4. Mosel Fire Fighter Combat Challenge in Ediger Eller: Die härtesten zwei Minuten der Welt
Firefighter kämpften um Sekunden
Ediger-Eller. Brandbekämpfer aus dem In- und Ausland trafen sich am vergangenen Wochenende in Ediger-Eller, um in einem fairen und harten Wettkampf ihre Besten zu küren. Die „4. Mosel Fire Fighter Combat Challenge“ lockte rund 400 Männer und Frauen aus den USA, Neuseeland, Frankreich, Holland, Slowenien, Schweiz, Großbritannien, arabischen Ländern und natürlich aus Deutschland an die Mosel. In einem Volksfest feierten die harten Männer und Frauen an drei Tagen ihre Sieger, wobei neben den Einzel- und Tandem-Wertungsläufen auch Staffel-Qualifikation und verschiedene Wertungsläufe auf dem anspruchsvollen Parcours am Moselgestade zu absolvieren waren.
Zum Wettbewerb
Schon von Weitem fiel den Besuchern das zwölf Meter hohe Stahlgerüst ins Auge, das von den Akteuren zunächst mit einem 20-kg-Schlauchpaket zu bezwingen war. Auf dem Gerüst mussten die Wehrleute in voller Ausrüstung dann noch ein zweites rund 20-kg-schweres Paket an einem Seil hochwuchten, ehe sie unten mit kräftigen Hammerschlägen eine 78 Kilogramm schwere Platte über eine Strecke von1, 50 Meter voranzutreiben hatten.
Anschließend ging es ohne Pause über einen Slalom-Parcours hin und zurück, bevor die Akteure einen simulierten Brandherd mit einem Schlauch löschen durften. Abschluss dann das Retten eines 80-Kilo-Dummys, der über eine bestimmte Strecke, aus der Gefahrenzone zu schleppen war. Diese Höchstleistungen müssen alle in voller Ausrüstung, also mit rund 30 Kilogramm Zusatzgewicht, absolviert werden. Es ist verständlich, dass diese, einem wirklichen Einsatz, sehr nahe kommenden Disziplinen nur von durchtrainierten und konditionsstarken Teilnehmern bewältigt werden können, daher ist diese Challenge auch seit den 70er Jahren in den USA entstanden und als Sportart anerkannt worden.
„Der Weltrekord für diese härtesten zwei Minuten der Welt, liegt bei den Männern bei 79 Sekunden“, so der Veranstalter. „Die meisten wollen aber nur unter zwei Minuten bleiben“, erklärt er weiter. Die Resonanz des Spektakels, dass von vielen freiwilligen Helfern unterstützt wird, ist riesengroß. Hunderte von Zuschauern begeisterten sich, trotz regnerischem Wetter, für die Brandschützer und die Kameradschaft unter den Teams ist überwältigend. Im nächsten Jahr soll, wegen der gute Organisation und dem ganzen Drumherum, sogar die Europameisterschaft der Fire-Fighter in Ediger-Eller ausgerichtet werden. MT
Daumen Hoch! Ziel erreicht!
Der Dummy wiegt satte 80 Kilogramm und muss aus einer simulierten Gefahrenzone gezogen werden.
Mit dem Gummihammer ist eine 78-kg-Platte auf 1,50 Meter voranzutreiben.
Kameradschaftliches Abklatschen der Mannschaftskollegen.
