Gemeinsam in die grüne Zukunft: Landkerns Nachwuchs pflanzt Bäume
Landkern. In der Ortsgemeinde Landkern fand eine besondere Pflanzaktion statt, bei der Kinder gemeinsam mit ihren Familien eine "Straße der Zukunft" gestalten konnten.
Gefördert durch das LEADER-Programm mit einem Zuschuss von rund 11.500 Euro, wurden insgesamt 130 Bäume entlang des Dreifaltigkeitsweges und auf dem Neuhof gepflanzt.
Die NABU Ortsgruppe Landkern und die Gemeinde waren maßgeblich an den Vorbereitungen beteiligt, während die Naturfreunde Neuhof unter der Leitung von Peter Steffens die Pflanzarbeiten am Neuhof übernahmen.
Besonders wichtig für die Bewilligung der Fördermittel war die pädagogische Ausrichtung des Projekts, die von der KiTa und der Grundschule vorangetrieben wurde. Die Jugendfeuerwehr übernimmt freundlicherweise die Bewässerung der jungen Pflanzen.
Die Veranstaltung begann an der Dreifaltigkeitskapelle, wo Ortsbürgermeister Ewald Mattes die Teilnehmer willkommen hieß. Jede Familie aus Kindergarten und Grundschule hatte die Gelegenheit, ihren eigenen Baum zu pflanzen, wobei Kirsch-, Apfel-, Birnen-, Zwetschgen- und Mirabellenbäume zur Auswahl standen. Reinhard Berwanger von der NABU gab wertvolle Hinweise zu den Pflanzschritten. Im Anschluss erhielt jede Familie eine personalisierte Familientafel und eine Nummerierung für ihren Baum, was die Möglichkeit bietet, die Entwicklung der Bäume zu beobachten.
Die "Straße der Zukunft" soll später mit Sitzbänken ausgestattet werden, um Spaziergänge einladender zu gestalten. Eine Informationstafel über Herkunft, Wachstum und Wissenswertes zu den Bäumen ist in Planung, ebenso wie ein Insektenhotel. Dieses Projekt fördert nicht nur die Gemeinschaft, sondern erweitert auch die pädagogische Ausrichtung der KiTa St. Servatius. Der Kindergarten bietet bereits einen großen Bestand an alten Bäumen und Obstbäumen, die im Sommer Schatten spenden und Lebensraum für Tiere bieten. Die Kinder gewinnen durch das Projekt praktische Erfahrungen und lernen, wie Naturprozesse funktionieren, was zu einem nachhaltigen Denken beiträgt.
Die NABU plant, Schiefertafeln mit den Namen der Familien an den Bäumen anzubringen. Langfristig sollen alle Dorfbewohner von den Früchten profitieren. Die Organisatoren bedanken sich bei der Raiffeisenbank MEHR eG Mosel-Eifel-Hunsrück–Region für die finanzielle Unterstützung und der Firma Jan Gräfen für die Herrichtung der Pflanzlöcher. Ein besonderer Dank geht an die beteiligten Kinder, Eltern und Großeltern für ihren Einsatz. BA
