Allgemeine Berichte | 18.12.2024, 10:30 Uhr

Aktionen in der vegetationsarmen Zeit

Gebt dem Apollofalter ein Zuhause

Der Apollofalter. Quelle: Lehmer Razejunge
90

Lehmen. Der Apollofalter (Parnassius apollo) ist die Leitart der Schmetterlinge an der Terrassenmosel und ein Werbeträger für die Moselregion.

Der Bestand des Mosel-Apollos ist leider gefährdet. Der Landkreis Mayen-Koblenz fördert in einem groß angelegten Rettungsprojekt mit umfangreichen Maßnahmen den Bestand zu sichern und auszubauen. Die Mithilfe von Winzern und Naturfreunden ist erforderlich.

Die Lehmer Razejunge setzen sich seit Jahren für den Erhalt und für die Verbesserung der Lebensbedingungen des Apollofalters ein. Apollofalterraupen aus einer Unterhaltungszucht im Saarland wurden im Frühjahr in der Lehmer Würzlay ausgesetzt. Aktuell haben die Razejunge im Spätherbst Futterpflanzen für den Apollofalter, in eigenen Saatbeeten vorgezogen, auf den Kuhren der Würzlay und speziell im Razejungewingert gepflanzt - ein zusätzliches Nahrungsangebot für den Falter in der kommenden Flugzeit. Anfang Dezember wurde wieder mit Entbuschungs- und Freistellungsmaßnahmen in der Lehmener Würzlay begonnen.

Der Apollofalter bevorzugt als Lebensraum freie, in der Sonne liegende Flächen mit Trockenmauern und Felsstrukturen mit niedrigem Bewuchs und blütenreichen Futterpflanzen. Die starke Beschattung der Mauerkronen durch wuchernde Pflanzen, beeinträchtigt das Wachstum des Weißen Mauerpfeffers.

Er ist die Futterpflanze der Raupe des Apollofalters. Nach Durchführung der Freistellungsmaßnahmen kann er sich gut entwickeln. Im Laufe der vegetationsarmen Zeit werden weitere Arbeiten bis Ende Februar fortgeführt.

Die Razejunge hoffen, einen lohnenden Beitrag zum Erhalt des gefährdeten Schmetterlings zu leisten und schauen optimistisch ins neue Jahr.

Der Apollofalter. Quelle: Lehmer Razejunge

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag
Imageanzeige
Image Anzeige
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Anzeige Wohnträume in Gesamtausgabe mit berechnet
Wohnträume im Kreis AW
Wohnträume Kreis Ahrweiler
"Wohnträume" Kreis AW
Empfohlene Artikel
Daniel Robbel, Chefredakteur bei BLICK aktuell.  Foto: privat
553

Manchmal beginnt eine gute Geschichte mit einem Satz, manchmal mit einem Anruf. Und manchmal einfach mit der Frage: Was bewegt die Menschen gerade? Genau darum geht es uns bei BLICK aktuell jeden Tag. Unsere Redaktion schaut sie die Themen an, spricht mit den Menschen vor Ort, gewichtet Informationen und entwickelt daraus Geschichten, die informieren, unterhalten und das Leben in unserer Region widerspiegeln.

Weiterlesen

133

Der Zusammenschluss der Kollegen im Kreis Ahrweiler vor mehr als 25 Jahren wurde im Laufe der Jahre zum Notdienstkreis-Rhein-Ahr-Eifel erweitert und umfasst mittlerweile mehr als 30 Praxen und stellt damit im Bundesvergleich einen der ältesten organisierten Notdienst dar. Der Radius der 34 teilnehmenden Praxen erstreckt sich entlang der Mosel, der Ahr und dem Rhein und inkludiert das Kleintierzentrum Neuwied, sowie die Tierklinik in Mayen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Der Limes-Radweg verläuft durch Wachtberg
17

Niedergermanischer Limesradweg in Wachtberg

Mit dem Rad auf den Spuren der Römer

Wachtberg. Wachtberg erfreut sich seit Beginn des Jahres an einer neuen, historisch bedeutenden Radroute: Der Niedergermanische Limesradweg (NGL) führt jetzt offiziell durch das Drachenfelser Ländchen. Seit Juli 2021 zählt dieser ehemalige Grenzwall des Römischen Reiches zum UNESCO-Welterbe und gilt als das längste zusammenhängende Bodendenkmal Europas. Die Route ist an den charakteristischen hellblauen...

Von Erwin Schweisshelm aus Wachtberg

Weiterlesen

Clemens Hoch, MdL
68

Andernach. Gute Nachrichten für die Sport- und Freizeitinfrastruktur in Andernach: Das Freibad der Stadt profitiert von einem millionenschweren Förderprogramm des Bundes. Insgesamt 306.848 Euro fließen aus Berlin nach Andernach, um die Anlage gezielt zu modernisieren und langfristig abzusichern. Das gab der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages im Rahmen des Sonderprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ bekannt.

Von Benjamin Kastner aus Mendig

Weiterlesen