Allgemeine Berichte | 09.10.2017

Rita Gail aus dem Pöntertal kämpft für ihr schwerstens erkranktes Pflegekind Justin

„Gemeinsam das Unmögliche für Justin ermöglichen“

Dringend benötigt werden ein Treppenlift und der behindertengerechte Umbau des Badezimmers

Rita Gail mit ihrem schwerst kranken Pflegekind Justin. Foto: FRE

Andernach-Kell. Während die Inhaberin der im Pöntertal angesiedelten „Bandits Hundepension“ als Verhaltenstherapeutin und Ausbilderin für Hunde bereits seit vielen Jahren einen hervorragenden Ruf genießt, arbeitet sie in ihrem „normalen Leben“ als examinierte Krankenschwester mit einer sonderpädagogischen Zusatzausbildung an einer Neuwieder Förderschule. Hier lernte sie auch ihr „Pflegekind“, den heute 13-jährigen Justin kennen und lieben, der seit nunmehr neun Jahren an einem inoperablen Hirntumor mit Metastasen im Spinalkanal leidet.

Justin leidet an einem inoperablen Hirntumor

Hinzu kam jetzt eine Epilepsie mit nicht vorhersehbaren und unkontrollierbaren Anfällen. Nach jahrelanger Chemotherapie und unzähligen starken sowie sedierenden Medikamenten hat Justins körperlicher Zustand sich sehr verschlechtert. Das heißt, sein Körper ist sehr geschwächt, er kann nicht mehr alleine laufen, sitzt nur noch kurzweilig in seinem Rollstuhl und muss teilweise über eine PEG- Sonde ernährt werden. Außerdem ist er inzwischen in seinem alltäglichen Leben immer auf Hilfe angewiesen.

„Justin ist für mich ein medizinisches Wunder, anders kann ich mir nicht erklären, wie so ein kleiner Körper diese täglichen Strapazen alleine durch die Einnahme der vielen Medikamente aushalten kann“, so Rita Gail, die sich in ihrer knapp bemessenen Freizeit intensiv um Justin kümmert. Weiter berichtet sie: „Damit Justin am alltäglichen Leben seiner Familie zumindest visuell teilnehmen kann, haben die Eltern sein Pflegebett im Wohnzimmer aufgestellt. Sein Vater schläft nachts neben seinem Bett auf einer Matratze, damit er im Notfall sofort reagieren kann. Zu der enormen psychischen Belastung innerhalb der Familie kommen nun auch noch große finanzielle Probleme hinzu. Das Badezimmer im ersten Stock müsste für Justin behindertengerecht umgebaut werden, um dort die täglich notwendige Körperpflege (er trägt Windeln) durchführen zu können. Hinzu kommt, dass Justin aufgrund seiner epileptischen Anfälle, die ohne Vorwarnung auftreten, dringend einen Treppenlift benötigt, zumal die Eltern diesen Kraftaufwand nicht leisten können.“

Nun kämpft Rita Gail bei der zuständigen Krankenkasse um einen Zuschuss für den Treppenlift und den behindertengerechten Umbau des Badezimmers. Wie so häufig lassen die in der Theorie erlassenen Gesetze es jedoch nicht zu, dass die Kasse beide Aufwendungen bezuschusst. Das heißt im Klartext: Entweder ein behindertengerechtes Badezimmer oder ein Treppenlift. Es dürfte wohl jedem einleuchten, dass Justin keinen Treppenlift benötigt, wenn das Bad nicht behindertengerecht ausgestattet ist bzw. ihm ein behindertengerechtes Bad nichts nützt, wenn er keinen Treppenlift hat.

Mit Spenden zu einem menschenwürdigen Leben beitragen

Rita Gail gibt ihren Kampf um ein menschenwürdiges Leben für ihr lebensbedrohlich erkranktes Pflegekind jedoch nicht auf. Deshalb hat sie unter dem Motto „Gemeinsam das Unmögliche für Justin ermöglichen“ ein Spendenkonto eingerichtet:

Rita Gail, Kreissparkasse Mayen, IBAN: DE06 576 500 100 198 431 694, BIC: MALADE51MYN .

FRE

Rita Gail mit ihrem schwerst kranken Pflegekind Justin. Foto: FRE

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