Allgemeine Berichte | 22.05.2019

Kloster Ebernach

Gegen den Strom – zu Land und zu Wasser

Pilgerfahrt mit beeinträchtigten Menschen entlang der Mosel

In diesem Jahr hatten sich 14 Menschen, neun aus dem Kloster Ebernach und fünf aus dem Heinrich-Haus Neuwied, unter dem Motto „Gegen den Strom – zu Land und zu Wasser auf dem Weg zu dir“ auf einen ganz besonderen Pilgerweg gemacht.Fotos: privat

Sehl. Im Mai fand die große Bistumswallfahrt zum Heiligen Rock nach Trier statt. Jedes Jahr werden viele Menschen und Gruppen dazu eingeladen. Im Programm steht auch ein Tag für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. In diesem Jahr hatten sich 14 Menschen, neun aus dem Kloster Ebernach und fünf aus dem Heinrich-Haus Neuwied, unter dem Motto „Gegen den Strom – zu Land und zu Wasser auf dem Weg zu dir“ auf einen ganz besonderen Pilgerweg gemacht.

Das Heinrich-Haus Neuwied besitzt ein altes Motorboot, die Pollux. Sie wurde so ausgestattet, dass sogar Rollstuhlfahrer das Boot selbst steuern können. Mit der Pollux fuhr die Gruppe in vier Etappen die Mosel entlang, von Winningen aus bis hoch nach Trier. Das Besondere an der Wallfahrt waren die vielen Begegnungen. Neben der Gruppe an Bord gab es immer wieder auch Besuchergruppen, die tagsüber bei Landausflügen dazukamen. An zwei Tagen stießen auch die Senioren vom Kloster Ebernach hinzu.

Die erste Etappe führte von Winningen nach Cochem. Das Highlight dieses ersten Tags war neben der Besichtigung der Matthias-Kapelle in Kobern-Gondorf der feierliche Empfang durch Weinkönigin Lisa I. und Bürgermeister Walter Schmitz in Cochem. Die Reise am zweiten Tag führte bis nach Enkirch.

Neben der Fahrt auf der Pollux wanderte die Gruppe von Reil aus durch die Weinberge bis auf die Marienburg. Dort feierten die Schiffspilgerer mit dem Jugendpfarrer Jan Lehmann einen festlichen Gottesdienst. Am dritten Tag ging es von Enkirch nach Neumagen. Bei einem Zwischenstopp gab es leckere Grillspezialitäten, zubereitet von Teamleiter Veit Schommers vom Kloster Ebernach. Anschließend lud die Stadt Bernkastel zu einem Stadtbummel ein. Am vierten Tag steuerte die Pollux Trier an, wo die Gruppe abends mit einer Pizza ihre Tage Revue passieren ließ.

Die Pilgerreise endete mit dem Begegnungstag in Trier. Rund 350 Menschen aus caritativen Einrichtungen trafen sich in St. Maximin in Trier. Zu den neun Wallfahrern aus Ebernach kam Bruder Michael Ruedin noch mit einem Bus mit 45 Ebernacher Bewohnern hinzu. Unter dem Motto „Herausgerufen – du schaffst unseren Schritten weiten Raum“ konnte die Pilgergruppe an verschiedenen Stationen „weiten Raum“ erkunden. Neben einem begehbaren Labyrinth, einem Barfußpfad, musikalischen Angeboten und Tanz gab es auch Kreatives zu gestalten. Bei Bruder Ulrich Schmitz von Kloster Ebernach konnte man Schuhe ideenreich zu kleinen Kunstwerken gestalten oder bei Gemeindereferentin Patricia Alt kleine Fuß- und Schlüsselanhänger aus Filz basteln. Am Ende des Tages stand der Abschlussgottesdienst im Trierer Dom. Momente der Andacht und Stille wechselten ab mit fröhlichen Gesängen und dem Schwenken von bunten Tüchern.

Vier Ebernacher Messdiener hatten die Ehre, den Gottesdienst zu dienen. Weihbischof Franz Josef Gebert gab allen eine hoffnungsvolle Botschaft mit auf den Weg: „Jesus geht immer mit euch, damit wir alle gemeinsam unser Ziel finden. Wir gehören zu ihm, und wir sind Teil der großen Familie Gottes.“ Genau diese Erfahrungen konnten die Pilger auf ihrer Reise „Gegen den Strom – zu Land und zu Wasser“ spüren und erfahren.

Mit der Pollux ging es bis nach Trier.

Mit der Pollux ging es bis nach Trier.

In diesem Jahr hatten sich 14 Menschen, neun aus dem Kloster Ebernach und fünf aus dem Heinrich-Haus Neuwied, unter dem Motto „Gegen den Strom – zu Land und zu Wasser auf dem Weg zu dir“ auf einen ganz besonderen Pilgerweg gemacht.Fotos: privat

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