Allgemeine Berichte | 10.10.2023

MdL Müller im Austausch mit dem Hospiz-Verein Rhein-Ahr e.v. in Ahrweiler

„Gespür für die letzten Tage und Stunden“

Frau Ruggera und MdL Susanne Müller im Gespräch. Foto: Lisa Fischer

Ahrweiler. Die Landtagsabgeordnete Susanne Müller besuchte kürzlich das Hospiz und den Hospiz-Verein Rhein-Ahr e.v. in Ahrweiler, um einen tieferen Einblick in die Arbeit der Einrichtung zu erhalten und sich über die Arbeitsweise des Hospizes zu informieren. Susanne Müller wurde herzlich von Frau Ruggera, Geschäftsführerin des Hospizes im Ahrtal gGmbH, Frau Dobrowolny, Vorsitzende des Hospizvereins und Herrn Andresen, Prokurist empfangen. Das Hospiz begleitet im Jahr zurzeit ca. 100 schwer kranke Menschen („Gäste“) und begleitet sie in ihren letzten Tagen und Wochen. Dafür stehen 10 Betten stationär zur Verfügung, die von einem multiprofessionellen Team und palliativen Fachkräften versorgt werden. Themen waren u A. die aktuelle Debatte um Sterbehilfe und die Situation von älteren Menschen in der Gesellschaft. Aufgrund der stark gestiegenen Kosten und einem Mangel an Pflegepersonal besteht im Hospiz eine Warteliste, da die Nachfrage nach einer guten und fachgerechten Betreuung und Versorgung der schwer kranken Menschen groß ist. Frau Ruggera und Frau Dobrowolny berichteten aus ihrer Arbeit und der Arbeit des Hospizvereins. Vom Verein wird den Mitgliedern ein umfassendes Angebot bereitgestellt, dass neben der Beratung auch Angebote wie Gymnastikkurse, Vorträge uvm. beinhaltet.

Ahrweiler ist auch ein Stützpunkt für die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) für Menschen mit einer nicht heilbaren, fortschreitenden Erkrankung. Seit 2022 existiert dieses Angebot und versorgt Schwerstkranke und Sterbende im Kreis sowie der angrenzenden Verbandsgemeinde Vordereifel und in der Stadt Mayen. Herr Andresen berichtete darüber hinaus von dem Engagement des Hospizes während der Flut. Durch die vorhandenen Netzwerke der langjährigen Arbeit gelang es den Verantwortlichen vor allem die älteren Menschen von den ersten Tagen der Flut an zu versorgen und dadurch zum Krisenmanagement beizutragen und den Bürger:Innen vor Ort wesentliche Dienstleistungen zukommen zu lassen. Thema war die hohe Belastung der eingesetzten Kräfte, die sich tagtäglich mit der Pflege und der Begleitung der schwer kranken Menschen auseinandersetzen. Die Pflegekräfte haben regelmäßige Fort- und Weiterbildungen sowie Supervisions-Angebote für die Einzelpersonen oder Kleingruppen. Hinzu kommt ein hoher Kostendruck durch gestiegene Tarife, gestiegene Energiekosten sowie Auswirkungen der Inflation. 95 % der entstehenden Kosten für die Gäste werden über die Kassen abgerechnet, 5 % der Kosten werden durch Spenden bestritten. Frau Dobrowolny und Herr Andresen berichteten sehr eindrücklich von der Entstehungsgeschichte des Hospizes und den weiteren Plänen des Hospiz-Vereins.

Die Abgeordnete zeigte ihre Wertschätzung für das Engagement des Leitungsteam aber auch der dort tätigen Pflegenden. Bei einem Rundgang lernte sie die Einrichtung und deren Räume kennen und kam dabei auch mit Pflegenden ins Gespräch. Sie dankte den dort Tätigen vor Ort und brachte ihren Respekt vor der Arbeit mit schwer Kranken zum Ausdruck: „In einer immer älter werdenden Gesellschaft bekommt der Pflege und Begleitung von schwer kranken Menschen eine immer größere Bedeutung zu. Schwerkranke und sterbende Menschen benötigen in ihrer letzten Lebensphase die bestmögliche menschliche Zuwendung, Versorgung, Pflege und Betreuung. Dies erfordert eine gezielte Weiterentwicklung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland und in RLP. Ich möchte diese Arbeit gern vor Ort unterstützen.“

Pressemitteilung des

Büro von Susanne Müller

Frau Ruggera und MdL Susanne Müller im Gespräch. Foto: Lisa Fischer

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