Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach lud zum Vortrag
Gehölze für den kleinen Garten
Rheinbreitbach. Ein Arboretum (von lat. arbor „Baum“) ist eine Sammlung (nicht in Pflanzgefäßen wachsender) verschiedenartiger, oft auch exotischer Gehölze. Das kann beispielsweise auch ein botanischer Garten sein, in dem hauptsächlich Bäume und Sträucher angepflanzt werden. Als ältestes Arboretum der Welt gilt das Arboretum von Trsteno in der Nähe der Stadt Dubrovnik in Kroatien, das seit 1492 bestehen soll. Ein wunderschönes Arboretum liegt in Oberkassel bei Bonn, und Dipl.-Ing. Michael Dreisvogt, als technischer Leiter dieses auch Park Härle genannten Gebietes, war vom Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach geladen, um einen Vortrag zum Thema „Gehölze für den kleinen Garten“ zu halten.
In neuer Funktion als 2. Vorsitzender des OGV eröffnete Norbert Buchbender die Veranstaltung, die wie immer gut besucht im Saal des Hotel/Restaurants „AdSion“ stattfand. Anhand von vielen, teils persönlich aufgenommenen Fotos, lies Michael Dreisvogt seine sachkundigen Erläuterungen durch einen Beamer auf die Leinwand verdeutlichen. Wunderschöne, kleine Gehölze wurden vorgestellt, die insbesondere in der Region am oberen Rhein gedeihen. Große, aber auch kleine Gehölze strukturieren den Garten, sehen schön aus, bieten Nistplätze für Vögel, dienen als Futterspender für Insekten und haben teilweise tolle Düfte im Programm. Wer wenig Platz im Garten hat oder noch Ergänzungen zu seinem Bestand sucht, kann also gleich Sorten pflanzen, die klein bleiben und pflegeleicht sind. „Dafür sollte man aber möglichst den exakten Sortennamen kennen. Mit Hilfe von Büchern, des Internets und eines Fachbetriebes ist das inzwischen viel einfacher geworden“, so Michael Dreisvogt. Schön sind zum Beispiel die vielen verschiedenen Japanischen Zwergahorne. Die Herbstfärbungen verzaubern jeden Garten, je nach Sorte mit roten oder gelben Farbtupfern.
Fast automatisch kam die Sprache auf den Buchsbaumzünsler. Er wurde bekanntlich aus dem asiatischen Raum über die Billigwaren-Kette eingeführt - nun macht sich der Schmetterling hier breit, und die schönen Hecken und Einzelstücke sind sein gefundenes Fressen. „Keine Chance. Trennen Sie sich vom Buchs“, so plädierte Dreisvogt und stellte gleich tolle Alternativen vor: Die immergrüne und winterharte Duftblüte, Arten von Stechpalmen, Heckenkirschen, Zwergeiben, kleine Berberitzen und andere mehr. Weitere Informationen unter http://www.ogv-rheinbreitbach.de
