Stadtsoldaten Linz feiert im Saal des Hotel Weinstock
Geburtstag des Corps und Ehrungen standen auf dem Programm
Linz. In Verbindung mit dem traditionellen Uhlesessen feierten die Stadtsoldaten in diesem Jahr ihren 85. Geburtstag. Die Veranstaltung begann mit dem feierlichen Einzug der Gulasch-Kapell in den in Rot-Weiß gehüllten vollen Saal. Der gut gelaunte Kommandant Markus Paffhausen eröffnete sodann das Geburtstagsfest und begrüßte Stadtbürgermeister Dr. Hans-Georg Faust, Verbandsbürgermeister Günter Fischer, Abordnungen der Linzer Corps und der Möhnen sowie befreundete Vereine aus Bendorf und Andernach, einen Vertreter der Roten Funken aus Köln und seine Stadtsoldatenfamilie. Gemeinsam mit Adjutant Michael Degen führte er dann souverän durch ein buntes Programm.
Als Erstes fand ein gelungener musikalischer Rückblick durch die Gruppe Uhles Underground in Verbindung mit geschichtsträchtigen Bildern und Videos statt. Diese tolle Idee fand anhaltenden Beifall. Dann konnte man die Aktivitäten des vergangenen Jahres in Bildern verfolgen. Markus Paffhausen stellte als Neuerung einen Jahreskalender mit historischen Fotos der Stadtsoldaten im A3- Format vor. Interessierte können ihn per E-Mail an Info@Stadtsoldaten-Linz.de zum Preis von zehn Euro bestellen. Mit dem „Crowdfunding-Projekt“ der VR-Bank Neuwied-Linz hat das Corps durch Spenden, vornehmlich durch die Kameraden und der VR-Bank die stolze Summe von 3.000 Euro für die Anschaffung neuer Musikinstrumente erhalten. Kommandant Markus Paffhausen dankte allen Spendern sehr herzlich. Seine Begrüßung von sechs ehemaligen Funkenmariechen wurde mit viel Beifall begleitet.
Neue „Brackenscheißer“
Bevor nun neue Mitglieder und Ehrungen vorgenommen wurden, stärkte man sich mit leckerem Uhles und kühlem Kölsch. Zunächst stellte man Jörg Kahlert, Simon Buch und Marcel Dreesen als neue aktive Kameraden vor, die feierlich als „Brackenscheißer“ vereidigt wurden. Des Weiteren begrüßte man elf neue inaktive Mitglieder, darunter Pastor Lothar Anhalt.
Kommandant Markus Paffhausen ehrte nun langjährige Mitglieder: Janina Mollberg (fünf Jahre Musikzug), Jan Profitlich (fünf Jahre Musikzug), Steffen Schreiber (fünf Jahre), Rudi Hardt (zehn Jahre), Stefan Unkel (zehn Jahre), Achim Felten (zehn Jahre), Lars Willscheid (15 Jahre), Christian Westhofen (15 Jahre), Florian Runkel (15), Michael Westhofen (20 Jahre), Jan-Erik Burkard (20 Jahre), Fabian Bündgen (20 Jahre), Andreas Salz (30 Jahre), Ralf Scheidt (30 Jahre), Thomas Baars (30 Jahre), Klaus Baars (35 Jahre), Klaus Birrenbach (35 Jahre), Michael Degen (35 Jahre), Friedhelm Pertzborn (40 Jahre), Bernd Burkard (40 Jahre). Theo Westhofen kann auf stolze 50 Jahre und Peter Frings auf 55 Jahre aktive Mitgliedschaft zurückblicken.
Multi-Tool und Corps-Akrobat
Mit Theo Westhofen haben die Stadtsoldaten ein technisch versiertes Mitglied. Er ist immer da und ansprechbar, wenn es um den Wagenbau geht, er hält den Fuhrpark fit, wartet und repariert ihn und ist fleißiges Mitglied im Team der Feldküche. Für seine lange Mitgliedschaft und seinen unermüdlichen Einsatz überreichte ihm der Kommandant eine Urkunde und ernannte ihn zum „Multi-Tool“.
Noch länger im Corps mit 55 Jahren ist Peter Frings. Auch er ist ein treuer Stadtsoldat, der dem Corps immer hilfsbereit zur Seite steht. Er wurde bereits vor fünf Jahren zum Corps-Akrobaten ernannt. Den Jubilaren zollte man Anerkennung unter lang anhaltendem Beifall.
Die langen Mitgliedschaften zeigen eine große Verbundenheit zum Corps. Durch die jungen Nachwuchskräfte besteht eine gesunde Mischung, die die Tradition im Linzer Karnevals hochhält. Bei 25-jähriger Mitgliedschaft erhält man die Möglichkeit, zum Ehrenoffizier ernannt zu werden. Dies traf in diesem Jahr auf Dennis Prokop zu, der dieses Ziel nach einer positiven Aufnahmeprüfung erreichte. Der Kameradschaftsorden für außerordentliche Verdienste wurde Thorsten Lahr übergeben.
Heimspiel für das Dreigestirn
Der Höhepunkt der Veranstaltung war der Einzug des Prinzen Baffy I. mit seinen Adjutanten Shelly und Franky. Sie wurden musikalisch vom Musikzug der Stadtsoldaten, der diese Session 35 Jahre besteht, begleitet. Er zeigte gleichzeitig seine neuen Musikinstrumente und führte neue und rekrutierte Mitglieder ein. Was ist das herrlich und stimmungsvoll, wenn das Dreigestirn aus aktiven Kameraden besteht. Der Beifall war enthusiastisch. Bei seinem Heimspiel war Prinz Baffy I. sichtlich gerührt und fühlte sich wie zu Hause. Er begrüßte seine Familie, überreichte den aktiven Kameraden seinen Orden und legte gekonnt mit seinen beiden Adjutanten sein Prinzenlied, das vom inaktiven Stadtsoldaten Norbert Reul komponiert und getextet worden ist, aufs Parkett.
Nach dem offiziellen Teil mischte sich das Dreigestirn unter seine Kameraden und erfreute sich in lockerer Gesellschaft. Man vergnügte sich bis in die frühen Morgenstunden, schmiedete neue Pläne und freute sich schon auf die kommende Karnevalssession mit Prinz Baffy I., Shelly und Franky.
