Allgemeine Berichte | 03.04.2024

Weltparkinson-Tag machte auf Erkrankung aufmerksam

Gemeinsam stark gegen Parkinson

Die Neuwieder Parkinson-Selbsthilfegruppe trifft sich auch zum Tischtennisspielen. Foto: Mathilde Henning

Kreis Neuwied. Die Diagnose „Parkinson“ ist für die betroffenen Menschen und deren Angehörige ein tiefer Einschnitt in die bisherige Lebensplanung. Der Weltparkinson-Tag am 11. April diente dazu, auf die Krankheit aufmerksam zu machen. In Deutschland ist die deutsche Parkinson Vereinigung e.V. (dPV), mit über 15.000 Mitgliedern in ca. 350 Regionalgruppen, erster Ansprechpartner in der Selbsthilfe.

Schätzungsweise 400.000 Menschen in Deutschland leiden an der immer noch unheilbaren Krankheit Parkinson. Die chronische Erkrankung im zentralen Nervensystem zeigt sich äußerlich an der Versteifung von Muskeln, der Verlangsamung von Bewegungen und dem typischen unkontrollierten Zittern. Im Jahr 1817 beschreibt der englische Arzt James Parkinson erstmals diese Symptome der nach ihm benannten neurologischen Erkrankung.

Parkinson wird meist im Lebensalter zwischen 50 und 60 Jahren festgestellt. Es gibt aber auch einen erheblichen Teil an jüngeren Menschen, die bereits vor dem 40. Lebensjahr von der Erkrankung betroffen sind. Allen gemeinsam ist, dass der Körper den notwendigen Nervenbotenstoff Dopamin nicht mehr ausreichend herstellen kann.

Die dPV mit ihren bundesweit tätigen Selbsthilfegruppen nutzte den Weltparkinson-Tag, um auf sich aufmerksam zu machen und all jene Menschen, die ebenfalls an der Erkrankung leiden, sich aber noch nicht über die Auswirkungen von Parkinson informieren konnten und noch keinen Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe hatten, den Besuch einer solchen Gruppe näher zu bringen. Denn zu viele Menschen mit chronischen Erkrankungen wie z. B. Parkinson wagen nicht den Schritt in die Öffentlichkeit und nehmen daher wertvolle Hilfen und Informationen nicht in Anspruch. Der weltweite Aktionstag, der 1997 ins Leben gerufen wurde und am Geburtstag von James Parkinson alljährlich stattfindet, soll an die Parkinson-Erkrankten erinnern.

Gäste sind bei den regelmäßig stattfindenden Treffen der Regionalgruppe Neuwied jeden ersten Mittwoch im Monat um 15 Uhr im Mehrgenerationenhaus Neuwied, Wilhelm-Leuschnerstr. 5, neben der Kreisverwaltung in Neuwied, jederzeit willkommen und können sich auch dort über Neuigkeiten und Wissenswertes in der Behandlung der Krankheit informieren. Kontakt zur Selbsthilfegruppe gibt es über Hans-Peter-Steil, Tel.: (0 26 22) 8 12 18.

Eine wichtige Säule bei der Parkinsonerkrankung ist die Bewegung. Die Neuwieder Parkinson-Selbsthilfegruppe trifft sich am zweiten, dritten und vierten Mittwoch im Monat zum Tischtennisspielen um 14 Uhr im Berufsbildungswerk (BBW) Heimbach-Weis, Stiftstraße 1. Kontakt zur Tischtennisgruppe gibt es über Doris und Josef Kollmannsperger, Tel.: (0 26 31) 9 99 14 67.

Selbstverständlich sind auch Familienangehörige auf den Veranstaltungen erwünscht. Denn auch sie leisten mit ihrer Unterstützung der Betroffenen einen wesentlichen Beitrag und haben hier die Möglichkeit , auch ihre Fragestellungen zu platzieren und Unterstützung zu erhalten. BA

Die Neuwieder Parkinson-Selbsthilfegruppe trifft sich auch zum Tischtennisspielen. Foto: Mathilde Henning

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