Kommunales Kino zeigte den Film „Bekas“
Erster Kinoabend im neuen Jahr
Andernach. Am vergangenen Dienstag, trotz der Konkurrenz durch die Übertragung des EM-Handballspiels Deutschland gegen Frankreich im Fernsehen, versammelten sich über 40 Besucher im Gemeindesaal der Andernacher Christuskirche, um den bewegenden Film „Bekas“ anzusehen. Der Titel, der auf Kurdisch „Waisenkinder“ bedeutet, spiegelt die Geschichte der beiden Brüder Zana, 7 Jahre alt, und Dana, 10 Jahre alt, wider, die ihre Eltern im Golfkrieg verloren und seither auf den Straßen des Iraks umherziehen. Sie träumen von einem besseren Leben in Amerika, aber um dorthin zu gelangen, sind Pässe und viel Geld erforderlich. Die Brüder geraten in zahlreiche gefährliche Situationen, die ihren Zusammenhalt auf die Probe stellen, doch letztlich zählt für sie nur, dass sie einander haben.
Der Film hat einen authentischen Hintergrund: Autor und Regisseur Karzan Kader floh als Sechsjähriger mit seiner Familie aus Kurdistan. Inspiriert von seinen eigenen Erlebnissen und Emotionen, gelingt es ihm in diesem mehrfach ausgezeichneten Werk, eine Balance zwischen Humor und der harten Realität zu schaffen und den Zuschauern das schwierige Leben von Waisenkindern sowie das Leid im von Saddam Hussein regierten Land nahezubringen.
Am nächsten Filmabend, dem 20. Februar, wird das Kommunale Kino eine tragikomische Note einführen, indem es an den großartigen Schauspieler Elmar Wepper erinnert, der im letzten Herbst verstarb. In der vorgestellten liebevollen Komödie spielt Wepper den mürrischen Gärtner Schorsch, dessen Leben alles andere als ein Rosengarten ist.BA
