Allgemeine Berichte | 27.11.2018

Interkulturelles Erzähl- und Themencafés für Frauen in Linz am Rhein eröffnet

„Frauenwelten“ stehen im Fokus

Dank der Unterstützung mehrerer Ministerien und nicht zuletzt der Stadt Linz konnte das Projekt von UTAMARA jetzt an den Start gehen. privat

Linz. Kürzlich eröffnete die Frauenbegegnungsstätte UTAMARA e.V. ein Interkulturelles Erzähl- und Themencafés für Frauen in Linz und setzte damit den Start zu ihrem neuen Projekt „Frauenwelten“.

Über 30 Frauen aus verschiedener Religionen, Kulturen und Sprachen aus dem Kreis Neuwied haben an der Eröffnungsveranstaltung teilgenommen. Begrüßt wurden die Veranstaltung und der Projektbeginn durch den Bürgermeister der Stadt Linz, Dr. Hans Georg Faust, und durch die Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde, Astrid Thol. Beide stellten die wichtige Rolle von Frauen in der Gesellschaft in den Mittelpunkt ihrer Grußworte und legten Wert auf die Förderung von Gleichberechtigung und Chancengleichheit als einer gesellschaftlichen Aufgabe. Frauen mit ihren Diversitäten, ihren Geschichten und kulturellen, religiösen oder ethnischen Identitäten zu fördern bedeutet eine vielfältige Gesellschaft zu fördern und weiterzuentwickeln.

Raum zum Aufbau persönlicher Kontakte

Mit dem Themen- und Erzählcafé will die Frauenbegegnungsstätte UTAMARA e.V. Frauen mit und ohne Migrationserfahrung die Möglichkeit geben, sich kennenzulernen, Kontakte aufzubauen und sich auszutauschen. Das Themen- und Erzählcafé soll einen Raum bieten um Informationen zu zentralen Alltagsthemen zu teilen, regionale Unterstützungsangebote bekannt und zugänglich zu machen und vor allem Frauen darin zu fördern, sich in ihrer Nachbarschaft zu vernetzen, sich gegenseitig zu unterstützen und ihren Alltag gemeinsam zu bereichern und dadurch auch leichter zu bewältigen.

Im Projekt werden mobile Themen- und Erzählcafés in den verschiedenen Verbandsgemeinden des Landkreises Neuwied und darüber hinaus stattfinden. Regelmäßig einmal in Monat wird es in der Stadt Linz (Rhein) ein Themen- und Erzählcafé für Frauen geben.

Frauen wünschen Austausch und Informationen

Die Mitarbeiterinnen der Frauenbegegnungsstätte UTAMARA nutzten die Eröffnungsveranstaltung um das Café in Linz bekannt zu machen und um Themenvorschläge für die Gestaltung des Cafés zu sammeln. Wünsche von den Frauen betrafen sowohl einen kulturellen als auch einen lehrreichen Austausch wie die Umsetzung von Koch-, Tanz- und Rhythmus-Kursen ebenso wie der Bedarf an Informationen zu Frauen- und Kinderrechten, zu Frauengeschichte oder der Frage nach beruflichen Möglichkeiten für Frauen, die Kopftuch tragen. Das nächste Frauenwelten-Café wird am 19. Dezember von 10 von 13 Uhr in der Stadthalle in Linz stattfinden. Die Teilnehmerinnen werden sich dort über traditionelle und religiöse Feste im Winter austauschen, verschiedenste Rituale kennenlernen und gemeinsam feiern.

Begleitet wird jedes Frauencafé durch Sprach- und Kulturmittlerinnen, die den Austausch mit Frauen mit geringen Deutschkenntnissen erleichtern soll. Auch eine Kinderbetreuung ist immer vor Ort. So können Mütter gemeinsam mit ihren Kindern am Café teilnehmen. Angeboten wird ebenso ein Fahrdienst, dafür können sich Frauen vorab anmelden und werden dann auch aus umliegenden Orten der Verbandsgemeinde abgeholt.

Gefördert wird das dreijährige Projekt „Frauenwelten – Interkulturelles Mobiles Erzähl- und Themencafé“ durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und das Landesministerium Rheinland-Pfalz für Familie, Frauen, Jungend, Integration und Verbraucherschutz. Auch der Stadt Linz und den Verbandsgemeinden dankte UTAMARA für die Unterstützung bei der Umsetzung des Cafés.

Weitere Informationen zum Café und zum Projekt können telefonisch oder per E-Mail bei der Frauenbegegnungsstätte UTAMARA erfragt werden Tel. (0 26 44) 60 24 24m, E-Mail frauenwelten@utamara.org.

Der Linzer Stadtbürgermeister Dr. Hans Georg Faust (stehend, hinten rechts) begrüßte das neue Angebot.

Der Linzer Stadtbürgermeister Dr. Hans Georg Faust (stehend, hinten rechts) begrüßte das neue Angebot.

Dank der Unterstützung mehrerer Ministerien und nicht zuletzt der Stadt Linz konnte das Projekt von UTAMARA jetzt an den Start gehen. Fotos: privat

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