Allgemeine Berichte | 15.10.2025, 08:17 Uhr

Klimaneutrale Zukunft: Verbandsgemeinde Montabaur setzt auf Sonne und Wind

Gemeinsam für die Zukunft: VG Montabaur gründet Erneuerbare-Energien-Gesellschaft

Zur Gründung der VGM EE hatten sich die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden sowie die Fraktionsspitzen aus dem VG-Rat im Montabaurer Rathaus zusammengefunden. „Mit der neuen Gesellschaft werden wir große Energieprojekte immer im Schulterschluss aller Ortsgemeinden realisieren – zum Wohle aller Bürger. Wir wollen am Steuer bleiben“, sagte Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich bei der Gründungsfeier. Der Klimawandel sei kein abstraktes Phänomen mehr, sondern längst konkret und spürbar für die Menschen. Die neue VGM EE ermöglicht Handeln vor Ort. Fotos: VG Montabaur / Olaf Nitz
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VG Montabaur. Die Verbandsgemeinde Montabaur hat gemeinsam mit 25 Mitgliedsgemeinden die "Verbandsgemeinde Montabaur Erneuerbare Energien" (VGM EE) in der Rechtsform einer Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) gegründet. Diese Initiative markiert einen bedeutenden Schritt auf dem Weg zu einer klimaneutralen Zukunft, indem sie die Nutzung von Sonnen- und Windenergie in der Region fördert und organisiert.

Als erste Kommune im Westerwaldkreis verfolgt die VG Montabaur das Ziel, die Energiegewinnung regional zu koordinieren und die Wertschöpfung vor Ort zu halten.

Die Gründung der VGM EE ist das Ergebnis eines umfassenden Prozesses, der mit dem Klimaschutzkonzept des VG-Klimaschutzmanagers Max Weber im Jahr 2022 begann. Die Erkenntnis, dass die Förderung erneuerbarer Energien entscheidend für die Reduzierung der CO2-Emissionen ist, führte zur Idee, eine gemeinsame Energiegesellschaft zu etablieren.

Zuvor waren die Ortsgemeinden auf sich allein gestellt, um mit Interessenten aus der Energiewirtschaft zu verhandeln und Flächen zu vermarkten. Die neue Solidargemeinschaft soll nun Konflikte zwischen benachbarten Gemeinden vermeiden. Eine Exkursion in die Eifel im Herbst letzten Jahres, an der Vertreter aller Ortsgemeinden und des VG-Rats teilnahmen, diente dazu, Erfahrungen bei der Gründung von Energiegesellschaften zu sammeln. Seit Anfang 2025 haben sich die Räte intensiv mit dem Thema beschäftigt und fast überall einstimmig für den Beitritt zur VGM EE gestimmt, mit Ausnahme der Ortsgemeinde Görgeshausen.

Die Hauptaufgabe der VGM EE besteht darin, Flächen für Windparks und Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen zu sichern und zu vermarkten. Auch der Bau von Batteriespeichern für den produzierten Strom ist geplant. Ziel ist es, Einnahmen, Kapital und Einfluss in der Region zu halten und gerecht zu verteilen. Ein festgelegter Schlüssel sorgt für eine faire Verteilung der Pachteinnahmen unter den Flächeninhabern, der Standortgemeinde und den übrigen Mitgliedern. Gemeinden ohne geeignete Standorte können ebenfalls profitieren, und Bürger sowie Ortsgemeinden erhalten die Möglichkeit, sich an Projekten zu beteiligen.

Die VGM EE wird sich auf die Nutzung von Sonnen- und Windenergie konzentrieren und Speicherkapazitäten bereitstellen. Eine zukünftige räumliche und sachliche Erweiterung der Aktivitäten ist denkbar. Zunächst werden alle privaten und kommunalen Flächen in der VG geprüft, ob sie sich für neue Anlagen eignen. Flächen, die aus Gründen wie Wasserschutz, Natur- und Artenschutz, Landwirtschaft, Topografie oder Nähe zu Ortslagen ungeeignet sind, werden ausgeschlossen. Geeignete Flächen für Windparks sollten groß genug für 2-3 Windräder sein; Solarparks benötigen etwa 10 Hektar. Sobald diese Flächen feststehen, beginnt die VGM EE mit der Vermarktung und der Initiierung konkreter Projekte. Bereits bestehende oder in Vorbereitung befindliche Anlagen und Flächen sind nicht Teil der VGM EE. Derzeit gibt es in Görgeshausen, Boden und Nomborn Solarparks, und auf den Eisenbachhöhen entwickelt die Firma EnBW einen Windpark. Konkrete Flächen für neue Projekte sind zum Zeitpunkt der Gründung der VGM EE noch nicht ausgewiesen, die Arbeit beginnt jetzt. BA

Klimaschutzmanager Max Weber (Mitte) wurde zum Vorstand der VGM EE gewählt, sein Stellvertreter ist Marco Allison-Adams (links). Er ist als Jurist im Rechtsservice der VG tätig und hat die Satzung der neue AöR ausgebarbeitet. Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich (rechts) ist Vorsitzender des Verwaltungsrates.

Klimaschutzmanager Max Weber (Mitte) wurde zum Vorstand der VGM EE gewählt, sein Stellvertreter ist Marco Allison-Adams (links). Er ist als Jurist im Rechtsservice der VG tätig und hat die Satzung der neue AöR ausgebarbeitet. Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich (rechts) ist Vorsitzender des Verwaltungsrates.

Zur Gründung der VGM EE hatten sich die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden sowie die Fraktionsspitzen aus dem VG-Rat im Montabaurer Rathaus zusammengefunden. „Mit der neuen Gesellschaft werden wir große Energieprojekte immer im Schulterschluss aller Ortsgemeinden realisieren – zum Wohle aller Bürger. Wir wollen am Steuer bleiben“, sagte Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich bei der Gründungsfeier. Der Klimawandel sei kein abstraktes Phänomen mehr, sondern längst konkret und spürbar für die Menschen. Die neue VGM EE ermöglicht Handeln vor Ort. Fotos: VG Montabaur / Olaf Nitz

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