121 Jahre gelebter Brauchtum, Zusammenhalt und Ehrenamt
Festkommers zum Jubiläum: 11 x 11 Jahre Große Erpeler Karnevalsgesellschaft
Erpel. Mit einem feierlichen Festkommers hat die Große Erpeler Karnevalsgesellschaft 1905 e.V. am Sonntag ihr außergewöhnliches Jubiläum begangen: 11 x 11 Jahre Vereinsgeschichte – karnevalistisch gezählte 121 Jahre gelebten Brauchtums, Zusammenhalt und Ehrenamt.
Pünktlich um 11:11 Uhr eröffneten Sitzungspräsident Jörg Buchmüller und Ehrenmitglied Joachim „Waldi“ Waldmann den Festkommers mit einer Festrede. In ihrer gemeinsamen Ansprache gaben sie einen eindrucksvollen Blick in die vergangenen 11 x 11 Jahre der Gesellschaft – eine lebendige Geschichtsstunde, die den Bogen von den Anfängen bis zur heutigen Vielfalt der GEK spannte. Sie erinnerten an Generationen von Aktiven, an schwierige Zeiten und an den unermüdlichen Einsatz vieler Ehrenamtlicher, ohne die der Verein heute nicht das wäre, was er ist.
Prinz Rainer I., der seine Prinzessin Sabine „Sum Sum“ entschuldigen musste, stellte sich im Rahmen des Festkommers noch einmal vor. In seiner Ansprache betonte er, dass Karneval in Erpel weit mehr sei als das Geschehen auf der Bühne: Er lebe von den Menschen dahinter, davor und mittendrin – von Gemeinschaft, Zusammenhalt und gelebter Tradition.
Durch das Programm führte charmant die amtierende Erpeler Weinkönigin Lea Warnke. Sie übernahm nicht nur die Moderation des Vormittags, sondern trug auch mehrere Grußworte vor, da einige Ehrengäste terminlich verhindert waren. So wurden unter anderem die Glückwünsche des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer, von Jan Ermtraud, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Hönningen, sowie von Andrea Bardelt, stellvertretende Schulleiterin der St. Johannes Grundschule Erpel, von ihr verlesen.
Persönlich anwesend waren zahlreiche Ehrengäste und Gratulanten, darunter Landrat Achim Hallerbach, der 1. Beigeordnete der Verbandsgemeinde Unkel, Marcus Fischer, sowie Ortsbürgermeister Günter Hirzmann. Zudem gehörte Landtagskandidat Jürgen Schmied zu den Gästen des Festkommers.
Alle Redner des Vormittags wurden im Rahmen der Veranstaltung mit dem Orden der Jubiläumssession geehrt. Die Übergabe übernahmen Kassiererin Laurie Anna Labonte und Schriftführer Udo Gramenz, die damit den Dank der Gesellschaft für die würdigenden Worte und die Verbundenheit mit dem Erpeler Karneval zum Ausdruck brachten.
Den Abschluss des Festkommers bildete der Gratulationscour. Zahlreiche befreundete Vereine aus Erpel sowie Abordnungen regionaler Karnevalsgesellschaften, des Heimatordenkapitels und von „Ad Erpelle“ erwiesen der GEK ihre Glückwünsche. Besonders ins Auge fiel dabei die große Zahl an Erpeler Vereinsvertretern, die in Uniformen der GEK auf der Bühne standen – ein sichtbares Zeichen für die enge Verbundenheit der örtlichen Vereine und für das außergewöhnliche Engagement vieler Mitglieder, die gleich mehrere Funktionen unterschiedlicher Gruppierungen ausüben.
Für einen besonderen Schmunzler sorgte in diesem Zusammenhang Weinkönigin Lea, die ihre Weinköniginnenkrone zur Uniform der Ehrengarde kombiniert hatte. Sie beschrieb diesen Auftritt augenzwinkernd als das „Vokuhila-Prinzip: Oben Business, unten Party“.
Der Festkommers machte eindrucksvoll deutlich, wofür die Große Erpeler Karnevalsgesellschaft seit nunmehr 121 Jahren steht: für Widerstandskraft in schwierigen Zeiten, für generationsübergreifendes Engagement und für einen Karneval, der Tradition bewahrt, ohne stehen zu bleiben. Das Jubiläum 11 x 11 Jahre wurde so nicht nur zum Rückblick, sondern zugleich zu einem klaren Bekenntnis zur Zukunft des Erpeler Karnevals.
