Allgemeine Berichte | 05.07.2024

Buchvorstellung in Cochem-Cond stieß auf große Resonanz

Ernst Heimes: Inmitten von allem der Fluss

Ernst Heimes, Arne Houben, Veronika Rass, Jens Michels v.l.). Foto: Rhein-Mosel Verlag

Cochem-Cond. Ein herausragendes kulturelles Ereignis lockte 120 literarisch Interessierte in die Uferstraße 16 in Cochem-Cond. Eine Episode im neuen Roman von Ernst Heimes: „Inmitten von allem der Fluss“, spielte sich in den 1940er Jahren genau dort ab. Gastgeber Jens Michels begrüßte die Gäste im historischen Weinkeller, in dessen Atmosphäre man sich in das vergangene Jahrhundert zurückversetzt fühlen konnte.

Die erste Vorstellung am 28. Juni war innerhalb kürzester Zeit ausgebucht, so dass die Veranstalter in Kooperation mit dem Pastoralen Raum Cochem-Zell , Arbeitsbereich Erinnerungskultur, eine zweite Präsentation zwei Tage später anberaumten. Als eine Hommage an die Menschen der Mosel bezeichnete Veronika Rass, Pastoralreferentin, die Buchvorstellung des Schriftstellers Ernst Heimes in seinem Geburtsort Cond. In seinem Generationenroman erzählt er autofiktional über eine Zeitspanne von 100 Jahren von vier Generationen in zwei Linien.

Der Stammbaum, abgedruckt am Anfang des Buches, hilft dem Leser bei der zeitlichen und personellen Einordnung, so Verleger Arne Houben vom Rhein-Mosel-Verlag.

Geburt und Tod, Beziehungsgeflechte, der Wandel von familiären Strukturen und der wirtschaftlichen Grundlagen in einem Ort an der Mosel, der von Weinbau, Viehhaltung, und Handwerk lebte, werden geschildert vor der Folie der weltgeschichtlichen Ereignisse – von der Schlacht am Skagerrak im Ersten Weltkrieg über die dunkle Zeit des Zweiten Weltkriegs und der Zeit des Aufbaus in der Nachkriegszeit bis hin in die 1960er Jahre mit ihren gewaltigen gesellschaftlichen Umbrüchen und dem Beginn des 20. Jahrhunderts. Mit dem Leidensweg des Conder Pfarrers und Märtyrerpriesters Jakob Anton Ziegler, gestorben im KZ Dachau, setzt Heimes sich ebenso auseinander, wie mit den jüdischen Familien in Cochem, die in den Konzentrationslagern im Osten gewaltsam ums Leben kamen.

Aus den 1970er Jahren finden sich köstliche Beschreibungen eines Heranwachsenden der ersten „Gäste“ an der Mosel.

Tiefgründig, aber doch leicht und charmant ist der Roman geschrieben. Eine kleine Entwicklungsgeschichte in den 1960er Jahren mit den ersten erotischen Erlebnissen eines vorpubertären Jungen wird auf unschuldige Weise erzählt, eingewoben in das Motiv einer klassischen Heldenreise.

„Nur wer die Vergangenheit versteht, kann Zukunft gestalten“ lautet das Motto des Rhein-Mosel-Verlags mit Sitz in Zell/Mosel.

Im Gespräch mit Ernst Heimes thematisierte Arne Houben, Verleger, weiterführende Aspekte des Buches:

Woher kommt unser Wissen? Aus mündlichen Erzählungen, aber auch aus Büchern! Die Geschichten der sogenannten einfachen Leute zu hören und nachzulesen in einem Buch, vermittele etwas von der Kultur einer Region, sagte der Verleger.

Konzertpianist Jens Michels, Gastgeber in der Uferstraße 16 in Cond, umrahmte die Buchvorstellung kongenial mit ausgewählten klassischen Werken auf dem Flügel. Von Bachs „Wohltemperierten Klavier“ über Schumanns „Kinderszenen“ bis hin zu Mozarts „Rondo alla Turca“.

Kostproben des Romans, vorgetragen von Ernst Heimes, haben ihren Reiz. Manch einen regten sie an, ihre eigene Familiengeschichten zu entdecken und zu erzählen. Noch lange saßen viele Gäste und die Akteure an dem lauen Sommerabend nach der Buchpräsentation beim Moselwein zusammen.

Vielleicht wird man von diesem ganz besonderen kulturellen Ereignis in Cond auch in 100 Jahren noch erzählen. Wer weiß?

Inmitten von allem der Fluss. Das neue Buch von Ernst Heimes ist im Juni 2024 erschienen und überall erhältlich, wo es Bücher gibt.

Ernst Heimes: Inmitten von allem der Fluss, Roman, 310 Seiten, ISBN: 978-3-89801-475-5, Zell/Mosel: Rhein-Mosel-Verlag 2024.

Pressemitteilung des

Pastoralen Raum Cochem-Zell

Ernst Heimes, Arne Houben, Veronika Rass, Jens Michels v.l.). Foto: Rhein-Mosel Verlag

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