Allgemeine Berichte | 23.06.2018

Die Große Koblenzer Karnevalsgesellschaft ehrt ein Koblenzer Original

Franz-Josef Möhlich erhält den Moddersproch-Preis

Preisverleihung am Freitag, 29. Juni um 17 Uhr

Franz-Josef Möhlich liebt seine Heimat. privat

Koblenz. Im Rahmen des Königsbacher Altstadtfestes wird wieder der Moddersproch-Preis an eine Persönlichkeit verliehen, die die Moddersproch noch „schwätze und pflege“ tut. In diesem Jahr ist der Preisträger Franz-Josef Möhlich. Er gehört sicherlich zu den bekanntesten Koblenzern, insbesondere durch seine vielseitige Tätigkeit im Koblenzer Karneval und hier besonders als amtierender AKK Präsident. Die Preisverleihung findet bei der Eröffnung des Königsbacher Altstadtfestes am 29. Juni um 17 Uhr an der Liebfrauenkirche „onner dä Zwiuwwelstärm“ statt. Verliehen wird der Preis durch die Große Koblenzer Karnevalsgesellschaft, die auch Ausrichter des Altstadtfestes ist. Das Ganze wird umrahmt von einem kleinen Programm, natürlich in Kowelenzer Platt und einem Umzug durch die Altstadt zu Ehren des Preisträgers. Wie in den Jahren zuvor wird auch dem alten Brauhaus ein Besuch abgestattet, was dafür sorgt, dass keiner der Teilnehmer durstend durch die Straßen ziehen muss. Franz-Josef Möhlich wurde am 25. Mai 1960 im Koblenzer Kemperhof als Sohn des selbstständigen Klempner- und Installateurmeisters Matthias Möhlich und seiner Gattin Margarete Möhlich geboren. Dem Besuch des katholischen Kindergartens in Güls folgte im Dezember 1966 die Einschulung. 1977 beendete er die Schulzeit mit der Mittleren Reife an der Dr. Zimmermannschen Wirtschaftsschule in Koblenz. Danach ging es in die Ausbildung zum Zentralheizungs- und Lüftungsbauer, die er 1980 erfolgreich beendete. Es folgte die Zeit der Wehrpflicht in Diez, Kastellaun und Koblenz. In dieser Zeit reifte der Entschluss, das Abitur zu erlangen. Nach der Wehrpflicht ging es wieder auf die Schulbank. 1983 hatte er dann das Fachabitur in der Tasche und somit die Berechtigung zum Studium der Energie- und Wärmetechnik in Gießen. Es folgte die Meisterausbildung zum Gas- und Wasserinstallateurmeister und später die Qualifikation für den Bereich Heizungsbau. 1987 trat er in das 1927 gegründete elterliche Unternehmen ein.

Der Weg zum Karnevalisten

Seine Tochter Melina hat den Virus „Karneval“ bereits in die Wiege gelegt bekommen. In jungen Jahren hatte Franz-Josef Möhlich selbst jedoch mit dem Karneval sehr wenig Berührungspunkte. In späteren Jahren besuchte er schon mal die legendären KaJu-Sitzungen in Koblenz-Güls. Seine Aktivitäten neben Schule und Beruf beschränkten sich mehr auf sportliche Aktivitäten. Beim TV Güls spielte er erfolgreich Handball. Sicherlich war einer seiner persönlichen Höhepunkte der Sieg der Deutschen Hochschulmeisterschaft mit der Fachhochschule Gießen-Friedberg. Zum Karneval kam Franz-Josef Möhlich Mitte der 80er Jahre. Bei einer Veranstaltung im legendären Mosel-Tanzpalast in Güls wurde er vom damaligen Männerballett der GCV 33. Husarencorps Koblenz-Güls e.V. (heute Gülser Husaren) zum Mittanzen überredet. Der Preisträger fand Gefallen an der fünften Jahreszeit und ging in die Bütt. Seit mehr als 30 Jahren hält er hier das Protokoll zu Beginn der Sitzungen. 1987 wurde er Vorstandsmitglied der Husaren und 1988 Vorsitzender. Die erste Prinzenstellung des Vereins (Detlef Koenitz und seine erste Frau Sylvia Möhlich) haben ihm 1989 gezeigt, was alles hinter der fünften Jahreszeit steckt. Seine beiden Lehrmeister waren seinerzeit die Koblenzer Karnevalsgrößen Gerd Kesseler und Werner Wiemers. Mit einer tollen Truppe bauten sie gemeinsam die Gülser Husaren auf. Franz-Josef wurde Präsident des Vereins und durfte 2001 an der Seite von Heike Piepiorka Prinz der Stadt Koblenz sein. Mitte der 2000er Jahre übergab er das Präsidentenamt der Gülser Husaren an Frank Kreuter (Prinz 2016). Das „Protokoll“ blieb bis heute bei ihm. Im Jahr 2008 beendete der damalige Präsident der AKK Rudi Schmidt sein Vorstandsamt. Damals wurde er von den Delegierten des Koblenzer Dachverbandes zum neuen Präsidenten der AKK gewählt. Dieses Amt wurde vor wenigen Wochen einstimmig bestätigt. Mit einer tollen Vorstandstruppe und den dazugehörigen Partnerinnen und Partnern macht das Amt ihm viel Freude. In der Zeit von 2014 bis 2018 war er auch Mitglied des Rates der Stadt Koblenz. Aus familiären Gründen musste er dieses Amt in diesem Frühjahr leider abgeben.

