigen sakralen Liedvorträgen erwartet wurde.
Die Stadtführerin in Gestalt von „Johanna, die Tochter des Baders“ begrüßte die Gruppe am Domplatz und verriet viel Wissenswertes aus der Zeit des Mittelalters.
Über schattige Plätze führte sie die Damen durch die Altstadt und endete direkt vor dem Hotel Mercure, wo bereits die Koffer warteten. So hatte man ausreichend Gelegenheit, die Altstadt am Abend auf eigene Faust zu erkunden.
Ein abwechslungsreicher zweiter Tag führte die Sängerinnen zunächst ins idyllische Naumburg, bevor man eine romantische Schifffahrt auf der Saale unternahm. Mitten im Weinbaugebiet Saale-Unstrut stand natürlich eine Führung und Verkostung beim Traditionsunternehmen „Rotkäppchen“ in Freyburg auf dem Programm. Zu einem vorzüglichen Abendessen im Hotel kam man gerade noch rechtzeitig, und der anschließende obligatorische „bunte Abend“ verlief dank vieler Talente wieder sensationell.
Ganz im Zeichen von Goethe und Schiller stand der dritte Tag, den man komplett in Weimar verbrachte. Nach einer umfassenden Stadtrundfahrt und -führung hatte jeder Fahrtteilnehmer genügend Zeit für eigene Interessen. Gegen Abend traf man sich im Köstritzer Schwarzbierhaus zu einer deftigen Mahlzeit. Das herrliche Wetter lud am Abend zu einem Bummel über die Krämerbrücke oder zum Verweilen auf den lauschigen Plätzen Erfurts ein.
Auch am Heimreisetag hatte man noch ausreichend Gelegenheit, Erfurt zu erkunden. Erst gegen Mittag machte die Gruppe sich auf den Weg, um auf den Spuren Luthers einen dreistündigen Abstecher zur imposanten Wartburg zu unternehmen. Zu einem Zwischenstopp mit Kaffee und Kuchen für den kleinen Hunger sowie prickelnden Erfrischungen reichte noch die Zeit, sodass man gegen 20 Uhr wieder in Neuwied-Feldkirchen eintraf.
Man war sich einig, dass dies eine Reise war, bei der kaum Wünsche offen blieben. Marie-Theres Oster und Doris Ecker, die für die Planung und Durchführung dieser wunderbaren Tour verantwortlich waren, durften viel Lob entgegennehmen und alle Sängerinnen freuen sich schon jetzt auf die nächste Chorreise.
