Allgemeine Berichte | 28.11.2025

Oberbürgermeister Jan Einig, Bildungsminister Sven Teuber und drei Neuwieder Grundschulen unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Gemeinsam für bessere Bildungschancen: Startschuss für die Familiengrundschulzentren

(von links) Bürgermeister Peter Jung, Oberbürgermeister Jan Einig, Bildungsminister Sven Teuber sowie die Schulleiter Claudia Bartels (Geschwister-Scholl-Schule), Ina Mang (Sonnenlandschule) und Manuel Mouget (Marienschule).Fotos: Ulf Steffenfauseweh

Neuwied. Die Stadt Neuwied und das rheinland-pfälzische Bildungsministerium richten an der Marienschule, der Geschwister-Scholl-Schule und der Sonnenlandschule sogenannte Familiengrundschulzentren ein. Oberbürgermeister Jan Einig und Bildungsminister Sven Teuber haben eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet und damit den gemeinsamen Prozess, Schule stärker als Lebens-, Lern- und Begegnungsort im Sozialraum zu verankern, offiziell gestartet.

Doch was machen Familiengrundschulzentren? Sie bündeln Angebote für Kinder und Eltern direkt vor Ort: Elternberatung, Lern- und Freizeitangebote, Sprachkurse, bewegte Pausen oder Maßnahmen zur Förderung gesunder Ernährung sind Beispiele. Ziel ist es, Barrieren abzubauen, Familien niedrigschwellig zu unterstützen und die Bildungschancen von Kindern nachhaltig zu verbessern. Grundlage der Zusammenarbeit ist das landesweite Startchancen-Programm, an dem Marienschule und Geschwister-Scholl-Schule bereits teilnehmen.

„Wir eröffnen Kindern bessere Wege in ihre Zukunft. Mit den Familiengrundschulzentren bündeln wir Kräfte, stärken die Schulen in den Stadtteilen und schaffen echte Chancen für Familien, die Unterstützung brauchen. Das ist ein starkes Signal für unsere Stadt“, hebt Oberbürgermeister Jan Einig hervor. Und Bürgermeister Peter Jung unterstreicht als zuständiger Dezernent den Mehrwert für die Schulen vor Ort: „Die Familiengrundschulzentren sind ein zentraler Baustein für mehr Chancengerechtigkeit. Schule endet nicht an der Klassenzimmertür. Wir öffnen sie weiter in den Sozialraum, schaffen Zugänge, unterstützen Eltern und geben Kindern die Möglichkeiten, die sie verdienen. Diese Zusammenarbeit ist ein großer Gewinn für Neuwied.“

Bildungsminister Sven Teuber sagte: „Familiengrundschulzentren stärken Bildungsgerechtigkeit. Sie machen Kinder stark und greifen ihren Eltern und den Lehrkräften unter die Arme. Sie bereiten den Boden für Lernerfolg und unterstützen soziale Kompetenzen. Deshalb sind Familiengrundschulzentren ein Gewinn für die gesamte Bildungsfamilie. Wir haben mit diesem Konzept in Koblenz, Wittlich und Ludwigshafen sehr gute Erfahrungen gesammelt. Ich bin der Stadt, den beteiligten Schulen und Lehrkräften dankbar, dass sie sich für dieses Projekt in Neuwied und für unsere gemeinsamen Ziele engagieren.“

Die drei Schulen bringen die notwendigen Voraussetzungen mit: etablierte Schulsozialarbeit, hohe Bedarfe in herausfordernden Lagen und gewachsene Kooperationen zwischen Schule, Jugendhilfe, Sozialamt und freien Trägern. Bereits in den vergangenen Jahren haben Stadt und Partner verschiedene Angebote aufgebaut – etwa Kochvormittage, Elternsprachkurse, Hausaufgabenhilfen, Bewegungsangebote und kostenlose Freizeitprogramme.

Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung beginnt die gemeinsame Konzeptentwicklung. Die Stadtverwaltung stimmt in enger Zusammenarbeit mit den Schulen, dem Bildungsministerium und der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion die weiteren Schritte ab. Ziel ist es, die Familiengrundschulzentren zum nächstmöglichen Zeitpunkt an den drei Standorten in Betrieb zu nehmen und die vorhandenen Strukturen dauerhaft zu stärken.

Pressemitteilung Stadtverwaltung Neuwied

Gemeinsam für bessere Bildungschancen: Startschuss für die Familiengrundschulzentren

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