Allgemeine Berichte | 17.02.2026

Farbenfroh, dynamisch und voller Freude – ein beschwingtes chinesisches Neujahrsfest im Jahr des Pferdes

Die Band Reflexum posierte mit dem Organisator, Herrn Guo, für ein Foto. Die beiden Schriftzeichen, die sie hielten, stammten von Herrn Guo: „福“ (Glück) und „马“ (Pferd). Beide Zeichen enthielten das Bild eines Pferdes.

Koblenz. Am Abend des 13. Februar feierten rund 100 Menschen im Bürgerzentrum Lützel in Koblenz das chinesische Neujahrsfest.

Die Veranstaltung wurde gemeinsam von dem Verein ars honesta sowie dem Beirat für Migration und Integration organisiert. Auch der junge CDU-Landtagskandidat im Wahlkreis Koblenz, Philip Rünz (28), war anwesend, um seine Neujahrsgrüße zu überbringen.

100 Pferde in Bewegung

Das Jahr 2026 ist in der chinesischen Kultur das Jahr des Pferdes – ein Symbol für Lebendigkeit, Zielstrebigkeit, Ausdauer und Kraft. Gleich zu Beginn des Abends forderte die Moderator alle Gäste auf, gemeinsam einen tibetischen Tanz „Willkommen zu eurem Kommen“ zu tanzen. Die asiatisch geprägte Musik ließ die Gäste gedanklich sofort über die weiten Graslandschaften Chinas fliegen.

Um das Thema des Pferdes noch intensiver erlebbar zu machen, integrierte die Moderator Bewegungen, die an das Reiten und galoppierende Pferde erinnerten. So verwandelten sich die 100 Zuschauer in 100 kraftvolle Pferde unterschiedlicher Herkunft und Altersgruppen – alle mit einem gemeinsamen Ziel: die persönlichen Wünsche und Vorsätze für das neue Jahr.

Die Botschaft war klar: Auf dem langen Lauf des Lebens – egal wie sich die Welt verändert, wie weit der Weg ist oder welche Hürden zu überwinden sind – wir ermutigen uns gegenseitig und behalten Optimismus und Lebenskraft.

Farbenfrohe Begegnung zwischen Ost und West

In seinen Glückwünschen sagte Dirk Schäfer, Vorsitzender des Beirats für Migration und Integration der Stadt Koblenz: „Die Stadt bewegt sich, das Pferd bewegt sich. Ich wünsche allen Gästen ein frohes neues Jahr, voller Energie im Jahr des Pferdes.“

Beim chinesischen Neujahrsfest darf der Drachentanz nicht fehlen. Traditionell wird ein älterer Gast eingeladen, dem Drachen vor dem Tanz die „Augen zu öffnen“ – ein Ritual, das dem Drachen Leben und Kraft verleiht.

Vito Contento übernahm diese ehrenvolle Aufgabe. Anders als der westliche Drache symbolisiert der chinesische Drache Glück und Segen. Mit einem Pinsel setzte Herr Contento Punkte auf die Augen – damit der Drache Gut und Böse unterscheiden kann – und auf die Stirn – um ihm Weisheit zu verleihen.

Anschließend durften vier Gäste selbst den kraftvollen Drachentanz ausprobieren. Zusammen mit der energiegeladenen Musik brachte der Drache festliche Neujahrsstimmung in den Saal.

Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt von Alex, einem kreativen und energiegeladenen jungen Musiker, Sänger und Gitarrist der Band Reflexum. Gemeinsam mit zwei weiteren Bandmitgliedern präsentierte er fünf selbst komponierte Songs wie Realität, Stern und Der Weg.

Besonders passend: Alex wurde im Jahr des Pferdes geboren und erhielt daher einen roten Umschlag, ein traditionelles chinesisches Neujahrsgeschenk. Darin befand sich ein chinesisches Sprichwort über das Pferd: „龙马精神 lóng mǎ jīng shén“ – auf Deutsch etwa „Drachen-und-Pferde-Geist“, ein Ausdruck für eine lebensfrohe, kraftvolle und optimistische Haltung.

Auch vier weitere Gäste erhielten glückbringende rote Umschläge.

Zwei Tänzer aus Südamerika begeisterten das Publikum zudem mit einem argentinischen Tango.

Ein harmonisches Zusammenspiel von Bewegung und Ruhe

Der erste Tag des chinesischen Neujahrsfestes fiel in diesem Jahr zufällig auf den Rosenmontag. Passend dazu war ein karnevalistisches Programm eingeplant. Als die Karnevalsmusik erklang, tanzte das Publikum spontan mit – Freude erfüllte den ganzen Raum.

Im Kontrast zur ausgelassenen Stimmung durfte anschließend Qigong/Falun Gong erlebt werden. In China ist Qigong weit verbreitet, um Stress und Müdigkeit abzubauen und innere Ruhe zu finden. Falun Gong beruht auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht (真善忍) und besteht aus vier stehenden Übungen und einer Meditation im Sitzen.

Nach dem „Galopp über die Steppe“ und der Karnevalsausgelassenheit tauchten die 100 Gäste in eine friedliche und harmonische Energie ein.

Die Moderator Jufeng Guo erklärte: „Der Mensch kann nicht wie ein Roboter ununterbrochen arbeiten. Körperliche und geistige Regulierung hilft uns, unsere Ziele nachhaltig zu erreichen. Die erste Falun-Gong-Übung mit acht Dehnbewegungen kann blockierte Meridiane öffnen – ähnlich wie Akupunktur, nur ohne die Angst und Schmerzen der Nadeln.“

Zum Abschluss des Abends genossen alle Gäste authentische asiatische Speisen – gebratene Nudeln, gebratenen Reis und Frühlingsrollen.

Jeder ging mit Freude, guter Laune, frischer Energie und innerer Zufriedenheit nach Hause.

Einhundert Menschen erlebten Falun Gong, eine Form des Qigong aus dem Osten.

Einhundert Menschen erlebten Falun Gong, eine Form des Qigong aus dem Osten. Foto: privat

Die Band Reflexum präsentiert ihre eigenen Lieder.

Die Band Reflexum präsentiert ihre eigenen Lieder. Foto: privat

Das Publikum war fasziniert von den roten Taschentüchern, die während des Neujahrstanzes wirbelten.

Das Publikum war fasziniert von den roten Taschentüchern, die während des Neujahrstanzes wirbelten. Foto: privat

Die Band Reflexum posierte mit dem Organisator, Herrn Guo, für ein Foto. Die beiden Schriftzeichen, die sie hielten, stammten von Herrn Guo: „福“ (Glück) und „马“ (Pferd). Beide Zeichen enthielten das Bild eines Pferdes. Foto: privat

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