Allgemeine Berichte | 07.01.2026

Erpel: Werden im Brückenturm bald Pilze gezüchtet?

Eine alternative Nutzung böte viele Vorteile - da ist sich der Verein sicher.  Foto: pixabay.com

Erpel. Der Verein Stadtbild Deutschland schlägt nachhaltige Nachnutzung des Brückenturms der Ludendorffbrücke in Erpel vor Erpel / Unteres Mittelrheintal.

Der Regionalverband Unteres Mittelrheintal des Architekturvereins Stadtbild Deutschland e. V. hat der Deutschen Bahn einen konkreten Projektvorschlag zur Nachnutzung des Brückenturms der Ludendorffbrücke in Erpel unterbreitet. Ziel ist es, das stark sanierungsbedürftige Bauwerk als Teil der historischen Eisenbahninfrastruktur zu erhalten und zugleich einer sinnvollen, nachhaltigen Nutzung zuzuführen.

Der Brückenturm ist als Teilwerk der Gleisanlagen eingetragen und derzeit ungenutzt. Nach Auffassung des Vereins bietet sich hier die Chance, ein kostenintensives Leerstandsobjekt durch eine wirtschaftlich tragfähige und denkmalverträgliche Nutzung aufzuwerten. Vorgeschlagen wird eine Sanierung des Turms durch die Deutsche Bahn mit anschließender gewerblicher Vermietung für eine kleinmaßstäbliche Pilzproduktion (Austernpilze).

„Die Nutzung ist bewusst so konzipiert, dass sie ausschließlich im Innenraum stattfindet, keine baulichen Eingriffe in die Substanz oder in bahnbetriebliche Anlagen erfordert und keinerlei Publikumsverkehr erzeugt“, erklärt Thomas Napp, Regionalverbandsleiter von Stadtbild Deutschland im Unteren Mittelrheintal. „Der Bahnbetrieb würde in keiner Weise beeinträchtigt.“ Aus Sicht des Vereins ergeben sich für die Deutsche Bahn mehrere

Verein sieht viele Vorteile

Eine dauerhafte Nachnutzung des Bauwerks, regelmäßige Mieteinnahmen, eine Reduzierung von Leerstand, Vandalismus- und Haftungsrisiken sowie die Möglichkeit, den Turm wirtschaftlich zu bewerten, anstatt ihn langfristig als reines Kosten- oder Abrissobjekt zu führen. Die Verantwortlichkeiten wären dabei klar getrennt: Bauwerk, Statik und Außenhülle verblieben bei der Deutschen Bahn, während Innenausbau und Betrieb durch den Mieter erfolgen würden.

Ergänzend weist Stadtbild Deutschland darauf hin, dass das Projekt grundsätzlich förderfähig im Rahmen des LEADER-Programms Rhein-Ahr sein könnte. Das EU-Förderinstrument unterstützt unter anderem die Nachnutzung historischer und infrastruktureller Bauten, regionale Wertschöpfung sowie nachhaltige Projekte im ländlichen Raum. Eine solche Förderung könnte sanierungsbegleitend wirken und die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens zusätzlich verbessern.

Mit dem Projektvorschlag verfolgt der Verein das Ziel, Denkmalschutz, Infrastrukturverantwortung und zeitgemäße Nutzung miteinander zu verbinden. „Gerade technisch-historische Bauwerke wie die Brückentürme verdienen eine Perspektive, die über Stillstand oder Abriss hinausgeht“, so Napp.

Stadtbild Deutschland hofft nun auf einen konstruktiven Austausch mit der Deutschen Bahn über die weitere Prüfung und mögliche Umsetzung des Konzepts.

Eine alternative Nutzung böte viele Vorteile - da ist sich der Verein sicher. Foto: pixabay.com

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