Seite 1960 lebt Franz-Josef Möhlich in Koblenz-Güls. Seit dem Jahr 2000 ist er mit seiner Ehefrau Susanne glücklich verheiratet. Beide führen gemeinsam den eigenen Handwerksbetrieb. Ohne ihre Rückendeckung wäre manch ehrenamtliches Engagement gar nicht möglich.

Die Verbindung zur Muttersprache

Die Erstsprache erlernt ein jedes Kind in der Regel von seinen Eltern. Sie zeigt die Liebe zur Heimat und davon hat Franz-Josef Möhlich von seinen Eltern jede Menge in die Wiege gelegt bekommen. Mit Wilfried Ohlenmacher und den Gölser Husaren hat er 1991 das Buch „Ich soon dir wat of Gölser Platt“ herausgebracht. Die Zeichnungen im Buch stammten von Peter Neisius und die Einleitung zum Buch „Die Moddersproch hat viele Väter“ von Peter Burger. Die Große Koblenzer Karnevalsgesellschaft ist der Meinung, dass mit Franz-Josef Möhlich ein großer und würdiger Vertreter der Moddersproch, wie auch ein fantastischer Repräsentant der Stadt Koblenz den begehrten Preis erhält.

Pressemitteilung der GKKG

Franz-Josef Möhlich liebt seine Heimat. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Lampionfest in Weißenthurm
Lampionfest in Weißenthurm
Image
Titel
Tag der Architektur im Steigenberger Hotel Bad Neuenahr , 27. – 28.06.26
Murrefest u. St. Peter & Paul-Kirmes in Westum
Empfohlene Artikel
Die vulkanische Geschichte der Eifel lässt sich im Lava-Dome spielerisch entdecken. Foto: Dominik Ketz
55

Wer glaubt, Vulkane gäbe es nur auf Island oder in Italien, hat die Rechnung ohne die Eifel gemacht. Im Lava-Dome in Mendig wird schnell klar: Auch hier ging es einst verdammt heiß her! Das Deutsche Vulkanmuseum entführt seine Besucher auf 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte. Klingt staubtrocken? Von wegen! 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte.

Weiterlesen

In der ehemaligen Ahrweiler Synagoge diskutierten (von links) Nick Falkner, Ulrich van Bebber, Susanne Bell und Dr. Martin Wein.
243

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wie hat die Flut den Zusammenhalt im Ahrtal verändert. Welche Konflikte bestehen noch? Wo trägt bürgerschaftliches Engagement weiterhin? Wo brauchen Menschen, Vereine und Kommunen mehr Unterstützung? Und was muss Politik aus dieser Katastrophe lernen, damit Warnketten funktionieren, Zuständigkeiten klar sind und der Staat im Krisenfall schneller handeln kann?

Weiterlesen

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 11
136

Jede Woche präsentieren wir Euch einen neuen Schnappschuss aus dem BLICK aktuell-Land. Die Bilder zeigen bekannte Orte, besondere Details oder überraschende Perspektiven aus der Region – doch nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, was genau zu sehen ist.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
483

Feuerwehr im Großeinsatz: Brand bleibt unter Kontrolle, Nachlöscharbeiten laufen

20.06.: Großbrand in Niederzissen: Feuerwehr verhindert Flammenübergriff

Niederzissen. Am 19. Juni 2026 geriet ein holzverarbeitender Betrieb im Bereich "Im Stiefelfeld" in Niederzissen in Brand. Um 22:50 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Bei ihrem Eintreffen stand das Gebäude bereits in Vollbrand, und rund 110 Feuerwehrleute sowie andere Hilfsorganisationen nahmen den Kampf gegen die Flammen auf.

Weiterlesen

Trotz der Hitze: gute Stimmung und Gespräche beim fairen Frühstück vor dem Andernacher Rathaus
82

Fairtrade Frühstück Andernach

Fairtrade Frühstück in Andernach

Andernach. Mit einem fairen Frühstück vor dem Historischen Rathaus hat die Stadt Andernach erneut ein sichtbares Zeichen für mehr globale Gerechtigkeit und nachhaltigen Konsum gesetzt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, gemeinsam zu frühstücken und dabei mehr über die Bedeutung fair gehandelter Produkte zu erfahren.

Von Hans-Georg Hansen aus Andernach

Weiterlesen