Allgemeine Berichte | 05.08.2021

Zentrale Küche für 15 Ausgabestellen im Katastrophengebiet Ahr

Flutgebiet: DRK liefert 10.000 warme Mahlzeiten täglich

Kaum angereist und direkt in den Einsatz: Rotkreuzler aus dem münsterländischen Kreis Borken besprechen den ersten Einsatzauftrag und planen die Anfahrt in den zugewiesenen Einsatzabschnitt im Katastrophengebiet Ahr. Foto:Thorsten Trütgen

Kreis Ahrweiler. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat in der Gemeinde Grafschaft im Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz ein großes Verpflegungszentrum in Betrieb genommen, das täglich 10.000 warme Mahlzeiten sowie 10.000 Lunchpakete für Betroffene der Unwetterkatastrophe vom 14./15. Juli liefern kann. „Wir gehen davon aus, dass das Deutsche Rote Kreuz noch Wochen und Monate in den vom Unwetter betroffenen Gebieten tätig sein wird, um die zerstörte Infrastruktur weitgehend wiederherzustellen. Dazu gehört nicht nur die Verpflegung der Bevölkerung, sondern auch die medizinische und gesundheitliche Betreuung sowie die vollständige Wiederherstellung der Kommunikation, der Trinkwasserversorgung und der Abwasserentsorgung“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt.

Das Verpflegungszentrum in Grafschaft wurde am vergangenen Wochenende unter anderem von Helferinnen und Helfern der DRK-Landesverbände Hessen und Bayerisches Rotes Kreuz aufgebaut. Die Essensmahlzeiten werden an circa 15 Ausgabestellen im Landkreis Ahrweiler geliefert. Insgesamt sind immer noch mehr als 1.400 Helferinnen und Helfer des DRK aus dem ganzen Bundesgebiet in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen im Einsatz – die meisten davon ehrenamtlich. „Wir unterstützen unsere DRK-Kreisverbände und bleiben vor Ort, solange die Menschen unsere Hilfe brauchen“, sagt DRK-Präsidentin Hasselfeldt.

Weil viele Arztpraxen und Krankenhäuser vom Hochwasser beschädigt oder zerstört wurden, hat das DRK in Nordrhein-Westfalen eine und in Rheinland-Pfalz drei mobile Arztpraxen zur Verfügung gestellt. Durch das DRK werden allein im Ahrtal täglich bis zu 140.000 Liter Trinkwasser in den betroffenen Orten ausgegeben. Außerdem werden zahlreiche Stromaggregate und Bautrockner zur Verfügung gestellt und Hygieneartikel verteilt. Geplant ist außerdem die Inbetriebnahme einer Kläranlage.

„Trotz eigener erheblicher Schäden sind wir im Einsatz für unser Mitbürger. Zuerst war unsere Aufgabe die Menschenrettung. Nun ist es unsere Aufgabe, unseren betroffenen Mitbürgern das Leben zu ermöglichen“, sagt Achim Haag, Präsident des DRK-Kreisverbandes Ahrweiler e.V. und ergänzt: „Gemeinsam mit dem bundesweiten Rotkreuznetzwerk wird derzeit im Kreis Ahrweiler Hilfe für die Hochwasseropfer geleistet. Auch wenn alle anderen Hilfskräfte irgendwann abreisen, wir als Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Ahrweiler e.V. sind mit unseren neun DRK-Ortsvereinen vor Ort, wenn unsere Mitbürger uns brauchen.“

Spendenmöglichkeit:

Das DRK bittet um Spenden für die betroffenen Menschen:

IBAN: DE63370205000005023307

BIC: BFSWDE33XXX

Stichwort: Hochwasser

Spendenkonto des DRK-Kreisverband Ahrweiler e.V.

IBAN: DE 42 5775 1310 0000 8000 29

BIC: MALADE51AHR

Stichwort: Hochwasserhilfe Ahr

Pressemitteilung DRK Ahrweiler

Das komplexe Hilfeleistungssystem des DRK funktioniert. Rotkreuzkräfte aus dem gesamten Bundesgebiet unterstützen die Kameraden an der Ahr bei der Versorgung der Hochwasseropfer.

Das komplexe Hilfeleistungssystem des DRK funktioniert. Rotkreuzkräfte aus dem gesamten Bundesgebiet unterstützen die Kameraden an der Ahr bei der Versorgung der Hochwasseropfer.

Kaum angereist und direkt in den Einsatz: Rotkreuzler aus dem münsterländischen Kreis Borken besprechen den ersten Einsatzauftrag und planen die Anfahrt in den zugewiesenen Einsatzabschnitt im Katastrophengebiet Ahr. Foto:Thorsten Trütgen

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