Allgemeine Berichte | 03.04.2024

Zahl der Menschen ohne Job sinkt – Quote 5,4 Prozent

Erste Zeichen der Frühjahrsbelebung

Kreis Neuwied. Die ersten Zeichen der Frühjahrsbelebung sind im Monat März auf dem Arbeitsmarkt der Region angekommen. Im Gesamtbezirk der Neuwieder Arbeitsagentur, der die beiden Landkreise Neuwied und Altenkirchen umfasst, waren im März 9.366 Menschen arbeitslos. Das sind 162 weniger als im Februar und 616 oder sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Die Quote sinkt um 0,1 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent. Im März des Vorjahres lag sie bei 5,1 Prozent.

Der Rückgang der Arbeitslosenzahl ist in beiden Rechtskreisen, dem der Arbeitslosenversicherung (SGB III) und dem steuerfinanzierten Jobcenterbereich (SGB II), etwa gleich hoch, was eher ungewöhnlich für den typischen saisonalen Effekt ist. Dieser sorgt meist für einen maßgeblichen Rückgang im Bereich des SGB III, da die SaisonarbeiterInnen, wie zum Beispiel die MitarbeiterInnen in der Gastronomie oder in den so genannten Außenberufen, in den Wintermonaten arbeitslos gemeldet waren und zum Frühjahr ihre Arbeit wieder aufnehmen. Dass in diesem Jahr der Rechtskreis des SGB II einen so deutlichen Rückgang verzeichnet, könnte an den aus der Ukraine geflüchteten Personen liegen. „Die Geflüchteten werden während der Sprach- und Integrationskurse vom Jobcenter betreut“, sagt Jens Neuroth, Bereichsleiter der Arbeitsagentur Neuwied. „Aufgrund unserer statistischen Daten können wir sagen, dass im Agenturbezirk im Monat März 82 Menschen aus der Ukraine die Arbeitslosigkeit beendet haben.“

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigt

Eine weitere erfreuliche Entwicklung zeigt sich in der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. Diese ist zum 30. September 2023 (die Werte werden aufgrund von Nachmeldungen immer erst mit sechs Monaten Verzögerung veröffentlicht) im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 Prozent gestiegen und liegt bei 106.924 Personen. Damit gibt es erneut ein Beschäftigungswachstum, dass deutlich oberhalb der durchschnittlichen Veränderung in Rheinland-Pfalz liegt. „Das ist ein sehr gutes Zeichen für die stabile Konstitution der regionalen Wirtschaft“, sagt Jens Neuroth.

Der Stellenmarkt liegt auf einem soliden Niveau etwas unterhalb der Werte des Vorjahres. Im März wurden dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Agentur und Jobcenter 345 Stellen gemeldet, das sind 187 weniger als im Vormonat und drei weniger als im März des vergangenen Jahres. Im Vorjahresvergleich ist auch der Bestand der offenen Stellen um 303 auf 2.525 gesunken. Im ersten Quartal wurden insgesamt 1.175 Stellenangebote gemeldet, das sind 108 (8,4 Prozent) weniger als im Vorjahresquartal. „Die größte Herausforderung bleibt, ArbeitgeberInnen und Arbeitssuchende zusammen zu bringen, sprich, die BewerberInnen – soweit erforderlich - für die Anforderungen des Arbeitsmarktes zu qualifizieren. An der hohen Zahl der offenen Stellen lässt sich erkennen, dass viele Arbeitgeber zwar den dringenden Bedarf an Fachkräften haben, aber keine geeigneten Bewerber finden“, sagt Jens Neuroth.

Im Kreis Neuwied haben derzeit 5.384 Menschen keinen Job – 61 weniger als im Februar, und 284 mehr als im März 2023. Die Quote liegt jetzt bei 5,4 Prozent, bleibt damit gleich zum Wert des Vormonats und liegt 0,3 Punkte über dem des Vorjahresmonats.

Gute Aussichten für Bewerber

Jedes Jahr im März werfen die Statistiker der Bundesagentur für Arbeit erstmals einen Blick auf das laufende Ausbildungsjahr, das von Oktober 2023 bis September 2024 läuft. Im ersten Halbjahr haben sich 1.135 Jugendliche mit Interesse an einer Ausbildung an die Berufsberatung der Arbeitsagentur gewandt – eine Person mehr als im Vorjahr. 677 BewerberInnen sind Ende März noch unversorgt. Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist ungebrochen hoch, denn die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen ist um 87 zum Vorjahr gestiegen und setzt damit den Trend fort. 1.978 freie Lehrstellen in der Region wurden der Agentur für Arbeit Neuwied seit Oktober 2023 gemeldet. 1.298 Ausbildungsplätze sind aktuell noch zu haben – damit kommen statistisch gesehen aktuell noch 52 unversorgte BewerberInnen auf 100 unbesetzte Ausbildungsplätze.

Ob bei Orientierung, Stellensuche oder Bewerbung – die Berufsberatung der Agentur für Arbeit begleitet die jungen Menschen auf dem Weg ins Berufsleben mit einem umfangreichen Angebot an Hilfen. Ein Termin zur Berufsberatung kann unter der Telefonnummer (0 26 31) 89 18 91 vereinbart werden. Zusätzlich bieten die BerufsberaterInnen auch an allen Schulen im Agenturbezirk regelmäßige Sprechstunden an.

Ausbildungsstellen können unter der kostenlosen Servicenummer (0800) 4 55 55 20 gemeldet werden.

Die nächste Veranstaltung für Ausbildungsinteressierte ist der „Markt der Berufe“ am Samstag, 13. April von 9 bis 14 Uhr in der Wiedparkhalle Neustadt (Wied). Im Rahmen der bekannten und großen Ausbildungsmesse mit über 100 Ausstellern finden auch verschiedene Informationsveranstaltungen für Eltern und SchülerInnen statt. Ausbildungsbetriebe, Schulen und Institutionen stellen ihre Angebote vor. Etwa 160 verschiedene Ausbildungsberufe und Studiengänge werden präsentiert. Die Veranstaltung richtet sich an Jugendliche ab dem achten Schuljahr und ihre Eltern und ist kostenlos.Pressemitteilung

Agentur für Arbeit Neuwied

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