Allgemeine Berichte | 11.12.2018

Abwechslung in den Altenheimen

Gemeinsamer Mittagstisch mit dem „Mobilen Kochstudio“

Ein Projekt der Alice-Salomon-Schule Linz mit den Seniorenheimen und dem Seniorenbeirat der Verbandsgemeinde Linz

(v.l.):Sophie Merschbächer, Doris Schwetje, Birgitt Spitz, Marlene Exner, Temy Vogt, Michelle Cacic, Paula Weingarten. Seniorenbüro VG Linz

Linz. Seit 2009 führen die Fachschülerinnen und Schüler der Alice Salomon Schule im Rahmen der schulischen Ausbildung Fachtage zur Betreuung und Aktivierung der Bewohnerinnen und Bewohner in den Linzer Altenheimen durch.

Die Idee entstand bei der Beratung zur Projektprüfung einer Schülerin der Höheren Berufsfachschule durch die betreuende Lehrerin, Frau Doris Schwetje. Daraus hat sich eine feste Kooperation mit dem Seniorenbeirat und den Altenheimen der Verbandsgemeinde entwickelt. Zur Unterstützung hat der Seniorenbeirat mobile Koch-Stationen für alle drei aktuell teilnehmenden Altenheime angeschafft. Mit diesen kann mobil in bestimmten Wohnbereichen oder auch am Bett eines stark Pflegebedürftigen mit und für die Senioren gekocht werden.

Ziel ist es, durch den direkten Kontakt mit Gerüchen, Geräuschen und dem Schmecken Interesse und Appetit bei den Senioren hervorzurufen. Wenn es wie zu Hause nach leckerem Essen riecht, etwas in der Pfanne brutzelt oder der Suppentopf dampft, bekommt man eher Hunger, als wenn das Essen per Tablett aus der Großküche serviert wird.

Aber noch besser ist es gemeinsam mit den jungen Menschen vorab die Lebensmittel selber zu schnippeln oder zu rühren. Beim gemeinsamen Vorbereiten können sich die Generationen austauschen und es entwickeln sich interessante Gespräche. Erinnerungen werden geweckt und die Senioren können ihr Wissen an die Jugend weitergeben, die dadurch interessante Einblicke in die hauswirtschaftlichen Lebensumstände früherer Zeiten erhalten.

Ein besonderes Augenmerk gilt auch den demenziell erkrankten Bewohnern. Hierbei können sie längst vergessene Dinge aus dem früheren Alltag wieder entdecken. Und die Schüler erleben diese Erkrankung hautnah und verlieren Berührungsängste. Wenn eine Bewohnerin herzhaft in eine Möhre beißt, weil sie vergessen hat, das sie diese eigentlich klein schneiden wollte oder ein Mitbewohner den Apfel sich in die Tasche steckt, statt ihn zu schälen, gibt es erst einmal verblüffte Gesichter. Dem folgt dann ein herzhaftes Lachen aller Beteiligten und die jungen Leute erleben, wie viel Fröhlichkeit den Seniorenheim-Alltag bereichert. An der Alice Salomon Schule werden junge Menschen in den Bereichen Hauswirtschaft und Sozialwesen auf eine berufliche Tätigkeit im sozialen Bereich vorbereitet. Daher bereichert dieses Projekt sehr praxisnah den Unterricht.

In vielen Familien gibt es diesen tagtäglichen Kontakt zwischen drei Generationen nicht mehr, oft leben die Großeltern weit entfernt und man sieht sich nicht regelmäßig. An den Projekttagen können die Jugendlichen Erfahrungen im Umgang mit älteren Menschen sammeln und wichtige Erkenntnisse für ihren weiteren Berufsweg gewinnen.

Auf diese Weise bringt das Projekt eine willkommene Abwechslung in die Altenheime und trägt dazu bei, die Lebensqualität der Senioren zu verbessern und ermöglicht gleichzeitig ein Zusammentreffen der Generationen. So ergeben sich für betagte und junge Akteure ganz neue, spannende Erfahrungen und Erlebnisse.

(v.l.):Sophie Merschbächer, Doris Schwetje, Birgitt Spitz, Marlene Exner, Temy Vogt, Michelle Cacic, Paula Weingarten. Foto: Seniorenbüro VG Linz

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