Musikalische Matinee in Monrepos
Flötenklänge aus der Altsteinzeit
Neuwied. Am Sonntag, 22. September, 10 Uhr findet im Monrepos eine musikalische Sonntagsmatinee statt. Im Rahmen eines Gesprächskonzerts geben die Archäologin Dr. Susanne Münzel und die Querflötistin Anna Friederike Potengowski Einblicke in die Fundgeschichten und die Klangwelt rund um die ältesten Musikinstrumente der Menschheitsgeschichte.
Dr. Susanne Münzel, Urgeschichtlerin an der Universität Tübingen, entdeckte 1995 im Tierknochenmaterial aus der Geißenklösterle-Höhle einen mehrfach durchlochten Schwanenknochen, den sie als „Flöte“ interpretierte. Mit diesem und den später folgenden Funden unter Prof. N. Conard, konnten die Anfänge musikalischen Handelns des modernen Menschen bis in die Altsteinzeit zurückdatiert werden. Susanne Münzel kennt die ältesten Musikinstrumente der Menschheitsgeschichte wie keine andere.
Die Flötistin Anna Friederike Potengowski beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit den musikalischen Möglichkeiten der Instrumentenfunde der Schwäbischen Alb, sowohl auf musikwissenschaftlicher und experimentalarchäologischer, als auch auf künstlerischer Ebene. Ihre Forschungsergebnisse wurden in verschiedenen nationalen und internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht.
Nach einem Sektempfang im Museumsfoyer loten die beiden Referentinnen, unterstützt von Bild und Tonmaterial, Fundgeschichten, spieltechnische Besonderheiten, Tonalität, Bedeutung für die Menschheitsentwicklung, aber auch persönliche Erfahrungen rund um die Flötenfunde und deren Fundorte aus. Im Anschluss an das Gespräch geben sie der sinnlichen Erfahrung der Klangwelt dieser 40.000 Jahre alten Instrumente, im Rahmen eines ca. 20-minütigen Konzertes, Raum.
Weitere Informationen und Anmeldung: Tel.: (0 26 31) 97 72-0, E-Mail: monrepos@leiza.de, monrepos.leiza.de, facebook.com/paleomonrepos
