Allgemeine Berichte | 18.01.2024

Das Tierheim Andernach präsentiert seine „Tiere der Woche“

Fellnasen auf der Suche nach einem neuen Zuhause

Katja. Fotos: privat

Andernach. Das Tierheim Andernach präsentiert seine „Tiere der Woche“.

EKH - weiblich/kastriert - * ca. 2019 geboren

Karton Katja wurde am 20.12.23 auf einem Rastplatz der B9 ausgesetzt. Das Tierheim fragt sich wirklich jedes Mal, wie man so eiskalt sein und seine Katze einfach in einem Pappkarton auf einem Parkplatz einer Bundesstraße entsorgen kann. Das Team geht davon aus, dass Katja bis dato nur in der Wohnung gehalten wurde. Sie war stark übergewichtig, hatte überall kahle Stellen (wahrscheinlich durch eine Flohspeichelallergie) und war unkastriert. Ihre Gebärmutter war bereits stark vereitert. Anfangs ging sie bei jeder Annäherung von den Zweibeinern „in die Luft“. Wer kann es ihr verübeln nach dem ganzen Stress? Mittlerweile taut Karton Katja aber immer mehr auf und fängt langsam wieder an zu vertrauen. Sie sucht dringend ein neues Zuhause, in dem man ihr Zeit gibt, anzukommen. Ob sie mit Artgenossen verträglich ist, konnte noch nicht getestet werden.

Anakonda - EKH - weiblich/nicht kastriert - *August 2023 Äskulap - EKH - weiblich/nicht kastriert - *Juli 2023

Anakonda und Äskulap konnten zusammen mit einer Lebendfalle sichergestellt werden. Ihre Eltern haben sich auf einem Firmengelände unkontrolliert vermehrt und beinahe hätte dieses Schicksal auch die beiden jungen Katzen ereilt.

Da sie in ihrem bisherigen Leben ohne Kontakt zu Menschen aufgewachsen sind, lassen sich Anakonda und Äskulap (noch) nicht anfassen und meiden die Interaktion mit uns Zweibeinern. Kommt man ihnen zu Nahe, werden auch mal die Krallen ausgefahren.

Mittlerweile wohnen die beiden Halbstarken schon ein paar Wochen im Tierheim und haben jeweils eine zutrauliche Zimmergenossin, die ihnen zeigt, dass wir Menschen ganz harmlos sind. Wir sind zuversichtlich, dass Anakonda und Äskulap auch zukünftig in ihrem neuen Zuhause Fortschritte machen werden. Hilfreich dabei ist ein bereits vorhandener, handzahmer Artgenosse, dieser sollte etwa im gleichen Alter sein. Zusätzlich sollten ihre neuen Dosenöffner etwas Geduld, Verständnis und eine dicke Haut haben. Bis zu ihrer Kastration müssen Anakonda und Äskulap im Haus gehalten werden, danach nehmen sie gerne wieder Freigang in Anspruch.

Lilli und Karli - ein unzertrennliches Duo

Lilli und Karli sind einfach nur lieb. Noch nie haben sie im Tierheim geknurrt, gefaucht oder die Krallen ausgefahren. Karli ist sehr gut mit anderen Hunden verträglich, er läuft bei uns ohne Probleme im Rudel mit. Lilli ist zwölf Jahre, Karli zehn Jahre alt. Beide sind kastriert. Leider ist Lilli Fiv positiv und darf deshalb nur in Wohnungshaltung vermittelt werden. Sie kann als Einzelkatze oder aber zu einer weiteren Fiv positiven Katze ziehen. Lilly ist gesundheitlich ansonsten sehr fit. Sie spielt auch gerne noch mit der Katzenangel. Anfangs ist Lilli fremden Menschen gegenüber zurückhaltend, doch das ändert sich schnell, wenn man sich ein bisschen mit ihr beschäftigt. Sie fängt dann an zu schnurren und lässt sich gerne kraulen.

Karli hat ein paar Alterswehwechen. Er benötigt jeden Tag eine Herztablette und kann nicht mehr so lange sein Pipi einhalten. Kommt er aber tagsüber regelmäßig alle zwei bis drei Stunden raus, passiert eigentlich auch kein Malheur. Nachts, wenn er schläft, hält er zwar länger ein, aber ein kleiner Unfall ist in dieser Zeit dennoch nicht auszuschließen. Hier kann man sich aber gut Abhilfe schaffen, indem man ihm einfach eine Rüdenwindel anzieht. Kali ist zwar nicht ganz taub, hört aber nicht mehr richtig. Er ist ein superlieber und verschmuster Kerl und geht noch problemlos 1 - 1,5 Stunden spazieren. Das Tierheim-Team weiß, dass es unglaublich schwer wird, ein gemeinsames zu Hause für die beiden Senioren zu finden. Doch sie wollen sie auf keinen Fall trennen. Es ist so süß, zu sehen, wie sie sich nachts ein Körbchen teilen und eng aneinander gekuschelt schlafen, sie hängen wirklich sehr aneinander. Lilli und Karli haben von klein auf zusammen gelebt und mussten ins Tierheim, weil ihr Besitzer erkrankt ist. Das Tierheim wäre auch bereit, die beiden in eine Dauerpflegestelle zu vermitteln. Das bedeutet, dass sie bis zum Lebensende sowohl die Medikamente, als auch die Tierarztkosten für die Beiden übernehmen würden. Allerdings müssten sie dann weiterhin von der Tierärztin hier im Tierheim behandelt werden.

Vielleicht gibt es ja da draußen jemanden, der ein großes Herz für Tiere hat, sich jedoch aus finanziellen Gründen keine eigenen Tiere halten kann. Das wäre dann für beide Seiten eine Win-Win-Situation. Lilli und Karli hätten ein schönes Zuhause und die Menschen zwei wirklich tolle Senioren zum betütteln. Wer Lilli und Karli kennenlernen möchte oder weitere Fragen hat, kann sich gerne im Tierheim melden.

Heinz - Löwenkopf Mix – männlich/kastriert (Kastrationsquarantäne bis Mitte Januar) - geboren ca. 2021

Heinz wurde mit einigen weiteren Kaninchen vom Veterinäramt beschlagnahmt, da er und seine Kameraden auf viel zu engem Raum gehalten wurden und sich die unkastrierten, hormongesteuerten Rammler sich bis aufs Blut gebissen haben. Da Heinz nur eine kleinere Wunde davontrug, kann man davon ausgehen, dass er die Hosen anhatte. Inzwischen wurde er kastriert und sucht ab Mitte Januar die Gesellschaft von einer sozialisierten Kaninchendame. Heinz zeigte sich im Tierheim bisher offen, neugierig und ein wenig frech Menschen gegenüber. Bis es wieder wärmer wird, möchte der drinnen gehalten werden, danach kann er gerne an die Außenhaltung gewöhnt werden.

Anakonda.

Anakonda.

Äskulap.

Äskulap.

Karli und Lilly.

Karli und Lilly.

Heinz.

Heinz.

Katja. Fotos: privat

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